Archive for Juli, 2006

Aus Kindern werden Leute

London (dpa) – «Harry Potter»-Darsteller Daniel Radcliffe wird nach einem britischen Zeitungsbericht bald völlig nackt auf der Bühne stehen. Der 17-Jährige werde in dem Theaterstück «Equus» einen psychisch gestörten Stallburschen spielen, der in Pferde vernarrt ist, berichtete die Tageszeitung «The Sun». Zu dem Auftritt gehöre auch eine Sex-Szene, bei der Radcliffe nackt auf dem Rücken eines Pferdes reitet. Das Stück des britischen Dramatikers Peter Shaffers hatte bei der Uraufführung 1973 einen Skandal ausgelöst.

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Wissens Werte #6

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Die Redewendung „jemandem einen Bärendienst erweisen“ bedeutet, jemandem in gutem Willen einen Dienst zu erbringen, dessen Resultat für den Empfänger ungewollt negative Folgen hat.

Die Redensart geht vermutlich auf die Fabel “L’ours et l’amateur des jardins” (dt.: Der Bär und der Gartenfreund) des französischen Dichters Jean de La Fontaine zurück.

In ihr treffen sich ein Bär und ein alter Gartenfreund, beide einsam und auf der Suche nach Gesellschaft. Sie beschließen zusammen zu leben und jeder geht seiner Tätigkeit nach: Der Bär beschafft Wild und der Gartenfreund pflegt seinen Garten. Eines Tages setzt sich eine Fliege auf das Gesicht des schlafenden Greises. Der Bär will seinem Freund helfen und verjagt die Fliege, indem er einen großen Stein nach ihr wirft. Weder die Fliege noch der alte Mann überleben.

Auszug aus “L’ours et l’amateur des jardins”:

(…)
Un jour que le Vieillard dormoit d’un profond somme,
Sur le bout de son nez une allant se placer
Mit l’Ours au désespoir ; il eut beau la chasser.
« Je t’attraperai bien, dit-il ; et voici comme. »
Aussitôt fait que dit : le fidèle émoucheur
Vous empoigne un pavé, le lance avec roideur,
Casse la tête à l’Homme en écrasant la mouche ;
Et non moins bon archer que mauvais raisonneur,
Raide mort étendu sur la place il le couche.

Rien n’est si dangereux qu’un ignorant ami ;

Mieux vaudroit un sage ennemi.

Übersetzt ins Deutsche von Ernst Dohm (1819-1883):
(…)
Einst sieht er unsern Greis in tiefem Schlummer liegen
und eine Fliege, die ihm auf der Nase kreucht;
er wütet, da umsonst er immer fort sie scheucht.
„Wart’ nur!“ so ruft er aus. „Und wie will ich dich kriegen!“
Gesagt, getan: seht da, der Fliegenmeister rafft
‘nen Pflasterstein euch auf, schleudert ihn voller Kraft,
zermalmt des Greises Haupt, die Fliege zu verjagen,
und hat – ein guter Schütz, allein höchst mangelhaft
als Denker – auf der Stell’ ihn mausetot geschlagen.

Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund;

weit besser ist ein kluger Feind.

[wiki]

[Illustration von Gustav Doré]

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Endlich

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Endlich Regen. Endlich Abkühlung. Endlich schlafen.

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Was man im Sommer alles so machen kann

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Hagenbecks Tierpark

Menschen, Tiere, Sensationen – genau das wollten wir heute haben. Zu heiß? Kein Problem, fahren wir eben sehr früh los. Zu voll? Kein Problem, gehen wir den Rundgang eben anders herum. Zu schwer zu schleppen mit Proviant? Kein Problem, das kaufen wir dort. So teuer kann das ja nicht sein, wenn der Eintritt schon horrend ist. Zu teuer? Kein Problem, immerhin sorgen wir mit unserem Eintrittsgeld dafür, dass dieser wunderhübsche Privatzoo erhalten bleibt.
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Sommerschlußverkauf

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Ich bin eine pragmatische Kleidereinkäuferin. Ich gehe in den Laden und wenn mir die Stimmung, der Geruch und die ersten zwei Kleiderständer gefallen, laufe ich einmal durch das Erdgeschoss und meistens dann gleich wieder hinaus. Ich kaufe spontan, wenn mir etwas gefällt und hasse „Ich brauche dringend eine neue Hose“-Trips. Da finde ich nämlich nie etwas und das nervt mich. Ich bin sehr glücklich mit dieser Praxis und habe demgemäss nie Stress. Außer, ich brauche ganz dringend eine neue Hose.

Anders ist es, wenn meine Tochter wieder unerlaubterweise aus ihren Klamotten gewachsen, bzw. Wunschkonzert angesagt ist oder ein besonderes Ereignis bevorsteht. Dieses Jahr ist es der Eintritt in die weiterführende Schule plus Wunschkonzert plus unerlaubtes Herauswachsen. Gerade bei der weiterführenden Schule kann man im übrigen nicht mit „Babyklamotten“ hingehen. Wobei es mir völlig entgangen ist, dass die Sprotte in der Grundschule Lätzchen und Strampler getragen hat. Aber ich bin ja sowieso eine doofe und schlechte Mutter, mir ist ja sogar entgangen, dass man die Box mit den 130 verschiedenen Haargummies und Reifen und Schleifen und Spangen nur aus einem einzigen Grund dringend braucht: damit man gleich am nächsten Tag zum Friseur gehen kann, um sich die Haare abschneiden zu lassen. Das ist, wenn man genau darüber nachdenkt, auch eine völlig logische Reihenfolge.
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Sommerphänomene # 1

Die Fenster-DJ’s

Kaum ist es warm im Stübchen, werden auch die Fenster weit geöffnet. Dagegen ist nichts zu sagen, das machen wir alle so. Allerdings werden damit auch Glas und Rahmen für spektakuläre Einblicke in die Privatsphäre der Fensterbesitzer gewährt. Ich spreche jetzt hier nicht von Nackedeifitness oder Duschvorhangvergessen, ich meine den gemeinen Audioexhibitionismus. Den finde ich nämlich viel schlimmer!

Einer meiner Nachbarn von schräg links oder rechts gegenüber, aus dem ersten, zweiten oder fünften Stock liebt zu fortschreitender Stunde Ramazotti. Leider nicht das Getränk (vielleicht auch das, aber das kann man nicht hören) sondern den Eros. Den liebt er laut und leidenschaftlich, wobei das „laut“ eindeutig überwiegt. Er mag auch nur ein ganz bestimmtes Lied, das dafür umso öfter. In der Endlosschleife quasi.

Der Nachbar unter mir war schon immer ein Technofreak. Dem ist nicht beizukommen. Ich habe mein Schlafzimmer schon dreimal verlegt, weil mich das Gebumper durch den Boden einfach immens gestört hat. Das Umräumen stört mich weniger, das mache ich sowieso gerne. Im Sommer, allerdings, kommt das Gewummer nicht mehr nur durch den Boden, nein, dann macht er die Vorder- und seine Hintertür zum Garten auf, stellt die Anlage wohl mittig in seinen Flur und dreht auf. Das hat für ihn natürlich Vorteile: er kann seine Lieblingsmusik hören wenn er den Müll rausbringt, oder wenn er in seinem Garten sitzt. Ich leider auch.
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Stephan Remmler – Frauen sind böse!

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Lieber Herr Remmler,

erst einmal ein ganz herzliches “Willkommen zurück” zur deutschen Musik. Jaja, ich weiß natürlich, daß Sie nie ganz weg waren und jaja, ich weiß natürlich, daß Sie einfach mal eine Auszeit brauchten, in der Sie natürlich trotzdem sehr kreativ waren. Wenn auch nicht in Deutschland, sondern auf einer kanarischen Insel und in Basel. Diese Zusammenstellung finde ich z.B. schon mal sehr kreativ, ehrlich! Ich habe Sie auch wirklich vermisst. Nach soviel Pop- und Superstargedöns hat mir jemand gefehlt, der mit deutschen Texten einfach auch mal etwas wirklich ausdrücken kann, also die Bohlen aus dem Faß haut!
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Eine Runde Eis für alle

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Das sollte eigentlich reichen. ;-)

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Blaues Herz

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Ich leb in vielen ungesagten Sätzen
Und meine Worte haben matte Stellen.
Ich steh an stillen unbebauten Plätzen
Und denk Geschichten um versiegte Quellen.

Ach, warum ist der Tag ganz ohne Zeugen
Für alles Wilde, was ich je erdacht?
Ich will mich nicht den Nullen beugen!
Für die hab ich kein Licht gemacht!

Der Weg ist da, muss nur gefunden sein.
Doch alte Spuren hindern die Gedanken
Die wuchern in mein blaues Herz hinein.

Ich greif das Messer und zerschneid die Ranken
Und binde sie in heißem Feuerblumenschein
Zu lauter schrecklich bunten Seelenschranken.

(Gabriela Wollenhaupt)

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Perseiden

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Vom 20. Juli bis zum 20. August kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne den Teilchenstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Dieses führt zu einem regelrechten Sternschnuppenfestival. Höhepunkt ist dann am 12. August. 

Der Name Perseiden kommt vom Sternbild des Perseus wo für Beobachter von der Erde der Ursprung des Sternschnuppenstromes zu liegen scheint. 

 

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