Archive for Januar, 2007

Als Kind glaubte ich,

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… daß alle Stiefmütter böse Hexen sind

… daß jüngere Geschwister nur da sind, um einen zu ärgern (das glaube ich allerdings heute immer noch)

… daß ich adoptiert bin

… an das Christkind

… daß mich die anderen Mädchen in meiner Klasse nicht mögen

… daß alle LKW aus Tirol kommen, weil hinten immer dick und fett “TIR” stand. Ich gebe es zu: das glaubte ich noch bis in die Nachpubertät!

… daß Spanien in Deutschland liegt

… daß es das Schlaraffenland wirklich gibt

… daß alle kurzhaarigen Kinder zwingend Jungs sein müssen und alle langhaarigen Kinder Mädchen

… daß ich einmal heiraten werde

… daß ich niemals Schlittschuhlaufen lernen werde

… daß “im Büro arbeiten” was ganz Tolles ist

… daß es im Internat immer lustig zugeht

… daß ich Nonne werden möchte, weil ich die Bernadette in dem Film so toll fand

… daß ich es nicht erwarten kann, erwachsen zu werden.

Dieses Stöckchen lag bei Miss Creezy herum. Hier ist ebenfalls Selbstbedienung, wer mag.

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Wer braucht schon Talent?

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Das einzige was man benötigt, um eine gute Schriftstellerin zu werden ist ganz einfach Inspiration .

Hier präsentiere ich das Ergebnis einer langen, langen, sehr langen Kreativität!

Hyazinthus Callaghan schnaufte lautstark. Wie konnte Clarissa-Michelle-Jackeline nur auf diesen Unsinn kommen? Nun kannten die beiden sich schon seit vielen Monden, doch so etwas hätte er ihr nie zugetraut.
Die Sonne schien durch die hohen Fenster des ganz in Holz getäfelten Herrenzimmers. Das blonde Haar von Clarissa-Michelle-Jackeline schimmerte beinahe unwirklich im Sonnenlicht. Tränen der Ohnmacht und der Wut stiegen in Hyazinthuss gelbe Augen.
Sein Blick ging hinaus auf den Gemüsegarten, den seine Großmutter bereits angelegt hatte.
All das sollte verloren sein? Das ganze Lebenswerk seiner Familie? Das stolze Landgut Callaghan Hall? Nur weil eine smarte Anwältin aus Winterhude sich dafür hergab, eine Motocross-Teststrecke in dieser wunderbaren unberührten Landschaft Cornwalls bauen zu wollen?

-Fortsetzung folgt-

Klasse, oder? Wir sehen uns auf der Frankfurter Buchmesse. Und auf meiner Lesereise!

Ich danke meinem Team für die wundervolle Zusammenarbeit! Ihr habt mich inspiriert und ich wäre ohne Euch nicht da, wo ich jetzt bin. Ich liebe Euch!

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Da geht Herr Federline mal arbeiten

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und dann ist es auch nicht recht. Herr Federline hat nämlich einen Werbespot für eine Versicherung gedreht. Soweit ist das ja auch in Ordnung. Ich finde den Clip auch gar nicht schlecht, er hat etwas Selbstironisches.

Allerdings protestiert die National Restaurant Association auf das Heftigste. In diesem Spot würde der Eindruck entstehen, daß ein Job in einem Fastfood-Restaurant minderwertig wäre. Das finde ich nun wiederum auch recht ironisch.

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Noch so ein peinliches F-Prominentes

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Das Olivia Jones wurde beim Pinkeln auf der Herrentoilette erwischt. Beim Stehpinkeln! Auf die Frage, warum es sich denn im Stehen erleichtern würde, lächelte es charmant und sagte “Das tue ich nur, wenn keiner zusieht!”

Man sieht, es geht immer noch einen Tick dämlicher.

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Tom Cruise ist Jesus

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Das glaubt Ihr nicht? Ist aber so. Die Führungsspitze der Scientologen hat Herrn Cruise jetzt zum Jesus der Scientology Kirche befördert. Weil er nämlich so viel Gutes im Sinne der Kirche tut und soviel darüber in der Welt erzählt. Und weil die Welt es ihm  irgendwann einmal danken wird, wenn sie so weit ist. Denn das ist sie noch nicht, deshalb wird Tom Cruise, wie Jesus damals auch, für seinen Glauben kritisiert.

Oh mein Gott!!!

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Deutschland sucht den Superdoof

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Ach, echt jetzt? Das wusste ja wirklich keiner, daß das so eine Abzocke ist! Hammer, ey!

Und hier spricht der mutige Auspacker. 

Wenn heute noch herauskommt, dass Dirk Bach schwul ist, ist mein Tag gerettet.

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Go, Naddel, go!

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Na, was sehen denn meine nachtblinden Augen heute morgen um 6 h? Frau Naddel hat es tatsächlich geschafft, sich selbst an Peinlichkeit noch zu übertreffen. “Jaha,” bleckte sie mir aus dem TV entgegen “dieses Mal bin ich im Vordergrund, nicht so wie früher bei Dieter ! Und jetzt sieht (!!!) man auch, daß ich echt singen kann!”

Ich hatte ja die zweifelhafte Ehre mir anzusehen, wie echt sie singen kann. Anschliessend musste ich wahnsinnig viel Kaffee vom Wohnzimmertisch wischen. Und gerade eben Tee von meinem Bürotisch. Ich habe mir nämlich die Hommage an sich selbst auf ihrer Website durchgelesen. Ich bin wirklich hart im Nehmen. Oder einfach nur pervers.
Ich frage mich manchmal, ob Frau Nixmerk Abr Echtnix eigentlich schon mitbekommen hat, daß sie mit Dieter Bohlen nicht mehr zusammen ist? Anders kann ich mir die Erwähnung dieses Namens in jedem, wirklich jedem, ihrer Interviews nicht erklären. Vielleicht glaubt sie, daß Dieter nur mal kurz Zigaretten holen ist?
Glück auf, Naddel! Mach noch einen Strich auf Deiner Flopliste! Die müsste mittlerweile länger sein als die Kerben an Casanovas Bettrahmen.

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Hamburg, 26. Januar 2007

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Liebe Eltern,

vom 29. bis 31. veranstalten wir die HVV-Aktionstage. In dieser Woche findet kein Unterricht statt, die Aktionstage dauern von 9 h bis 13 h. Am 29. besuchen uns Vertreter des HVV. Am 30. unternehmen die Kinder selbständig eine HVV-Rallye. Bitte geben Sie Ihrem Kind ein Handy mit. Am 1. Februar werden wir mit dem Bus abgeholt und besuchen die Betriebsstätte des HVV in Barmbek.
Am 1. Februar werden die Zeugnisse ausgegeben. An diesem Tag ist Ihr Kind nur eine Stunde in der Schule. Um welche Stunde es sich genau handelt, teilen wir Ihnen noch gesondert mit.

Der Freitag, 2. Februar 2007 ist schulfrei.
Bitte unterschreiben Sie auf dem unteren Abschnitt, daß Sie die Teilnahme an der HVV-Aktion erlauben sowie daß Sie davon Kenntnis haben, daß Ihr Kind am 01.02.07 nur eine Stunde in der Schule ist und am 02.02.07 gar nicht.
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Hamburg, 27. Januar 2007

Liebe Lehrer,

selbstverständlich erlaube ich die Teilnahme an der HVV-Aktion. Das unterschreibe ich Ihnen sogar!
Und selbstverständlich unterschreibe ich auch, daß ich Kenntnis davon habe, daß am 1. Februar 2007 nur eine Stunde Schule und der 2. Februar 2007 komplett schulfrei ist. Mein Chef hat sicherlich auch nichts dagegen, wenn ich ihm heute kurzfristig mitteile, daß ich am Donnerstag nicht arbeiten kann und am Freitag nicht werde. Soll er auch irgendwo unterschreiben?

Ich bin auch wirklich sehr dankbar dafür, daß ich diese Informationen so rechtzeitig bekommen habe, daß ich meine Arbeitszeiten den neuen Gegebenheiten dieser Woche problemlos anpassen kann.
Vielen herzlichen Dank dafür!

Bitte unterschreiben Sie auf dem unteren Abschnitt, daß Sie keinerlei Möglichkeiten hatten, die HVV-Aktionstage und die Zeugnisübergabe langfristiger zu planen, bzw. den Eltern entsprechend früher zur Kenntnis bringen konnten.

Ich habe dafür vollstes Verständnis. Weihnachten kommt für mich auch jedes Jahr total überraschend.

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Weiß eigentlich jemand,

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wie der “Tatort” gestern ausgegangen ist? Ich bin leider eingeschlafen.

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Winterschlußverkauf

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Seit damals bringe ich meiner Sprotte nur noch sehr selten spontan irgendwelche Kleidungsstücke mit. Erstens, weil sie die Sachen sowieso anprobieren muss, das Gör wächst nämlich unermüdlich, und zweitens, weil das Kind die Sachen zwar höflich anprobiert, aber dann sofort so angewidert das Gesicht verzieht, als wollte ich es zwingen, nicht panierte Kakerlaken zu essen. Das macht keinen Spass. Ihr nicht und mir auch nicht.

Was waren das noch für Zeiten, als ich die halbjährlichen Einkaufsarien selbst erledigt habe! An den kinderfreien Wochenenden bin ich in die Stadt gefahren, habe die Sachen ausgesucht und gekauft, diese dekorativ auf dem Bett ausgebreitet, mich an ihren strahlendem Blick “Alles für mich? Echt?” ergötzt und mein Muttergefühl aufblasen lassen.
Vorbei, vorbei. Dieses Mal kommt sie mit, dieses Mal darf sie mitreden, dieses Mal halte ich mich raus, dieses Mal ist sie die Bestimmerin.

Auf der Liste standen: Hosen (keine Jeans, davon hat sie genug), warme Stiefel (für den nächsten Winter, die sind ja jetzt so günstig), eine neue Winterjacke (für den nächsten Winter, die sind ja jetzt so günstig), ein paar Pullover (für den nächsten Winter, die sind ja jetzt so günstig), Stirnband (für den nächsten Winter, die sind ja jetzt so günstig), Strumpfhosen (für auch jetzt schon), T-Shirts und was uns sonst noch so über den Weg läuft (für den nächsten Winter, das ist ja jetzt alles so günstig). Ich kam mir sehr großzügig vor, das Kind sah das ebenso und freute sich auf den Einkaufsbummel.

“Mama, kann ich auch einen Rock haben?”
“Ja, klar, wenn wir einen sehen der gefällt und passt und nicht zu teuer ist!”
“Also ich habe da bei Papa einen ganz tollen Rock, den hätte ich auch gerne für zuhause”
“Und wo habt ihr ihn gekauft?”
“Im ECE in so einem Laden”
“Wir sollen extra für den Rock ins ECE fahren? Das ist doch am anderen Ende der Stadt?”
“Da gibt es noch andere Läden! Und der Rock ist soooooooooo schön!” Der Mutterherzschmelzblick wird aufgesetzt. Der zieht blöderweise immer.

Dann also ins ECE. An diesem Wochenende ist ja Herzallerliebster dabei mit Auto und er kann sich dann ins Café setzen und kurz warten, bis wir alles schnell eingekauft haben. In so einem Einkaufszentrum wird man auch nicht nass und die Wege sind kürzer als in der Stadt. Dürfte also alles nicht länger als eine Stunde dauern.

Im Einkaufszentrum angekommen will ich wissen, wo denn der Laden mit dem Rock ist. “Irgendwo da unten” ist die erschöpfende Auskunft. Da ich ein sehr organisierter Mensch bin schlage ich vor, daß wir die Läden auf dem Weg zum Rockladen abklappern um zu gucken, ob wir dort die wirklich benötigten Sachen schon bekommen. Abgelehnt. Erst der Rock. Mutterherzschmelzblick. Wir fahren also mit der Rolltreppe nach unten und suchen den Laden mit dem Rock. Nach 20 Minuten herumirren (wieso haben Einkaufszentren eigentlich mittlerweile soviele Seitenabzweigungen, die immer irgendwo unlogisch enden?) strahlt das Kind “Da ist der Laden! Da ist der Laden!”. Wir stehen vor einem H & M. Jetzt verstehe ich auch, warum wir durch die ganze Stadt gondeln mussten: es gibt nämlich nur einen einzigen H & M in ganz Hamburg. Ich gucke mein Kind streng an. Es kichert mir ein versöhnliches “Whoops!” zu.

Die Suche nach dem Rock beginnt. Besondere Merkmale: kurz und kariert mit “so Falten und so zum Wickeln”. Und finden ihn nicht. Egal welchen Ständer wir durchwühlen – es gibt diesen Rock einfach nicht! Das Kind ist verzweifelt. “Der war doch vor drei Wochen noch da!” Ich versuche ihr zu erklären, daß er wahrscheinlich ausverkauft ist, weil er so schön ist. Die Kindertränen kommen immer höher, je mehr Kleiderstangen wir durchforsten. Aber nichts, kein karierter Rock, keine Falten zum Wickeln.

Sie tut mir leid. Also schlage ich vor, die Liste nach hinten zu schieben und erst einmal zu gucken, ob es irgendwo anders einen Rock gibt, der ihr gefällt. Wir gehen los.
So ein Einkaufszentrum hat wirklich unglaublich viele Läden. Vor allem so kleine. Mit so begrenzter Auswahl. Und so ein Einkaufszentrum hat unglaublich viele Rolltreppen. Und Seitengänge. Wir gehen in jeden einzelnen Laden der aussieht, als wenn man dort einen Rock bekommen könnte. Einen karierten, mit Falten und zum Wickeln. Nirgendwo gibt es so einen Rock. Und die Röcke, die es gibt, gefallen nicht. “Zu lang, zu kurz, zu einfarbig, zu bunt, zu doof, zu spiessig, zu weit, zu eng, zu irgendwas!”.
Eine Stunde später weiss ich über die kommende Rockmode besser Bescheid als Karl Lagerfeld. Zwei Stunden später bin ich müde. Eine halbe Stunde danach bin ich genervt. Nach der dritten Runde finden wir endlich einen Rock in einem Laden, in dem wir bereits zwei Mal waren, den wir aber nicht gesehen haben, weil er zwischen den Hosen hing: er hat die richtige Länge, eine annehmbare Farbe, zwei Falten, passt und ist auch schön heruntergesetzt. Obwohl ich in diesem Augenblick wahrscheinlich auch ein Designerteil für einen dreistelligen Betrag gekauft hätte. Der Rock wird erworben und das Kind ist glücklich. Was will man mehr? Ach so, ja: endlich die notwendigen Sachen besorgen, die auf der Liste stehen! Und Herzallerliebsten endlich im Café auslösen!

“Neiiiiin!!!” wird empört protestiert, “ich habe doch kein passendes Oberteil zu dem Rock! Und keine passende Strumpfhose auch nicht! Sonst kann ich den doch gar nicht anziehen!”. Das sehe ich natürlich ein. Ich bin auch viel zu erschöpft, um zu widersprechen. Also geht es in die vierte Runde. Und weil wir schon dabei sind, das Kind hübsch zu machen, gibt es gleich noch zwei Kleider, bunte Strumpfhosen, ein paar Stulpen, zwei Haarbänder und eine Handtasche. Danach bin ich total fertig und habe keine Lust mehr auf Listen oder Läden. Wir gehen also vollbepackt und mit einem glücklichen Kind zum Auto und freuen uns auf zuhause.

“Mama?”
“Ja?”
“Sag mal, es ist doch noch soooo früh und H&M gibt es doch auch in der Stadt, oder????”

Sprich nicht weiter, Kind! Sprich nicht weiter!!!!!

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