Archive for Oktober, 2007

Jaja, ungerechte Welt!

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[Hier gefunden]

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Drei Gespenster …

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… werden morgen am späten Nachmittag Winterhude unsicher machen. Anna, Franziska und Sam haben sich zur Verübung einer Straftat (Nötigung unter Androhung von Sachbeschädigung) verabredet. Da man aber jetzt schon gross ist, kann man natürlich nicht mehr mit dem kindischen “Süsses oder Saures” ankommen, nein, da muss schon etwas Besseres her. Heute nachmittag hat sich also Frau Sprotte hingesetzt und drei Halloweengedichtssprüche verfasst und möchte nun wissen, welcher davon den meisten Naschkram einbringen wird:

1.

Wir sind kleine Gespensterlein

nun packt uns was zum Naschen ein!

Fürchten werd’ ich mich,

gebt ihr mir Obst und Gemüse mit!

2.

Ich bin eine Fledermaus

und schwebe von Haus zu Haus!

Ich will naschen!

Und steck’ was in meine Taschen!

3.

Vampire fliegen wild umher,

Hexen dagegen haben mehr Verkehr.

Die Hex’ Lakritz

die steckt mit Fritz

im Hexkongress

fest.

Geben Sie uns was zum Naschen,

bringen wir ihr volle Taschen!

Ach, bitte, kommen Sie mit,

denn der Hexenkongress ist der Hit!

Ich tendiere ja zu 1, 2 und 3!

P.S.: Er ist ja ganz offensichtlich ein ganz grosser Fan von Halloween. Seine Adresse schreibe ich ganz oben auf die Unbedingtvorbeigehliste!

[Bild: Dieter Kreikemeier via Pixelio]

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Tach, ich bin es. Waldi.

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Eigentlich wollte ich von meinen unglaublich spannenden Tagen und Nächten berichten, aber leider, leider habe ich keine Zeit. Ich bin wahnsinnig im Stress! Ich muss schnüffeln und hecheln und schnüffeln und hecheln und vor allem total viel schnüffeln und total viel hecheln! Besonders anspruchsvoll ist auch das Ampoporiechen. Mann, das macht mich immer total fertig wenn ich feststelle, wieviele Schnauzen da vorher schon dran waren. Ich bin doch so sensibel! Immer dieses drübermarkieren!

Anstrengend ist auch die Arbeit mit dem Reviermarkieren. Hallo? Ich kann doch nicht überall sein? Aber trotzdem wird das von mir erwartet. Waldi muss immer Nummer Eins sein, Waldi muss immer vorne liegen, Waldi-Waldi-Waldi! Ich höre diese Rufe ständig! Ich kann es bald echt nicht mehr hören! Ich meine, natürlich höre ich diese Rufe nicht wirklich, aber ich weiss ja, was von mir erwartet wird. Also höre ich präventiv. Das ist sowohl Kunst als auch Stress ohne Ende! Jaja, die Luft ist dünn auf dem Olymp!

So, ich wollte nur mal kurz Bescheid sagen, dass ich eigentlich keine Zeit … hmmm … ich schnüffele da schon wieder etwas … hmmm … jahaaa … da muss ich sofort hin!

[Bild Ulla Trampert via Pixelio]

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Voll korrekt, ey!

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Jetzt müsste man nur noch genau wissen, was man konkret “in der Flora” machen darf, um in diesem Gebüsch kostenlos parken zu dürfen ohne Gefahr zu laufen, daß einem der Kapitalistenschlitten (eventuell) unterm Hintern angezündet wird. Weiterhin würde mich auch noch interessieren, ob “die Flora” überhaupt weiss, daß sie für einen (eventuellen) Nichtfrauenparkplatz verhökert wird.

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Die grosse Bleiche

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Heute nachmittag spazieren wir nach einem Besuch bei einer Freundin und Kollegin die Große Bleichen in Richtung Jungfernstieg, als ich plötzlich auf der gegenüber liegenden Strassenseite zwei Darth Vaders sehe, die vor einer Buchhandlung herumlungern. Ganz unauffällig in schwarz gekleidet und nur unwesentlich durch ihre unauffälligen Handbewegungen als seltsam einzuschätzen. Normale Bleichen- und Wallbesucher zeichnen sich nämlich durch absolute unauffällige Auffälligkeit aus und in dieser Saison sowieso durch Brauntöne und unauffällig-auffälligen Pelz- bzw. Lederbesatz aus. Und durch Kleindemonstrationen, die sie vor den Läden naserümpfend ignorieren, aber doch echt eklig finden. Und deshalb wird auch Polizeischutz für 20 Bannerhalter angefordert. Wenn man schon nicht das Geld hat, Geschäfte für den Eigenbedarf schliessen lassen zu können, dann tut es auch ein kleiner Polizeieinsatz wegen .. ja, wegen, wegen was? Egal. Die PETA-Glaubwürdigkeit scheint wohl wieder aus zu sein.
Dann erst sah ich die Pappen, die sich diese Ungebleichten umgehängt hatten und ich war natürlich entsetzt! Schliesslich hatte ich Frau Potter dabei, die sicherlich nicht nach bereits 52 Witwe werden wollte! Und ich sehe sie auch nicht gerne leiden. Ich zog ihr natürlich sofort die Mütze über die Augen und versuchte sie abzulenken, indem ich ihr eine Atelierbox von Faber Castell versprach, die im Schaufenster auf unserer Strassenseite zu sehen war. Für “nur” noch € 299,–. Jaja, ich weiss – Mütze und Augen und Ende des Monats, aber trotzdem! Ich hätte zumindest so getan, als würde ich ihr das schenken wollen. Aber es war zu spät, sie hatte die Vaders schon gesehen, zog sich ihre Mütze wieder hoch und zerrte an meiner Hand “Los, hier ist keine Ampel aber ich will da rüber!”

Darüber angekommen, baut sich Frau Potter vor den beiden Vaders auf und spricht: “Ihr lügt! Harry Potter stirbt nämlich überhaupt nicht, weil ich das genau weiss! Ich war bei der Harry-Potter-Nacht nämlich dabei und” – sie zückt, zum Beweis, ihren nagelneuen HarryPotterNachtwarechtdabeiButton- “ich habe den letzten Satz gelesen!” Die beiden Vaders sind (un)sichtlich amüsiert. “Und? Was stand da?” fragt einer der Vaders. Frau Potter antwortet: “Lest es doch selbst, aber verbreitet keine Lügen!”

Genau, verbreitet keine Lügen!

P.S.: Für ein gemeinsames Foto stand Frau Potter bedauerlicherweise nicht zur Verfügung.

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Die lange Harry Potter Nacht

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Gestern war es endlich soweit: die lange Harry Potter Nacht stand an. Seit Wochen heiss ersehnt und lang erwartet. Die Eintrittskarten für die Vorparty hingen seit Wochen am Kühlschrank, täglich wurde nachgesehen, ob sie nicht aus Versehen weggezaubert worden sind. Das Passwort wurde auf unzählige Zettel geschrieben und auf Türen, Fenstern, Schränken geklebt (”Seidenschnabel” ist wirklich ein schwieriges Wort, das kann man sich unmöglich merken, stimmt) und gestern morgen fiel Fräulein Sprotte vor Aufregung von einer Ohnmacht in die nächste. Es war nämlich alles sehr kompliziert: Mama war zwar so lieb und hatte das Buch bereits vor Wochen in der Stammbuchhandlung bezahlt, allerdings war Mama so blöd nicht zu merken, daß die “richtige” Vorparty in der Zweitstammbuchhandlung stattfand. Also musste alles genau geplant werden: um wieviel Uhr man in der Zweitstammbuchhandlung zur Party erwartet wurde und um wieviel Uhr man diese verlassen musste, um dann pünktlich um 23.59 h in der Stammbuchhandlung einzutreffen. Nach ein paar Probeläufen von A nach B (mit Fahrrad, zu Fuß, mit Skates, unter mütterlichem Protest) stand fest: um exakt 23.53 h muss die Party verlassen werden, damit man auf der sicheren Seite und pünktlich ist.

Während Frau Sprotte die Kleiderschränke nach magischen Klamotten durchforstete und lautstark über Zauberfrisuren und Accessoires nachdachte (”Meinst du, es sieht doof aus, wenn ich die Schachfiguren auf die Jacke nähe?” “Kannst du mir noch die Haare locken?” “Wo ist mein Emma-Watson-Haarband?”), sass ich auf dem Sofa und malte mir mit Schrecken aus, wie wohl die Vorbereitungen vor Besuch eines Konzertes ihrer Lieblingsband aussehen würde. Und wer diese Band wohl sein würde. Und ob es bis dahin Antischwärmpillen geben würde. Und ob ich das wohl so lange hinziehen kann, bis ich sowieso im Rollstuhl sitze und dann einen Sitzplatz bekommen werde. Ganz vorne. Oder lieber doch ganz hinten.

Während ich noch so nachdachte, klingelte das Telefon. Der Sprottenpapa. Wegen der Harry Potter Nacht. Ob ich was dagegen hätte, wenn er mit ihr …

Natürlich war ich völlig geknickt, daß ich diesen Abend alleine vor dem Fernseher verbringen sollte. Alleine bei der Vorstellung, daß ich es mir mit Tee, Kerzen, Kissen und dicken Socken gemütlich machen sollte, musste ich weinen! Aber natürlich gab ich nach. Als Mutter ist man es ja gewohnt zum Wohl der Vater-Kind-Beziehung, und überhaupt, zurückzustecken. Ich schluckte tapfer meine Tränen herunter, setzte den Wasserkessel auf und wartete, bis die beiden gegen 0.30 h nach Hause kamen.

P.S.: Das Kind ist jetzt stolze Besitzerin eines selbst gebastelten magischen Leuchtkörpers, einer Tüte Zaubersüssigkeiten, eines Lesezeichens, eines Türschildes (”Nicht stören, ich lese gerade Harry Potter!”), vielen neuen magischen Spielen (z.B. Gummispinnen auf dem Boden mit verbundenen Augen erfüsseln), einer leichten Zauberkuchenmagenverstimmung und natürlich des Buches, das sie schon bis Seite 52 gelesen hat. Das wird bestimmt ein ruhiges Wochenende.

Paximus Casaritus! Oder so.

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Egal,

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ob diese Geschichte, wahr oder unwahr ist, ob nur ein Teil stimmt oder gar nichts davon: es könnte sich in der Tat so abgespielt haben. Eine schrecklich amüsante Vorstellung, im wahrsten Sinne des Wortes!
Erfüllt “chronische Dummschwafelmerkbefreitheit ohne Schmerzgrenze” unter Umständen den Tatbestand der Nötigung? Dann gehe ich gleich Montag zum Anwalt.

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Für meinen Lieblingspsycho

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Du stehst doch so wahnsinnig auf bereits Gegessenes! Lass’ es Dir (mal wieder) schmecken!

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Ich hatte einen Traum …

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… und der war so schön!

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Wie hat er das nur gemacht?

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