Es wird zurückgeraucht!
Posted by zoee on 05 Jan 2008 | Tagged as: Aktuelles & News

Rauchverbot in Hamburg. Na und?
Dann treffen wir uns halt ab sofort beim Wiener Tittler im hippen Vereinsheim und qualmen uns ganz genehmigt in szeneresker Umgebung die Lunge zu. Nur von Sonntag bis Dienstag bräuchten wir noch ein adäquates Raucherzimmer.
Das Rauchverbot ist der größte Schwachsinn! Und das sage ich als passionierter Nichtraucher. Allein die Umsatzeinbußen, die in der Gastronomie entstehen werden und die damit auch etliche Firmen, die von der Gastronomie abhängig sind, treffen werden, lassen das Rauchverbot unsinnig erscheinen.
vor allem wenn man bedenkt, dass es in hamburg ganz offiziell kaum bis keine kontrollen geben wird. die behörde verlässt sich darauf, dass nichtrauchende gäste die straffälligen raucher selbst bei der polizei denunzieren. die kann dann vorbeikommen und die raucher erwarnen und dem kneipier ein bussgeld verordnen.die haben ja sonst nichts zu tun. und schlupflöcher gibt es ja genug.
auf der anderen seite sehe ich an allen strassenecken und vor fast allen lokalen einsame bistrotische mit aschenbecher, cafétische mit aschenbecher und frierende vorlokalitätenraucher. oder die berühmten heizpilze. auch vor den geschäften stehen die angestellten mit zigaretten.
naja, die stadtreinigung wird es freuen.
in öffentlichen gebäuden, flugzeugen und der bahn mag das ja zumutbar sein – aber in der gastronomie ist das einfach lächerlich.
rauchen ist ungesund, soviel ist natürlich klar und der schutz der nichtraucher darf auch nicht unterbewertet werden, ganz im gegenteil. die aggressionen zwischen den beiden parteien zu schüren ist aber ebenfalls nicht gesund! ich glaube auch nicht, dass viele raucher jetzt aufhören werden, das krankenkassenargument greift hier wohl auch kaum. sie werden eben woanders rauchen.
Welche Umsatzeinbußen? 75% der Hamburger, und 80% der Touristen sind NR! Da entstehen die Einbußen wohl eher dadurch das rauchen erlaubt ist!
“uf der anderen seite sehe ich an allen strassenecken und vor fast allen lokalen einsame bistrotische mit aschenbecher, cafétische mit aschenbecher und frierende vorlokalitätenraucher.”
Wo in Hamburg das rauchen verboten ist, sind die Lokale/Kneipen rappevoll, davor nur ab und zu mal ein, zwei Raucher. Das zeigt doch dass das rauchen unerwünscht ist, und die Nachfrage nahc dem rauchen sehr gering ist.
Rauch braucht auch die Gastronomie nicht, jeder Raucher kann doch kurz rausgehen. Und ob Frau Wittler mit ihrem komischen Verein überhaupt überleben kann, wird sich noch zeigen. Ich für meinen Teil würde nicht mal als Raucher einem Verein betreten nur weil ich drinnen rauchen kann. Dann geh ich doch lieber auf Kiez oder Schanze, kann dort in jede Kneipe, und muss nix unterschreiben!
Die prozentualen Anteile bei den Hamburgern und den Touristen sind uninteressant. Wichtiger ist der Anteil der rauchenden Gäste am Umsatz der vielen, kleinen Eckkneipen o.ä.
Natürlich wird die ‘Ess-Gastronomie’ nicht so sehr von einem Rauchverbot betroffen sein, da dort höchstens auf die ‘Dessert-Zigarette’ verzichtet werden muss.
Jetzt stell’ Dir aber mal vor, Du möchtest Dich mit ein paar Freunden in einer Kneipe treffen, um ein gemütliches Feierabend-Bier zu trinken. Ein Teil sind Raucher, ein anderer Nichtraucher. Wie gemütlich wird so ein Abend wohl ablaufen, wenn alle zwanzig Minuten ein bis alle Raucher vor die Tür rennen müssen, um dort ihre Nikotinsucht zu stillen?!? – Richtig, es wird verdammt zerfahren und ungemütlich. Aus diesem Grunde werden sich solche gemischten Gruppen in Zukunft lieber privat treffen und aus den Kneipen fernbleiben. Ganz zu Schweigen von den älteren Herren am Tresen, die man gemeinhin als Stammgäste bezeichnet. Ich behaupte mal ganz frech, dass es ich bei denen auch weitestgehend um Raucher handelt.
Ich könnte seitenweise Gründe liefern, warum ein Rauchverbot schädlich für die Gastronomie ist, aber das gehört hier nicht hin.
nur ganz wenige raucher werden plötzlich aufhören in kneipen zu gehen. hingegen werden wohl mit sicherheit mehr kneipenmuffel jetzt doch mal ausgehen. umsatzeinbußen wirds meiner meinung nach also nicht geben. und das das so ist, zeigt auch das rauchverbot in italien.
haben sie das kleingedruckte in der vereinsregelung gelesen? 6 euro eintrittsbeitrag plus 5 euro jahresbeitrag.
mal schnell umgerechnet sind das gut und gern 3 packungen billigzippen von aldi!
etwas zu teuer für einen verein mit ausgesprochen fragwürdigem einrichtungsstil!
ich sag nur “rosa riesin”, hallo?
ich rauche lieber gemütlich im auto, da kann man sich 3-4 ansehnliche passanten dazuladen und eine spontanfete starten.
not macht erfinderisch.
Also ganz unsinnig finde ich ein Nichtraucher-Schutz im Lokal nun nicht, und ich bin beileibe kein militanter Nichtraucher. Aber wenn ich zur Mittagszeit im einzigen Lokal, welches ich auch ohne Auto erreich, von 3 Nebentischen zugequarzt werd und die sich einen DRECK darum scheren, ob irgendjemand gerade essen will, dann wünsch ich mir solch einen Schutz.
Gerade die Länder, die das ausprobiert haben (Irland z.B.) zeigen, dass es eben NICHT automatisch Umsatz-Einbußen für die Gasthäuser bedeuten muss. Für den Abend mag es anders aussehen, man will ja wenn man in einer Skat-Runde sitzt, nicht dauernd in den Regen raus um zu rauchen. Aber in der Mittagspause ärgert mich das Rauchen an allen Nebentischen doch sehr.
Ist nur meine Meinung, ich schreie sicher nicht nach neuen Verbotsgesetzen, meinswegen muss es auch nicht kommen – trag ich mein Geld halt nicht zum Wirten, auch wurscht. Aber dem “totaler Quatsch, bringt gar nichts!” hier kann ich mich nicht anschliessen.
wie herr schmidt schon gesagt hat: es wird mit sicherheit in erster linie die eckkneipen mit stammgästen treffen. in vielen restaurants gibt es ja schon seit jahren den “nichtraucherbereich”. der schützt zwar nicht vorm passivrauchen, aber immerhin wird man dem rauch nicht direkt ausgesetzt.
das beispiel “in italien klappt das ja auch” greift nicht ganz. ich war vergangenen februar/märz in norditalien und da hat mich das rauchverbot überhaupt nicht gestört. man konnte aber auch am abend mit einer dicken jacke bereits draussen sitzen, viele restaurants hatten sogar die terrasse komplett eingedeckt. das klima ist eben anders.
man gewöhnt sich an alles und wird sich auch hieran gewöhnen. der rest bleibt erst einmal abzuwarten.
und was die rosa riesin betrifft: ein riesenbuhei wurde darum gemacht, um die “freiheit für raucher” gekämpft, immer schön mit dem gesicht grossflächig in der zeitung. im übrigen kann man nur mitglied werden, wenn man von einem bereitsmitglied “empfohlen” wird. ansonsten musst du wohl betteln. weiterhin dürfen sich ausschliesslich mitglieder langfristig im “vereinsheim” aufhalten. aber man darf durchaus mal kurz reingucken, um seinen mitgliedsantrag abzugeben – und ein oder zwei bierchen zu trinken. da ist man nicht so.
das ist anscheinend nicht so diskriminierend, wie ein rauchverbot. und von den mitgliedsbeiträgen wird dann ein türsteher bezahlt, der die ausweise kontrolliert?
ich steige lieber zu frau echse ins auto.
Hallo, werte frau z.,
noch ein gesundes Neues Jahr wünsch ich von Herzen, auch an alle Mitlesenden hier!
Also – ich oute mich:
Ich freu mich wie ein Schnitzel – wie das sich nun auch immer freuen mag – über das Rauchverbot!
Endlich riecht es in einem Cafe nach Kaffee und nicht mehr nach Qualm und wie truetigger schrieb, ich kann endlich ohne qualmigen Beigeschmack in Ruhe essen.
Freilich – es ist nicht alles golden, was glänzt, aber grad so ein Raucherargument, dass deren persönliche Freiheit eingeschränkt würde mit diesem Rauchverbot, darüber kann ich nur gackern.
Mir ist allerdings schon bewusst, dass Discotheken künftig wie Turnhallen riechen werden und die künftigen Raucherwanderungen vor die Tür werde ich mit Sicherheit auch voll ungemütlich empfinden und ich seh mich schon das ein oder andere Mal bei den Rauchern draußen stehen.
Und nun ontopic:
Wenn sich nun Raucher gezwungen sehen, solch “Scenze-Clubs” beizutreten, tun sie mir fast leid…
Hallo, Zoee,
hiermit oute ich mich als toleranter Raucher, der diese Toleranz aber auch von Nichtrauchern erwartet. Z.B.: Klat, dass in Gegenwart von Kindern und Nichtrauchern oder im Restaurant nicht geraucht wird, bzw, erstmal höflich gefragt, ob es stört. 2. Nicht klar für mich, dass es tatsächlich Leute gibt, die der Ansicht sind, dass in einer kleinen – mehr oder weniger gemütlichen – Eckkneipe, deren Großteil der (Stamm)gäste raucht, eben nicht geraucht werden darf. Wenn ich in solche Kneipe gehe, weiß ich doch, was mich erwartet und gehe eben nicht ‘rein, oder?
Lachen muss ich auch immer, wenn meine Schwägerin (Nichtraucherin der militantesten Art) bei uns beiden starken Rauchern in der Wohnung ist und wie festgeklebt bis in die frühen Morgenstunden bleibt, obwohl uns fast schon die Augen zuklappen. Wieso geht das denn? Unsere übrigen Freunde sind fast alle auch Raucher, nehmen auf die anderen jedoch natürlich Rücksicht – es gab da noch nie Streit: Wir machen demnächst folgendes Schild an die Wohnungstür: Dies ist eine Raucherwohnung – tolerante Nicht- raucher sind willkommen!
In diesem Sinn
[...] Zoee plante den Hamburger Rauchverbot durch eine Verlagerung in Wiens szeneske Kneipen zu entgehen [...]