
und ich bin eine emotionale Esssehnsüchtige. Jeden Morgen küsse ich die Spitze meines Frühstückseis, den Kaffee lobe ich immer ausgiebig für seine schöne braune Farbe und was ich mit dem Brötchen mache, mag ich gar nicht erzählen. Ich bin noch nicht so weit.
Den ganzen Tag geht das so: ich sehne mich total nach Essen und dann bin ich so emotional, dass ich es kaum über’s Herz bringe, es zu essen, ohne in Tränen auszubrechen. Aber da ist ja noch dieser permanente Hunger, also schmeichle ich dem Essen, gucke es verlogen liebevoll und bewundernd an und stopfe es mir dann mit einem total schlechten Gewissen in den Mund. Ganz schnell, damit es nicht so leiden muss.
Dieses Randgruppendasein macht mich völlig fertig und dann muss ich immer ganz schrecklich weinen. Und das zusammen mit der Sehnsucht und dem Hunger und der Emotionalität – das ist doch kein Leben!
Ich bin total froh, dass es jetzt diesen Workshop für so Leute wie mich gibt und ich freue mich schon riesig darauf, viele Mitesser kennen zu lernen! Ich bin sicher, ich bin dann ganz bald geheilt und gesund!
Oh, da ist eine Currywurst! Feines Würstchen, braves Würstchen, du hast vielleicht schöne Scheibchen, ah und so schön rote Soße …
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