Archive for Mai, 2008

Ich spüre es und zwar ganz genau!

Ich bin anscheinend in einem ganz problematischen Alter. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich müsste ganz dringend viele Unterröcke und Blümchenkleider tragen. Ich sehne mich nach einer weissen Spitzenhaube, Wollstrümpfen mit entsprechenden Haltern und Holzschuhen. Ich möchte ganz dringend unbeschwert über ein Maisfeld laufen und dabei vollkommen losgelöst debil grinsen, weil mich die Natur so wahnsinnig entzückt. Ich möchte Brot backen, einem Pflüger zusehen und abends aus einem Holzteller Haferschleim löffeln. Zusammen mit meinem Mann, immer mit schicken Hosenträgern, und meinen 6 Kindern. Und ich möchte ganz unbedingt einen Pferdetrog haben!

Ich weiss nicht, was mit mir los ist. Ich hoffe, es ist kein Hutgesicht!

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Es gehört schon ein gewisses Talent dazu,

einen vollen Müllbeutel genau so über einer Mülltonne fallen zu lassen, dass er auf den Rand selbiger aufschlägt, aufplatzt und sich exakt die Hälfte seines Inhalts auf den Bürgersteig verteilt. Ich muss jetzt nichts von Joghurtbechern, Obst- und Gemüseschalen und weiteren leckeren Konsistenzen erzählen, die man total mühelos mit dem Sandalenabsatz unter den Teppich schieben kann.  Wenn denn einer vorhanden gewesen wäre. So mitten auf der Strasse.

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DadaTingDadada

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Wenn Prinzessinnen erwachsen werden …

… sollte man es vorher sein.

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Wir sind überrascht und hoch erfreut!

Die Veranstaltung hat mehr Interesse erzeugt, als wir zu hoffen gewagt haben. Die Anmeldezahl in den Kommentaren ist jetzt dreistellig und es wird und wird nicht weniger! Leider haben wir nur begrenzt Platz und wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht schwer gemacht! Die Blogger, die an diesem hochkarätigen Event teilnehmen können, wurden bereits per E-Mail und/oder SMS benachrichtigt. Bitte das Code-Wort für den Einlass nicht vergessen! Die, die leider keine Zulassung erhalten haben – bitte nicht böse sein! Das nächste Mal klappt es bestimmt!

Selbstverständlich sind auch Zuschauer willkommen! Wir werden eine Großbildleinwand auf die Strasse montieren und ein paar Biergarnituren aufstellen. Bitte das Eintrittsgeld von € 5,– passend mitbringen! Leider können wir für unsere Besucher kein extra Catering anbieten, es ist doch alles recht kurzfristig. Aber es gibt einen Penny an der Ecke oder man bringt sich einfach selbst ein paar Stullen mit.

Die Programmpunkte:

TOP 1:  Zwanglose Begrüssung (moderiert)

TOP 2:  Ehrung der Blogleichen

TOP 3:  Offene Diskussion über Tiegs und Tags

TOP 4:  Snackpause

TOP 5:  Vorstellung der neuesten Bloggerhymnen (Überraschungsgäste!)

TOP 6:  Geheime Abstimmung

TOP 7:  Live-Übertragung der gewählten Bloggerhymne (Ort wird noch geheim gehalten!)

TOP 8:  Offizielle Verabschiedung (moderiert)

TOP 9:  Zwangloses Beisammensein

TOP 10: Gemeinsames Aufräumen

Wir freuen uns auf Euch!

Edit:

“Fair Blogtreffing”: Ich möchte darauf hinweisen, dass uns durch diese Veranstaltung bereits im Vorfeld erhebliche Unkosten entstanden sind. Bitte deshalb rechtzeitig absagen, damit jemand nachrücken kann!

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Strassenleben

Ich war total kurz davor, mich dort anzumelden, da brachte mich folgendes Schild im Schaufenster echt, also total echt, zum Nachdenken:

Eine “urchristliche” Begegnung macht mir mächtig Angst. Das ging schon immer nur zum Nachteil der Christen aus, diese urigen Begegnungen.

Dass Jesus kein Kirchgänger war, weiss ich auch. Schliesslich hat Petrus die Kirche gegründet. Da war Jesus schon tot.  Die kosmische Lebenshilfe sieht das sicherlich anders. Da geht es bestimmt um Inhterpretationen. Damit habe ich es ja ganz genau.

“Zwanglos Gott erleben” ist mir auch suspekt. Wenn man erst einmal im Vorfeld bestätigen muss, dass kein Zwang hinter etwas steht, ist der Zwang sich zu etwas bekennen zu müssen absolut existent. Das ist ähnlich zwanghaft verlogen wie ein Satz, der mit “Wenn ich ehrlich bin blablabla” beginnt und zwangsläufig mit einer Lüge endet. Ist man ehrlich, muss man keine Selbstbestätigung betreiben um den Schaden, den man sowieso verursachen wird, in selbstgesteckte Grenzen versuchen zu stecken, zu vermeiden.  Dann kann man sich auch in einen Maulwurfshügell einkaufen und das äusserst billig.

Ich bleibe einfach ein gottloser Mensch. Unangemeldet.

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Die Müdigkeit der Jugend von heute

Das Kind kommt nach drei Abstinenztagen nach Hause. Komplett gestresst. Als Veranstaltungstochter musste sie am Freitag nachmittag mit mir die gesamte Hafengeburtstagsmeile ablaufen, am Samstag -beim Papa-Wochenende- noch einmal, inklusive Hubschrauberrundflug, Sonntag dann noch in den Centerpark bei Bispingen und heute noch zusätzlich den ganzen Tag bei einer Freundin verbringen. Ich verstehe das. So ein Leben ist wirklich sehr anstrengend.

Nach einer gewissen Frist für die Rekonvaleszenz frage ich schüchtern nach: “Könntest du mal bitte den Katzenmüll rausbringen? Sind ja die Würste von deinen Katzen!”

“Oh, nöööööööö, ich komme gerade nach Hause und schon muss ich was tun?”, blökt es mir vom Sofa entgegen. “Und störe mich mich jetzt nicht, bitte, ich telefoniere” – mit der Freundin, bei dir sie den ganzen Tag verbracht hat.

Plötzlich schreit es aus dem Kinderzimmer “NEIIIIIIIIIIIIIIIIN!” – sie hat die CD bei ihrer Freundin vergessen, die ihr Papa für sie aufgenommen hat. Irgend etwas mit i-tunes, das ich sowieso nicht verstehe.

“Mama, ich skate mal kurz zu Franzi, um die CD zu holen! Bis der Bus kommt, dauert es sowieso zu lange! Tschühüsss, bis gleich!”

Die Mülltonne ist vor der Tür, Franzi wohnt 3 Bushaltestellen entfernt von hier.

Das Einzige, was das Kind vor einer wirklich schlimmen Strafe schützt ist die Tatsache, dass sie meinen Wunsch, keinen Muttertag zu feiern, respektiert. Ganz uneigennützig.

Und deshalb wird sie jetzt mit mir zu Planten un Blomen gehen und die Wasserspiele ansehen. Mit dem “Bolero” als Musikuntermalung. Strafe muss sein!

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Das Tolle an Weihnachtskarten ist,

dass sie so herrlich unsaisonal sind. Man kann sie im Prinzip das ganze Jahr über verschicken! Ich bin sicher, darüber würden sich ganz, ganz viele Menschen freuen! Vor allem, wenn man auf diese Weihnachtskarten total lustige Sprüche schreibt, wie z.B.:

“Christkind Christkind, guter Gast. Hast du mir was mitgebracht?
Hast du was, dann setz dich nieder, hast du nichts, dann geh gleich wieder!”

Darüber würden sich bestimmt noch viel mehr Menschen freuen!

Ach ja, Weihnachten ist und bleibt eben das Fest der Nächstenliebe und Freudespender! Das sollte man nicht auf einen einzigen Tag reduzieren.

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Flohmarktsaison

Endlich wieder bei Sonnenschein stöbern, herumbummeln, in Entsetzens- und Entzückensschreie ausbrechen, unnützes Zeug kaufen, noch unnützeres Zeug essen, schlechte Musik hören und sie gut finden und selbst einen Stand machen. Wo man unnützes Zeug verkaufen, unnützes Zeug essen, schlechte Musik hören und sie gut finden kann und auch darf. Flohmarkt ist einfach eine Ausnahmesituation.

Es empfiehlt sich allerdings, immer ein Kind mit dabeizuhaben, das man auf einer Decke neben dem Tapeziertisch putzig-arm positionieren kann. Erfahrungsgemäss hat das Kind nämlich bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnung (als wenn es so etwas auf Flohmärkten überhaupt gibt) seinen halben Spielrat verkauft. Der Niedlichkeitsfaktor eben. Sobald die Kinderdecke Lücken aufweist, kann man diese mit dem eigenen unnützen Zeug auffüllen, das man selbst nicht verkauft bekommt, weil man eben nicht putzig, arm oder niedlich aussieht.

Darüberhinaus empfiehlt es sich, dem Kind ein paar Tricks mit auf die Decke zu geben: “Der Kaffeewärmer geht nicht unter zweifünfzig weg, hörst du? Wenn jemand handeln möchte, guckst du ganz freundlich und sagst, dass du für deine Klassenreise sparst. Oder deine Einnahmen einem SOS-Kinderdorf spenden möchtest. Oder dem Tierschutzverein. Alles klar?” Alles klar! Das Kind lügt, mit hochoffizieller Muttererlaubnis, wie gedruckt. Ich fühle mich auch nur ein bisschen schlecht und nehme mir vor, 10 % zu spenden. In die Kaffeekasse. Und zwar in meine eigene. Schliesslich stehe ich ja nicht zu meinem Vergnügen stundenlang herum.

Alles läuft wie geplant. Der Kaffeewärmer geht für zweifünfzig weg und auch die hässliche Blechfigur sowie allerlei anderer Kram wie schlechte Filme oder Fips-Asmussen-Kassetten oder  Klimperschmuck finden  wohlwollende Abnehmer.

Allerdings empfiehlt es sich auch, dem Kind die Regel “für Mama arbeitest Du umsonst, schliesslich ist sie 12 Stunden mit Dir in den Wehen gelegen!” zu erklären. Und zwar, bevor das Kind Geld einnimmt. Sonst kann es einem passieren, dass man bei der Endabrechnung zu hören bekommt: “Nö, von meinem Geld gehört Dir doch nichts! Das lag ja schliesslich alles auf meiner Decke und ich habe die Arbeit damit gehabt!”

Ich weiss nicht, von wem sie das hat.

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Hach ja!

Wenn es doch immer nur so anspruchsvolle Musik geben würde. Die Welt wäre so viel friedativer. Intuitiver. Medidativer. Harmonativer. Ungewaltatativer. Intelligentativer. Und vor allem: viel, viel schönitativer!

Also lehnt Euch zurück und geniesst diese Qualitätszeit. Sie macht einen besserativeren Menschen aus Euch! Bestimmtativer!

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