Archive for Juli, 2008

外语

正确地那是什么我想说!

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Leben auf einem Gebet

Das Kind war eine Woche bei ihrer Grossmutter und wurde grosszügig bedacht. Sie durfte sich Lieder für ihren ipod herunterladen. Ohne Ende. Finde ich gut. Man kann ja nicht früh genug mit der Musikerziehung anfangen.

Heute ist ihr erster Tag wieder zuhause und selbstverständlich will sie mir ihre neuen Hörschmücken vorspielen. Wir sind gerade zusammen in der Küche zugange und plötzlich dröhnt mir Bon Jovi um die Ohren. Das Kind guckt mich an, wippt und singt mit. Ganz stolz. Ich gucke das Kind an, wippe mit und singe noch viel lauter mit. Ganz stolz. “Living on a prayer” ist ja schliesslich Standard. Das kennt man, da weiss man einfach Bescheid. Und: Jon Bon Jovi war einfach mal ein total kühler Typ mit seinen langen Locken. Dass er die im Alter abgeschnitten hat, machte ihn noch viel kühler – man wurde ja auch mitälter.

Sie guckt mich etwas seltsam an, dreht die Musik leiser und fragt: “Sag’ mal, wie alt ist der Sänger von Bon Jovi eigentlich?”
Ich wippe immer noch mit, während ich die Zwiebeln im Takt schneide und lächele: “Och, der ist ungefähr so alt wie ich. Vielleicht ein bisschen älter. Ist auch schon ganz lange verheiratet und hat Kinder!”

Plötzlich geht die Musik aus, sie wechselt wortlos die CD und “Everytime” von Cascada dröhnt mir um die Ohren. In diesem Moment habe ich darauf verzichtet, ihr etwas über Mike Oldfield und Maggie Reilly zu erzählen.

Aber ich wette, spätestens wenn sie die neue Single von Cyndi Lauper hört, wird sie das Alter nicht mehr so verachten.
Oder dann erst recht.

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Männer wollen belogen werden

Ist das so? Und Frauen legen mehr Wert auf Loyalität und Geborgenheit als auf guten Sex. Aha. Sehr interessant. Professor Huber hat wohl noch nie lediglich mit einer Loyalität Verkehr gehabt. Aber das musste er ja auch nicht. Wahrscheinlich hat man ihm Zeit seines Lebens erzählt, dass sein Wattwurm die richtige Grösse hat. Und seine Frauen fühlten sich immer total geborgen.

Aber mit einem hat er recht: wenn er nicht gefällt, kann man gehen. Natürlich nicht, ohne vorher den Grund dafür zu sagen. Ich finde diese Lösung für mich befriedigender als herumzulügen und mich ein paar Minuten langweilen zu müssen, damit der Bub nicht weint.

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Tach, ich bin der Georg. Und mal so ganz nachdenklich.

Eigentlich bin ich kein richtiger Single. Im Grunde bin ich gar kein Single. Ich bin freiwillig alleinlebend, mit einem grossen, Freundeskreis, vielfältigen, Interessen, und, einem, immensen, sozialen, Potential. Ich, habe, es, einfach, nicht, nötig.

Warum freiwillig alleinstehend? Ganz einfach: es gab und gibt einfach keine Frau, die meinen Ansprüchen gerecht wird. Dazu muss ich sagen, dass ich beruflich sehr erfolgreich bin. Sehr. Und je höher man kommt, umso dünner wird die Luft. Wir wissen alle, wovon ich spreche: eine Beziehung definiert sich allein durch die Augenhöhe. Also nicht die physische, ich habe prinzipiell nichts dagegen, wenn eine Frau kleiner ist als ich. Achselhöhlengekuschel finde ich ausgesprochen harmonisch. Aber sie sollte in jedem Fall meiner Kaste angehören. Sonst passt es einfach nicht.

Ganz genau das habe ich nämlich festgestellt: von der Auszubildenden (damals hiess das noch “Lehrling”) über Empfangsdamen, Praktikantinnen, der Postabteilung, Buchhalterinnen, Sekretärinnen der Assistenz der Geschäftsleitung (also Praktikantinnen), Sekretärinnen der Geschäftsleitung bis zu meinem momentan Stand habe ich allen diesen Mädchen und Frauen die Chance gegeben, an meinem Leben kompetent teilzunehmen. Hat nie geklappt. Und warum? Weil es die berühmte Überflügelung gab und weil die Mädels damit nicht umgehen konnten mit der Konsequenz. Weil sie mit meiner Grösse nicht umgehen konnten. Denn: “Guckst du nicht runter, guckst du rauf und das gibt Nackenstarre!”. Ganz simpel.

Jetzt bin ich in der Chefetage. Dünne Luft, wie gesagt. Männermaniküre. Hier sind die Frauen, die annehmbar sind, nach wie vor in der Minderzahl. Die meisten davon sind Singles. Kein Wunder. Mannweiber eben. Welche Frau hat schon mal mit Selbstbewusstsein einen Partner geködert? Hm? Aber ich bin ja nicht diskriminierend, also habe ich der einen und auch der anderen angeboten, mit mir mal auf einen Cocktail zu gehen. Um sie ein bisschen in die Geheimnisse der Männergeschäfte einzuweihen. Und ein bisschen über mich zu erzählen und wie ich diesen langen steinigen Weg geschafft habe. Ganz alleine. Damit sie etwas Mut bekommen! Selbstbewusstsein! Genug Selbstbewusstsein, um auch mal eine Schürze zu tragen oder hohe Schuhe.

Tja, was soll ich sagen? Die Weiber sind einfach genauso blöd, wie man es immer in der Cosmo liest. Egal, was sie arbeiten oder tun und machen – die stehen einfach auf rosarote Gedichteschreiber und Dummlaberer. Und nicht einmal das ist ihnen gut genug.

Morgen melde ich mich bei einer Singlebörse an. Da wird wenigstens sortiert.

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Das ist konsequent.

Immerhin setzt man ja auch Rentner an Autobahnen aus.

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Kussikussi

“Nein, du hier?”
“Ja, du auch?”
“Kussikussi!”
“Kussikussi!”
“Und? Sonst so?”
“Ach ja, du weisst ja …”
“Stimmt. Ist immer so … hast du schon gehört, dass …”
“Ja, unglaublich, nicht? Und ich habe noch gesagt …”
“Ja! Ich auch! Und dann …”
“Fürchterlich! Aber es war ja keine Überraschung ….”
“Neinnein, wir haben es ja …”
“Ganz genau! Wie geht es eigentlich …”
“Och, ganz gut, denke ich. Erst gestern …”
“Ja! Davon habe ich gehört! Aber was sagt denn …”
“Tja, das kannst du dir ja denken. Immer das gleiche, vor allem …”
“Ach ja, natürlich! Das hätte ich ja …”
“Dinge gibt’s, die gibt’s gar nicht! Wie damals …”
“Ja, es wiederholt sich eben immer wieder. So wie bei …”
“Naja, das war aber nicht …”
“Doch doch, da musst du nur mal bei …”
“Neiiiiiiiiiin! Ernsthaft? Und das obwohl …”
“Eben, meine Liebe, eben!”
“Ach, ich muss jetzt mal …”
“Oh ja, ich auch. Ich habe noch …”
“Dann wünsche ich viel Spass! War schön …”
“Ja, wir sollten viel öfter miteinander …”
“Kussikussi!”
“Kussikussi!”

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Kochen für Fortgeschrittene

“Zwei Lachsfilets ‘Doria’ in Gurken-Rahmsoße, dazu Wildreis-Gemüserisotto”

Nicht ganz leicht, ich gebe es zu, man braucht schon ein Händchen dafür.

Man nehme einen Heissluftofen, öffne die Heissluftofentür und schiebe das Aluding hinein. Nach 40 Minuten öffne man die Heissluftofentüre, nehme das Aluding wieder raus und – Bon Appetit!
Ganz besondere Feinschmecker streuen sich noch ein paar selbst gekaufte Tiefkühlkräuter oder gefriergetrocknete Knoblauchflocken drüber.

Dazu schmeckt ein gut gekühlter Tetrapakrotwein. Cocktailschirmchen nicht vergessen!

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Heiss! Heiss! Sommer!

Heiss, heiss, heiss, heiss!
Heiss, heiss, heiss, heiss!

Sie platzieren mich hier in die böse Mädchen-Abteilung
Ich habe ein neues Kleid
Und das Aussehen ist Perfektion
Ich bin vorgestellt
Zu einem heissen Produzenten
Aber ich kann erzählen, er ist ein Fest über Verlierer

Ich behalte es bestanden
Gerade will e’s reissen wegen meine Kleidung
Zu diesen die tuen mich ausflippen am meisten.

Ich habe das Gefühl, ich kann es nicht gehen lassen
Nun ich kann es nicht stoppen, Baby, lass uns physikalisch werden
Ich möchte gehen auf in einer guten Erschütterung

Es wird ein heiss ein – heiss Sommer
Ein heiss, heiss Sommer
Heiss Sommer
Ein heiss, heiss
Gehen sein, ein heiss Sommer

Heiss, heiss, heiss, heiss!
Heiss, heiss, heiss, heiss!

Ich brauche jemanden
Zu lösen die Spannung
Ein Nachtverein ist eine gute Erfindung
Es macht mich gereinigt von all diesen Komplikationen
Von hier ich weiss
Dass wir können rocken die Nation

Schlecht zum Knochen
Heute abend ich bin behaupten meinen Thron
Du hast mich in der Zone
Und nun ist Party an

Ich habe das Gefühl, ich kann es nicht gehen lassen
Nun ich kann es nicht stoppen, Baby, lass uns physikalisch werden
Ich möchte gehen auf in einer guten Erschütterung

Strand Leben
Umwandelbar
Kurzes Kleid
Hier gehen wir

Dachspitze
Party an
Kann nicht stoppen
Bis der Morgen

Heiss, heiss, heiss, heiss
Heiss, heiss, heiss, heiss!!!


[via lanu/via Photofunia]

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Und zum Ende der Woche …

… ein bisschen Gruppenmeditation.

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Genau so ist das nämlich!

Ab sofort wird keine Frauendekoration mehr geduldet, Schwestern! Wir verweigern den Lippenstift, die kurzen Hosen, die Wimperntusche und die Pumps. Mit uns macht man nicht mehr das uralte Männer-Benutzungsspiel. Wir lassen uns nicht länger ausbeuten oder mit Schmuck beschenken. Die Zeiten sind vorbei.
Ab sofort wird abgeschmückt!

Ich habe genügend Protestsäcke und -schilder parat. Wir treffen uns dann vor Budni und zeigen denen mal, wie schön natürlich man auch ohne den ganzen überflüssigen Tand und Schmierkram sein kann! Dann werden die schon merken, wo der Lockenstab hängt.

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