Archive for August, 2008
Ach ja.
Posted by zoee on 26 Aug 2008 | Tagged as: zoee
Manchmal, aber nur so ganz manchmal, fühle ich mich so furchtbar reduziert. Wie ein Hühnchen auf dem Katzenweg des Lebens. Ach ja, das ist schon schlimm. Hmhm. Ist schon schlimm. Wenn dann auch noch das Tunnellichtlein flackert, das Faß bodenlos ist und den Bleistift nichts mehr kratzt, dann möchte ich mich sofort in eine Schäfchenwolke stürzen und mich geborgen fühlen. Ach ja.
Aber es hat mir ja niemand einen Rosengarten versprochen, ich weiss.
Wieso eigentlich nicht??
Stuhli & the Gang
Posted by zoee on 22 Aug 2008 | Tagged as: zoee
Zelebrationszeit, yeah yeah!
Gestern habe ich mich mit meinem Zuhausi Karri am Bahnhof getroffen. Das ist ein total heisses Pflaster, ey, aber echt! Aber wir haben keine Angst, ganz im Gegenteil – die haben alle Angst vor uns, weil wir total gefährlich sind und nicht solche Weichbacken.
Nachdem wir ein paar Sachen klar gemacht haben, ey aber nichts was kriminell ist, sind wir zu unserem anderen Zuhausi Bobbi auf ein paar Getränke und so. Ey, der Bobbi hat sich voll gefreut und mit uns Faustizusammenhaui, Bussibussi, Hüftihüfti und Schnickschnackschnuck gemacht!
Danach haben wir dann so besprochen und ein paar heisse Saiten gezupft. Wir sind nämlich auch eine total kühle Band! Bald treten wir auch zum ersten Mal öffentlich am Parkplatz auf. Eintritt ist für alle unsere Zuhausis natürlich frei, ey!
Danach musste Karri leider los. Geschäfte – mehr darf ich nicht verraten wegen der Geheimhaltung und so. Bobbi und ich haben uns noch ein bisschen kühl nonverbal mit den Augenbrauen unterhalten und Kleine Feiglingspfannkuchen gegessen. Stil ist eben alles, ey, das sage ich allen meinen Zuhausis!
Das war voll der tolle Zelebrationstag, yeah, yeah! Das ganze Leben ist eine Party, ey und ich der allerkühlste Typ! Ich chille mich dann mal ab!
Und das nächste Mal erzähle ich, wie ich die kühle Balli herumkriegen werde! Die Sache muss mal endlich rund werden, ey!
Autostrich
Posted by zoee on 18 Aug 2008 | Tagged as: Seltsamskurriles
Das nenne ich doch mal eine prima Geschäftsidee: die neue Autosanftheit! In der Zwischenzeit kann man gemütlich einen trinken gehen, ein gutes Buch lesen oder dringende Besorgungen und Behördengänge erledigen. Bei Rückkehr wird niemand beleidigt sein, einen schief ansehen, beleidigt den Motor abwürgen oder den Keilriemen reissen lassen. Ganz im Gegenteil: nach dieser Streicheltherapie werden die Liebsten sanft wie kleine Kätzchen schnurren, sich geschmeidig die Gänge einlegen lassen und strahlen wie ein Weihnachtsbaum! Das Vernachlässigungssyndrom wie z.B. “nie darf ich bei Euch im Bett schlafen!” ist wie weggeschäumt!
In Kürze eröffne ich im übrigen einen Esoterikladen für Fahrräder! Gutscheine für eine Erstverstrahlung mit indischen Tempeltänzerinnen an Räucherstäbchen können sofort angefordert werden. Bitte Federprobe nicht vergessen!
Er ist gekommen, der bayerische Geist!
Posted by zoee on 18 Aug 2008 | Tagged as: Gedichte & Geschichten, Musik
Der Abschied kam, die Tante ging,
doch kein Pfarrer hatte die wirkliche Aufgab’,
Frau Multener,
zu jagen,
zu jagen,
zu jagen,
dennoch mit Schuld im Bauch,
ging sie zu Bett
Wie sie sing’ im Bett und trötete im Bauch
Sie schlief dahine’ ob’ sie glaub’?
Trotz der Gefühlsamkeit des Kindes,
sie hat eines: Rinder!
Doch zuletzt Sie sang ein Liedchen,
was behandelt’,
die Mädchen,
der Abschied war gross,
doch kein Hunger zu klein.
Ich hätte das Päckchen der Pandora nicht öffnen sollen. Aber warum eigentlich nicht?
—
[[Fredl Fesl/"Sorongle"]
Heute zu Gast: Stuhli
Posted by zoee on 15 Aug 2008 | Tagged as: Gedichte & Geschichten, zoee
Hallo, ich bin der Stuhli und ich wollte auch gerne mal so zeigen wie so mein Arbeitsweg ist. Das finde ich nämlich ganz klasse!
Ich gehe also erst aus der Haustür ‘raus. Wie man sieht, haben wir gerade die Handwerksanierer im Haus. Das ist manchmal ein bisschen laut, aber im Endeffekt nicht schlimm, weil sie hinterher die Fenster putzen müssen.
Dann muss ich zur Bushaltestelle gehen. Und da passiert mir immer das Gleiche:
Verflixt! Bus verpasst!
Das macht aber nichts, dann kann ich nämlich noch in Ruhe …
… gemütlich in der Sonne eine Zigarette rauchen!
Bus fahre ich nicht so gerne. Mittlerweile muss man sich ja schon seinen eigenen Sitzplatz mitbringen.
Tja, der Berufsverkehr eben.
Abgesehen davon sind die Busse so etwas von stuhlunfreundlich. Überall Stufen!
Jetzt noch ein Brötchen besorgen!
Schnell auch noch die Tageszeitungen holen, wegen der Information und so.
Und dann bin ich schon da!
Nach diesem Arbeitswegstress habe ich mir aber erst einmal einen Kaffee und eine Zigarette verdient.
Aber nicht weitersagen! Wir sind ein Nichtraucherbüro!
Das war jetzt richtig, dufte, nicht? Und das nächste Mal gibt es einen Bericht über meine Adoptiveltern!
Tach, Herr Becker!
Posted by zoee on 14 Aug 2008 | Tagged as: Offene Briefe
Sie haben sich verlobt? Na, da gratuliere ich Ihnen ganz, ganz herzlich! Ihre Verlobte ist so viel jünger als sie? Das macht ja nichts. Das hat man heutzutage ja so und wo die Liebe hinfällt und überhaupt. Sie kennen sich ja auch schon so wahnsinnig lange. Ihre Verlobte hat ja auch schon mal auf Ihre Kinder aufgepasst, das ist ganz prima. Dann hat sie ja schon Übung im miteinander spielen, wenn Sie abends mal kurz weg müssen. Zu einem dringenden Termin oder so. Sie versteht sich ja auch ganz ausgezeichnet mit Ihrer Ex-Frau, das ist ebenfalls ganz prima. Man muss ja in der heutzutagigen Patchworkfamilienwelt ja ganz besonders organisiert sein, da bleibt kein Platz für Animositäten oder weiblichen Zwistigkeiten, nicht wahr?
Den Heiratsantrag haben Sie ganz spontan im engsten Familienkreis gemacht? Jetzt bin ich aber neidisch, Herr Becker. Ich hätte das auch mal ganz gerne, dass ein Mann ganz spontan einen Diamantring aus der Tasche zieht und mir einen Antrag macht. Da wäre mir der Antrag auch ziemlich egal, ich meine das jetzt echt nur wegen der Spontanität! Viele Männer in Ihrem Alter wissen ja nicht einmal mehr, wie man das schreibt. Oder ausspricht.
Besonders niedlich finde ich, wie spitzbübisch Sie auf indiskrete Fragen reagieren. Zum Beispiel das Beuteschema, das Ihnen ja immer wieder aus unerfindlichen Gründen unterstellt wird. “Die Mutter meiner Verlobten ist Nordafrikanerin!” Da musste ich herzlich lachen! Oder auf die Frage, wann Sie denn mit Ihrer Verlobten zusammenziehen werden. Sie haben da ganz putzig gezwinkert und gesagt, dass es ja sein könnte, dass sie schon längst zusammenwohnen würden und dass Sie Ihr Privatleben immer und gerne aus der Öffentlichkeit heraushalten würden. Da war ich wirklich beeindruckt. Was für eine Nonchalance!
Und ja, Herr Becker, das habe ich in den vergangenen Jahren mitbekommen, wie das mit Ihren Frauengeschichten war. Total privat haben Sie das immer gehandhabt, das kann ich bezeugen! Schliesslich eilt Ihnen Ihr Diskretionsruf ja meilenweit voraus!
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Verlobten einen schöne restliche Lebenszeit, viele hübsche (eigene) Kinder und noch ganz, ganz viel Spontanität!
Hoffentlich lassen Sie recht bald wieder und total ausführlich von sich und Ihren Lieben hören! Auch wenn Ihnen das recht schwer zu fallen scheint.

















