Tach, Herr Becker!

Sie haben sich verlobt? Na, da gratuliere ich Ihnen ganz, ganz herzlich! Ihre Verlobte ist so viel jünger als sie? Das macht ja nichts. Das hat man heutzutage ja so und wo die Liebe hinfällt und überhaupt. Sie kennen sich ja auch schon so wahnsinnig lange. Ihre Verlobte hat ja auch schon mal auf Ihre Kinder aufgepasst, das ist ganz prima. Dann hat sie ja schon Übung im miteinander spielen, wenn Sie abends mal kurz weg müssen. Zu einem dringenden Termin oder so. Sie versteht sich ja auch ganz ausgezeichnet mit Ihrer Ex-Frau, das ist ebenfalls ganz prima. Man muss ja in der heutzutagigen Patchworkfamilienwelt ja ganz besonders organisiert sein, da bleibt kein Platz für Animositäten oder weiblichen Zwistigkeiten, nicht wahr?

Den Heiratsantrag haben Sie ganz spontan im engsten Familienkreis gemacht? Jetzt bin ich aber neidisch, Herr Becker. Ich hätte das auch mal ganz gerne, dass ein Mann ganz spontan einen Diamantring aus der Tasche zieht und mir einen Antrag macht. Da wäre mir der Antrag auch ziemlich egal, ich meine das jetzt echt nur wegen der Spontanität! Viele Männer in Ihrem Alter wissen ja nicht einmal mehr, wie man das schreibt. Oder ausspricht.

Besonders niedlich finde ich, wie spitzbübisch Sie auf indiskrete Fragen reagieren. Zum Beispiel das Beuteschema, das Ihnen ja immer wieder aus unerfindlichen Gründen unterstellt wird. “Die Mutter meiner Verlobten ist Nordafrikanerin!” Da musste ich herzlich lachen! Oder auf die Frage, wann Sie denn mit Ihrer Verlobten zusammenziehen werden. Sie haben da ganz putzig gezwinkert und gesagt, dass es ja sein könnte, dass sie schon längst zusammenwohnen würden und dass Sie Ihr Privatleben immer und gerne aus der Öffentlichkeit heraushalten würden. Da war ich wirklich beeindruckt. Was für eine Nonchalance!

Und ja, Herr Becker, das habe ich in den vergangenen Jahren mitbekommen, wie das mit Ihren Frauengeschichten war. Total privat haben Sie das immer gehandhabt, das kann ich bezeugen! Schliesslich eilt Ihnen Ihr Diskretionsruf ja meilenweit voraus!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Verlobten einen schöne restliche Lebenszeit, viele hübsche (eigene) Kinder und noch ganz, ganz viel Spontanität!

Hoffentlich lassen Sie recht bald wieder und total ausführlich von sich und Ihren Lieben hören! Auch wenn Ihnen das recht schwer zu fallen scheint.

10 Comments »

10 Responses to “Tach, Herr Becker!”

  1. on 14 Aug 2008 at 1:35 PM bellablog

    “viele hübsche (eigene) kinder..” wär schön, wenn es diesmal klappen könnte.

  2. on 14 Aug 2008 at 6:45 PM Johanna

    naja, die frau ist ja noch jung, da werden ja wohl noch so 5, 6 drin sein.

  3. on 14 Aug 2008 at 8:15 PM daRONN

    Ich hasse Klischees. Ich hasse Voreingenommemheit.

    Umso mehr liebe ich die Bestätigung der Tatsache, das Geld sexy macht. Und davon muss Herr Becker wohl mehr als genug haben. Denn um sooo sexy zu werden, dedarf es einer Summe jenseits der Trilliarden auf den Schwarzkonten in Liechtenstein.

    Ähhh

  4. on 14 Aug 2008 at 10:10 PM rowin

    Die Augen sind so komisch schräg.. ich … ich …
    ich hab mir vor Angst Pipi in die Hose gemacht…

  5. on 14 Aug 2008 at 11:32 PM MC Winkel

    … und ich dachte immer, man schreibt “Spontaneität”. Bin wohl auch nur ein Besenkammer-Becker. :)

    [Aber mal ehrlich: ich mag Boris. Irgendwie.]

  6. on 15 Aug 2008 at 8:51 AM zoee

    @bella: och, die jungs sehen doch ganz niedlich aus! und wenn man sich das mädchen ohne den ganzen niedlich-rosa-chichi-kram vorstellt. da geht noch was!

    @johanna: was für eine perspektive. boris becker heiraten und als belohnung 10 jahre schwanger oder stillend sein.

    @ronn: ob boris becker sexy ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. mein typ ist er nicht, auch nicht für viel geld. mir geht nur diese überpräsenz auf die nerven. er soll sich mit verona pooth in einen fruchtaufstrich legen. im kühlregal. schweigend und hinter verschlossenen türen.

    @rowin: du hast doch sicherlich noch die eine oder andere windel im haus.

    @mcwinkel: klugscheisser! und du hast auch noch recht! :P
    ich habe nichts gegen boris becker. aber diese permanenten “ich trage nichts privates in die öffentlichkeit”-schlagzeilen sind nervig. er heiratet. na und?

  7. on 15 Aug 2008 at 12:37 PM MC Winkel

    Neeee, ich glaub’, man kann beides Schreiben…

  8. on 15 Aug 2008 at 1:07 PM zoee

    schreiben schreibt man in diesem fall klein! :D

  9. on 15 Aug 2008 at 1:12 PM bellablog

    so eine spontanei!

  10. on 15 Aug 2008 at 6:44 PM sunny

    noma, noma.

    irgendwo hat er was gediegenes und auch nettes. arschlöcher sind andere. mein typ ist er auch nicht. aber – aufpluster: geschiedene ehemänner sind und bleiben immer geschieden. da muss der lurch durch, wenn sie eine beckerfrau werden will.

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