Archive for September, 2008

Frosch bist du ein König ?

Da hüpft ein Frosch vor meinen Füssen
quak, quak, quak
hör zu was ich dir sag !
Nimm mich und küss mich
dann verwandle ich mich für dich !
Was soll’s ich werd’s probieren
ich werd mich nicht genieren!
Die guten alten Märchen
lass ich wieder auferstehn
die Zeit wird dabei flugs vergehn.
Appetitlich schaut er nicht grad aus
die Zunge hängt ihm aus dem Maul heraus.
Verrat mir zuerst in was
damit es mir macht Spass !
Also König werd ich keiner
die Apanage wird immer kleiner.
Ich würd sagen
man muss auch etwas wagen.
Also los
fang mit dem Küssen an
dass ich mich verwandeln kann
quak, quak, quak.
Da springt er mir auf den Schoss
und küsst ganz famos.
Das kann doch jetzt kein Frosch mehr sein
nein es ist das tapfere Schneiderlein !
Oh Gott
das ist das falsche Märchen
was hab ich bloss gemacht
ich hab alles durcheinandergebracht.
© Gabriela Erber

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Merkwürdigkeiten aus Winterhude

Es ist, wie immer, viel zu früh am Morgen.

Tapptapptapp – das Kind läuft herum und macht sich für die Schule und das Leben fertig.

Tapptapptapp – “Ich BIN im Bad!” ertönt es plötzlich lautstark.

Tapptapptapp – “Ich WAR im Bad!”

Tapptapptapp – “Ich BIN im Kinderzimmer!”

Tapptapptapp – “Ich WAR im Kinderzimmer!”

Tapptapptapp – “Ich BIN in der Küche!”

Tapptapptapp – “Ich WAR in der Küche!”

Tapptapptapp – “Ich BIN im Wohnzimmer!”

Ich unterbreche sie kurz: “Ich weiss, dass du im Wohnzimmer bist. Ich sehe dich und vor allem höre ich dich. Gibt es irgendein Problem?”

“Nö”, antwortet sie erstaunt “wie kommst Du denn darauf?”

“Weil du die ganze Zeit vor dich hinschreist, wo du gerade bist. Ich finde das seltsam.”

“Quatsch. Wir schreiben heute in Englisch eine Arbeit. Ich lerne nur noch ein bisschen dafür.”

Darauf hätte ich auch selbst kommen können.  Ich BIN ja blöd.

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Sünde!

So wollt Ihr am Samstag in einer Kirche auftreten? Ich weiss gar nicht, ob ich mir das ansehen darf, ohne sofort in die Hölle zu wandern. Katholisch und unschuldig wie ich bin. Aber ich lasse mich ja gerne überreden. Oder bestechen. Groupie, das ich bin.

Und bis dahin: mal ein bisschen den Gürtel enger schnallen, sonst passt Du nicht einmal mehr in eine Ritterrüstung!

… “den Gürtel enger schnallen” … aber tut ihm nicht weh!

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Realitätsseifen

Da sitze ich jetzt nun schon seit ein paar Jahren zuhause herum und warte darauf, dass das Leben endlich mal wieder stattfindet. Alles mögliche habe ich schon getan: ich war im Internet, ich habe gekocht, ich bin spazieren gegangen, habe mich gewaschen und mir die Haare gemacht. Tagein tagaus, immer wieder. Und was ist passiert? Nichts! Rein gar nichts! Ich habe es nicht verstanden, denn wer ausser mir hätte es denn verdient, dass es endlich losgeht? Eben.

Aber vor ein paar Tagen habe ich die Lösung für mein Problem gefunden: das Fernsehen! Jawohl! Wenn man nur die richtigen Realitätsseifen guckt, dann ist in absehbarer Zeit alles wieder in Ordnung, da bin ich mir ganz, ganz sicher!

Anfangen werde ich mit der Realitätsseife auf einem Privatsender, wo drei Bewerber sich um einen hoch dotierten Job als Kellner oder Brötchenmacher kloppen. Wenn ich nur lang genug in die Röhre starre, wird der Chef am Schluss garantiert mich auswählen. Die anderen sind doch sowieso nur Schlappen. Und schon habe ich einen Job!

Danach werde ich mich mal darum kümmern, endlich Gräfin zu werden. Da ich gut gebaut und hübsch anzusehen bin, also ganz objektiv, sollte das ebenfalls kein Problem sein. Wie gesagt: einfach nur lange genug in den Fernseher gucken, dann wird sich der blonde Graf garantiert in mich verlieben und mich auf sein Schloss entführen, damit ich bei seinen Abendessen mit den anderen Grafen repräsentieren kann.

Anschliessend werde ich mich um die Familienplanung kümmern und mir mal ganz genau die Realitätsseife mit diesem Model und dem heissblütigen Italiener ansehen. Leihmutterschaft ist ja nichts Schlimmes und ich möchte mir meine Figur ja auch nicht ruinieren. Allerdings muss ich da ein bisschen intensiver in den Kasten starren, da wird ja ein richtiger Körper bewegt!

Jetzt brauche ich nur noch ein paar Freunde, damit die mich dann auch bewundern, wenn ich endlich als arbeitende Gräfin und Mutter herumangebe. Am besten ist dann wohl, ich starre das klasse Abendessen mit Prominenten an.

Und jetzt mache ich mich an die Arbeit. Schliesslich hat der liebe Gott vor den Erfolg den Schweiss gesetzt.

Hmmm … Bibelfernsehen …!!!!!

Wo ist die Fernbedienung?

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Flair der Seel’

Ja, ich gebe es zu! Ich, die Rosi, ich werde mich von einem Messieur begleiten lassen! Was soll man denn auch machen? Immer so ganz alleine ist ja auch nicht lustig und zuhause kennt man mich ja schon. Hahahahahahaha!

Also habe ich mir gedacht, “Rosi”, habe ich mir gedacht, “wenn der Messieur nicht zur Rosi kommt, dann geht die Rosi eben zum Messieur”. Ich habe dann die heisse Linie angerufen und einen Mann bestellt, der schon unterwegs zu mir ist!

Mann, bin ich aufgeregt! Da ich ja unbedingt den Flair der Stadt geniessen will, habe ich mich klassisch-schlicht angezogen: das rote Wollkostüm, das ich bei der Hochzeit von meiner Cousine Bertha anhatte, dazu die lila Bluse, die mir Tante Edith aus den Staaten mitgebracht hat und meine besten Strümpfe.
Bei den Schuhen war ich mir erst nicht so ganz sicher, weil ich nicht genau weiss, wie man denn nun den Flair mit einem Messieur geniesst. Wenn man da sehr viel herumlaufen muss, dann gehen meine Absatzschuhe nicht. Wenn man dabei total viel herumsitzen muss, sehen aber meine Wanderschuhe auch ziemlich blöd aus.  Herumliegen muss ich ja wohl nicht, also fallen die bequemen Bettschuhe auch weg. Ich habe mich dann jetzt einfach ganz schlau dafür entschieden, die Absatzschuhe zu tragen und die Wanderschuhe dann in einem Beutel mitzunehmen. Dann kann ich immer ganz fix wechseln!

Jetzt fehlt nur noch ein bisschen “Opium” hinter’s Ohr und in die Brustritze, hihihi, ein bisschen Lippenstift von Landay und dann kann es losgehen. Ich bin ja so aufgeregt, habe ich das schon gesagt?

Huch, es hat geklingelt! Messieur! Flair der Stadt! Ich komme!

Hoffentlich hat er keinen Schnauzer.

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Hamburg wie es swingt und lacht?

Es ist ja nun nicht so, daß ich nicht wüsste, dass sich in Hamburg so allerlei Merkwürdigkeiten herumtreiben.  Mir ist auch aufgefallen, dass es hier so die eine oder andere Ecke gibt, wo man Schweinkram macht. Aber das zum Anlass zu nehmen, sich an einem hohen Feiertag in der Hansestadt zusammenzurotten um Schabernackt zu treiben, ist nicht fein. Und noch unfeiner ist es, das auch noch gross in der Zeitung anzukündigen. Als wenn die Menschheit tolerant wäre.

Pfui!

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Hausaufgaben für Anfänger

“Mit einer Tankfüllung von 42 Liter Dieselkraftstoff kann Herr Förster 700 km weit fahren. Wie weit kann er mit 6 (7, 12, 14, 18, 21, 24) Liter Dieselkrafstoff fahren? Lege eine Wertetabelle an und trage die Zahlenpaare in ein Koordinatensystem ein”.

Und das sieht dann wie aus?
Weiss das jemand?

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Holla die Waldfee!

Was ist das denn für eine flotte Motte da drüben! Hui, die sieht gar nicht schlecht aus, gar nicht schlecht! Na dann mal los, Wolfi, hahahaha, wird mal wieder Zeit für einen kleinen Aufriss! Als hätte ich es gerochen! Gut, dass ich meinen Anzug und die guten Schuhe anhabe, damit kann man bei den Weibern ja immer Eindruck machen. Die stehen ja auf Geschäftsmänner, weil sie da die Kohle vermuten, hahahaha, wenn die wüssten!

So, wie fangen wir denn an, hmmm, ich könnte sie einfach so lange anstarren, bis sie zu mir hersieht und dann ganz leicht einen Mundwinkel nach oben verziehen. Das sieht total souverän aus, das habe ich ganz lange vor dem Spiegel geübt! Letztes Mal hat das allerdings nicht geklappt, die blöde Kuh hat einfach nicht zurückgeguckt; ich hatte schon ganz trockene Augen vom Starren! Vielleicht ist ja die direkte Anmache bei der da drüben der leichteste Weg. Ich könnte zum Beispiel einfach hingehen, mich nonchalant mit der Hand am Tisch abstützen und lieblächelnd: “Der liebe Gott hat angerufen, er vermisst einen Engel!” sagen. Das müsste doch ganz gut ankommen, oder nicht? Ist doch romantisch! Oder ich gehe einfach an ihr vorbei, bleibe plötzlich stehen und sage total überrascht, also so total überrascht, “Ich kenne Sie doch aus der Effäitschemm! Sie sind doch das Titelmädchen vom Juli!” Dann glaubt sie sofort, dass ich sie für genau so scharf halte, wie diese Hochglanzmuschis! Hahahaha, Wolfi, ich glaube, das ist echt der Bringer, du bist doch echt der Coolste!

So, jetzt noch schnell die Hände an der Hose abwischen, die Augenbrauen mit Spucke glätten und dann kann nichts mehr schiefgehen. Heute abend habe ich sie in der Kiste, darauf verwette ich meinen Rolexblender!

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Wenn man schon …

… am Wochenende arbeiten muss, sollte man sich seinen Arbeitsplatz auch vergnüglich gestalten.

[Auf Bild klicken für noch mehr Vergnügen]

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blödsen ist heutziger

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