Archive for Februar, 2009

Schluss jetzt mit der Ernsthaftigkeit!

Ab heute wird ordentlich zurückgefeiert!

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Der dumme Vogel Jugend

blodervogeljugend

Sonntag abend: meine Jugendliche kommt aus dem Schwimmbad nach Hause und wirft ihre Badetasche einfach in den Flur. Meine Aufforderung, diese doch bitte auszupacken weil wegen Müffel und Schimmel und so, wird mit einem augenverdrehten „Mann, sei doch nicht so mütterlich!“ quittiert. Auch gut. Dann verschimmelt das Zeug eben. Ich habe sowieso beschlossen, mich über so etwas nicht mehr zu ärgern und es sie selbst ausbaden zu lassen. Bis ich es nicht mehr aushalte.
Es gibt ja auch viel Lustigeres zu berichten: Freundin F., die ebenfalls mit dabei war, hat ihren Spindschlüssel verloren. Einfach so! Erst war er noch da, dann war er plötzlich weg und dann sagte die Kassiererin und dann sagte sie und dann sagte Freundin F. und dann kam die Oma von Freundin F. und Hundert Euro und Hahahaha, so etwas könnte ihr ja nie passieren! Hahahaha, sie passt doch auf ihr Zeug auf! Wir lachen herzlich und beschliessen, dass Freundin F. ein kleiner Schussel ist und dass ihr, der Jugendlichen, das Hahahaha nie passieren könnte!

Heute morgen: ich komme aus der Dusche und suche den Föhn. Der liegt nämlich nicht im Bad. Ach ja, sie war ja gestern schwimmen, dann ist er noch in der Badetasche. Ich gehe in den Flur öffne sie und wühle in dem Müffel herum. Aber es ist mir ja egal. Es ist alles da: Badetuch, Badeanzug, Schwimmbrille, Shampoo, Spülung etc. etc. Nur kein Föhn. Ich freue mich kurz, denn das bedeutet, das Kind hat folgerichtig gedacht: Föhn = Strom = nicht nass werden = auspacken! Ich bin stolz! Trotzdem ist er nicht im Bad. Ich rufe also:

„Sag’ mal, wo ist der Föhn?“
„Weiss ich nicht!“
„Wieso? Du hast ihn doch gestern mitgenommen?“
„Dann ist er noch in der Badetasche!“
„Nein, ist er nicht!“
„Doch, ist er!“
„Nein, ist er nicht!“
„Doch, da muss er aber sein!“
„Ist er aber nicht!“
„Dann hast du ihn da herausgenommen!“
„Nein, habe ich nicht!“
„Musst du aber!“
„Nein, habe ich aber nicht!“
„Musst du aber, wenn er da nicht drin ist!“

Ich werde ungeduldig.

„Jetzt komm’ her und guck’ selbst nach!“.

Sie schlurft unlustig heran, guckt in die Tasche und zuckt mit den Achseln:

„Dann weiss ich es auch nicht. Ich habe ihn da gestern hineingetan.“
„Ja, aber wenn er nicht da ist?“
„Jahaaa, aber ich habe ja trockene Haare gehabt, weil du mir das ja immer sagst, dass ich nicht mit nassen Haaren Fahrrad fahren soll! Also habe ich ihn ja in der Hand gehabt!“
„Und dann hast du ihn im Schwimmbad vergessen, richtig?“
„Habe ich überhaupt nicht!“
„Und wo ist er dann?“
„Ja, dann frag’ doch Herrn D.! Der hat gesehen, wie ich mir die Haare geföhnt habe, wenn du mir nicht glaubst!“

Ich bin verwirrt.

„Wieso soll ich deinen Deutschlehrer fragen?“
Sie rollt ihren routinierten Mannduweisstauchgarnichtsaugapfel: „Weil er mich gesehen hat, als ich mich geföhnt habe! Der war gestern auch da!“

„Egal, der Föhn ist nicht da, also hast du ihn im Schwimmbad vergessen!“
„Habe ich gar nicht!“
„Aber er ist nicht da!!!!!“
„Ja, Mann, dann war das eben keine Absicht! Was willst du eigentlich von mir?“

Ich will mir lediglich die Haare föhnen. Hatte ich das nicht gesagt? Ich bin kurz sprachlos und tropfe irritiert vor mich hin. In 15 Minuten müssen wir los.

„Ich will gar nichts von dir, ich wollte nur den Föhn! Und den hast du anscheinend im Schwimmbad vergessen!“
„Das ist wieder so typisch, Mama, echt, so typisch! Schon am frühen Morgen meckerst du herum. Du suchst doch geradezu danach!“
„Wie bitte?“
„Ja, ist doch wahr. Wenn du keinen Grund hast, dich aufzuregen, dann suchst du einfach einen! Und klar findest du dann einen. Du findest ja immer einen!“
„Hallo? Wer muss jetzt mit nassen Haaren rausgehen und sieht wie ein Idiot aus?“
Sie guckt mich mit einem ganz bestimmten Blick an und ich weiss genau, was sie gerade denkt. Und sie weiss genau, dass ich genau weiss, was sie genau denkt.

Und dann kommt natürlich Plan B.
Tränenerstickte Jugendstimme: „Ist ja klar, ich bin ja hier immer schuld. Immer! Wenn irgend etwas fehlt oder kaputt ist, wer war es? Klar, ich natürlich! Ich bin es ja immer und du bist es ja nie!“

Was genau habe ich jetzt gerade verpasst? Sie lässt den dämlichen Föhn liegen und ich bin daran schuld? Ich werde den ganzen Tag wie Karl Arsch herumlaufen müssen und ich bin daran schuld? Ich muss mit nassen Haaren im Winter auf die Strasse und ich bin daran schuld? Ich habe heute Termine und keine Ahnung, wie ich meinen Kopf bis dahin einigermassen ansprechend hinbekommen soll und ich bin daran schuld? Mein Kind wird irreparable Schäden durch mein heutiges mütterliches und überhauptiges Verhalten davontragen und ich bin daran schuld?

Während ich noch versuche ihr zu erklären, dass an ihrer Logik etwas nicht stimmen kann, dreht sie ihren Kopf gepeinigt in Richtung Wohnzimmer und starrt aus tränenverhangenen, bambiesken Augen das Fenster dort an. Ihre Tränenvorhänge versiegen sofort, ihr Blick wird wacher. Irgendwo in diesem Fenster muss anscheinend ein Lichtlein sein.

Ich bin misstrauisch, folge ihrem Blick und starre ebenfalls das Fenster an um herauszufinden, was an diesem so tröstlich ist. Und dann sehe ich, was hinter diesem Fenster vor sich geht: es giesst wie aus Eimern.
Sie holt tief Frechheitluft und ich denke noch: „Sage es nicht, sage es bloss nicht!!“

Aber natürlich kann sie nicht anders: „Als wenn das überhaupt auffallen würde. Es regnet doch, da siehst du doch sowieso immer aus wie …“

Nachtrag 1: Habe mir gestern nachmittag einen neuen Föhn gekauft.

Nachtrag 2: Heute morgen rief das Schwimmbad zurück. Sie haben den Föhn gefunden, er kann im Fundbüro abgeholt werden. Man kann sich nicht einmal mehr auf die Unehrlichkeit der Menschen verlassen. Jetzt kann ich den anderen wieder zurücktragen.

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Tach, ich bin der Zoti!

lillyschneemann

Ich heisse so, weil ich total lustig bin! So haben mich meine Kumpels getauft, weil ich so ein Garant für gute Laune bin! Also quasi eine Garantie! Hahaha, halt’ die Luft an!

Ich bin halt einfach so ein lustiges Kerlchen, das sofort und immer alle zum Lachen bringt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich im Herzen jung geblieben bin. Ich meine, hey, es gibt schon genug verhärmte Menschen auf der Welt, da muss man doch, zum Bleistift, etwas dagegen tun, oder? Und äusserlich kann ich mir auch nichts vorwerfen. Ich habe mich seit 35 Jahren äusserlich nicht verändert. Sagt mein Spiegel auch. Hahaha, halt’ die Luft an!

Wenn ich morgens in’s Büro komme, dann, zum Beistift, dann mache ich immer einen lustigen Witz, um unser Empfangsblondchen hahaha halt’ die Luft an, zum Lachen zu bringen. Heute habe ich zum Beispiel gesagt: “Hey, Moni, wenn du mir gleich einen Kaffee bringst, darfst du auch meine persönliche Clinton-Zigarre sein!” Hahahaha, halt’ die Luft an! Die hat einen total roten Kopf bekommen vor unterdrücktem Lachen. Jaha, so beginnt ein Tag doch gleich ganz anders, nicht? Hahaha, halt’ die Luft an!

Und dieser, meiner, Humor zieht sich so durch den Tag. Ich mache natürlich so meine täglichen Kalauer. Zum Bleistift mittags in der Kantine: da sitzen meine Kollegen alle dicht gedrängt an einem Tisch, weil sie schon genau wissen, dass ich etwas später komme. Natürlich halten sie mir keinen Platz frei, weil sie ja schon genau Bescheid wissen, dass ich mit einem lockeren Spruch auf der Lippe komme. (KOMME! Hahaha, halt’ die Luft an!) Heute, zum Bleistift, habe ich schon an der Ausgabe ganz laut durch den Raum “Hey, die Männer ohne Eier in der Hose können doch locker zusammenrücken!” gerufen. Natürlich sind sie zusammengerutscht. Die sind ja auch alle aus der kaufmännischen Abteilung. Hahaha, halt’ die Luft an!

Ja klar, ist das ein bisschen anstrengend, so immer der Klohn für alle zu sein, aber, wie ich schon gesagt habe: von nichts kommt nichts. Und kommen wollen wir ja alle, irgendwie, oder? Hahaha, halt’ die Luft an!

Ab und an mal wird mein Humor aber leider einfach nicht verstanden. Letztens, zum Bleistift, da habe ich auf der Weihnachtsfeier den Witz mit dem Fritzchen und dem Papa und dem gevögelten Storch erzählt, da hat echt keiner gelacht, weil die den nicht kapiert haben. Aber ich habe sie ganz lange und intensiv angestarrt, um den Humor zu übermitteln und dann haben sie doch gelacht. Nicht laut und nicht lange – aber immerhin! Nicht jeder ist bereit für mich. Und, hey, man fängt ja immer klein an. MANN FÄNGT JA IMMER KLEIN AN! Hahahahhaha, halt’ die Luft an!

Jetzt muss ich mich aber kurz umziehen. Ich gehe ja jeden Abend in’s “Eck”, die warten da regelrecht auf mich. Immer, wenn ich zur Tür ‘reinkomme, hört in der Kneipe sofort jedes Gespräch auf. Klar! Natürlich! Die warten alle auf Zoti, der ihnen den Abend bereichert! Und Zoti enttäuscht natürlich nicht, Zoti bereichert, hahaha halt’ die Luft an!

Aber mal ganz ehrlich: manchmal ist das echt ein hartes Los. Immer nur lustig zu sein, um Gutes zu tun, kann auch echt an die Substanz gehen. Dann ist das Los dann eigentlich so quasi eine Niete! Hahaha, halt’ die Luft an! Ich kann, zum Bleistift, schon nicht mehr über Fips Asmussen lachen. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mittlerweile lustiger bin als er und jünger. Viel jünger. Hahahaha, halt’ die Luft an!

Also, wer Lust auf viel Spässken hat, kommt heute in’s “Eck”. Und der Zoti ist noch Single, Frauen sind da total willkommen. Ach ja: kommt ‘ne Frau beim Arzt!

Hahaha, halt’ die Luft an!

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Hey, duftes Mädchen!

duftesmaedchen

Hey, duftes Mädchen,
was ist nur mit dir los?
Hey, duftes Mädchen,
was fehlt dir denn bloss?
Machst ‘ne Packung Nudeln auf
du hast doch noch ein paar mehr drauf!

Yeah, yeah! Yeah, yeah!

Hey, duftes Mädchen,
siehst du es denn nicht?
Hey, duftes Mädchen,
das Ziel ist doch das Licht!

Und was machst du nur mit so ‘ner Brille?
Ist dir das wichtiger, als der freie Wille?
Was machst du nur mit so ‘ner Brille?
Ist dir das wichtiger, als der freie Wille?

Yeah, yeah! Yeah, yeah!

Hey, duftes Mädchen,
das brauchst du nicht.
Hey, duftes Mädchen,
Sorry, Chanel steht dir einfach nicht!

Denn all’ das, was du bist, sollte in dir sein,
vergiss’ doch mal den äuss’ren Schein!
Du brauchst doch nicht viel, um gut zu scheinen
dazu musst du nur total echt seihen.

Und das geht nur ohne Brille … der Wille … die Brille … der Wille!

Yeah, yeah! Yeah, yeah!

Hey, duftes Mädchen, ich sag’ dir was:
ich gebe dir alles was du schon hast!
[ Background: Du weisst es bloss nicht, du weisst es bloss nicht! Huhuhuuu!]
Was du wohl nicht weisst:
du bist eh’ der heisse Scheiss!

Yeahaaahaa, Yeahhaaaa!

Ich werde dir helfen, dich selbst zu erkennen,
dazu musst du dich nur von einer Sache trennen!
Ich nehme das gern’ auf meine Bürde,
denn mich ängstigt echt keine Hürde!

[Background: Wenn es um dich geht, wenn es um dich geht, yeah, yeahaaa!]

Gib’ mir die Brille, setz’ sie einfach ab!

Gib’ mir die Brille, setz’ sie einfach ab!

Yeahaaahaaa, Yeahaaaa!

Gib’ mir die Brille, setz’ sie einfach ab!

Gib’ mir die Brille, setz’ sie einfach ab!

[gesprochen]
Und jetzt schieb’ sie gaaaaaaaanz vorsichtig rüber … und das Etui auch!
[geflüstert]
Vertrau’ miaaarch!

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Lieber Valentin,

edeka

übermorgen ist es ja wieder soweit. Da haben sich dann ganz viele Leute ganz voll lieb und schenken sich so tolle Sachen wie Aluminiumpfannen, Geschirrtücher, Pralinen und Blumen. Ich hätte das dieses Jahr auch sehr gerne, weil mir gerade kurzfristig die Pfannen ausgegangen sind!
Kannst Du mir also, bittebitte, einen netten Mann vorbeischicken, der sich mächtig in mich verliebt und dann vergisst, mir all die tollen Sachen zu schenken und dem ich dann deshalb eine bühnenreife Szene machen kann? Gut, dass mit dem Verlieben ist nicht so wichtig, das mit dem Vergessen aber schon.

Danke schon mal im voraus und Dir auch ganz viel Liebe am Samstag!

P.S.: Ach ja, falls das nicht klappt, dann gib’ mir doch bitte Deine Telefonnummer. Dann schreie ich einfach Dich an.

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Wenn ich 64 bin …

wallyundedna

Ich habe noch ein paar Minuten Zeit und bevor ich in der Kälte draussen herumstehe beschliesse ich, im Café auf dem Marktplatz kurz etwas zu trinken.

Ich gehe hinein und sofort treffen mich missbilligende Blicke zweier älterer Damen. Und das, obwohl ich noch überhaupt nichts getan habe! Ich setze mich so weit weg von ihnen wie möglich (was gar nicht leicht ist, weil das Café winzig und mit gerade mal 8 Tischchen ausgestattet ist) und hole mein Handy, meine Zigaretten und meine Zeitschrift heraus. Ich gucke hoch. Die Damen starren mich immer noch sehr missbilligend an. Ich gucke an mir herunter: hat mein Pullover einen Fleck? Ist meine Jeans irgendwie anstössig? Meine Zeitschrift eventuell zu pornographisch? Stört meine Haarspange? Nein, ich sehe ganz normal aus. Sie starren immer noch.

Ich bestelle eine Cola und zünde mir eine Zigarette an. Jetzt wird nicht nur missbilligend geguckt, jetzt werden die Augenbrauen auch noch hochgezogen. Ich taufe die Damen für mich Edna und Wally. Edna stupst Wally mit dem Ellenbogen in die Seite und schreit: “Die Frauen von heute sind unmöglich. UNMÖGLICH!”. Wally starrt und nickt. Edna schreit weiter: “Und wie die sich heute anziehen! Unmöglich! UNMÖGLICH!” Sie stupst Wally wieder in die Seite, Wally nickt nun eifriger. Edna holt tief Luft: “Und wie die heute reden! Unmöglich! UNMÖGLICH!” Edna guckt mich so missbilligend an, wie es nur geht und raschelt mit der Zeitung. “Guck’ mal hier!” schreit sie Wally an, während diese automatisch weiternickt. Sie hält Wally die Zeitung unter die Nase, ohne mich aus den Augen zu lassen. “Guck mal hier! Wie die Nutten sehen die heute aus! WIE DIE NUTTEN!”. Wally guckt kurz auf die Titelseite der Zeitung und erschreckt sich einen Herzinfarkt. “Siehst du!” schreit Edna “wie die Nutten! Unmöglich! UNMÖGLICH!” Und starrt mich an, als wenn ich dieses Titelblattobenohnemädchen wäre. Dabei wäre mir das gar nicht mal so unrecht. Anfang 20 und jung und knackig ist ja nicht das schlechteste Los, das einen treffen kann. Wally fängt wieder langsam an zu nicken und zu starren. Sie hat die Herzattacke gottseidank überlebt. “Nach dem Krieg!” schreit Edna “Nach dem Krieg haben wir auch nichts anzuziehen gehabt, aber DAS hätten wir uns NICHT getraut! WIE DIE NUTTEN! Unmöglich! UNMÖGLICH!”

Recht hat sie, die Edna. Die unmöglichen Frauen heutzutage wissen gar nicht, wie gut sie es haben! Da gibt es Kleidung in Hülle und Fülle und alle laufen halbnackt herum!
Ich bin fürchterlich be- und getroffen, schleiche in schuldiger Haltung zum Tresen, um zu bezahlen und spüre, wie mich die Blicke von Edna und Wally in den Rücken dolchen. Mit Recht! Ich werde mir möglichst sofort einen Rollkragensack kaufen.

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Ich gesunde …

… und meine Kopfschmerzen sind fast weg.

Und ich habe ein Ding für Dich.

[Reinschauen]

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Sätze, die ich nie mehr sagen werde:

bratz1

“Geht doch mal raus, das Wetter ist doch so gut!”

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Vorglühen

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So viele Taten, die warten – so viele Pläne geschmiedet …

flamingjune-lordleighton1

… und dann erwischt es mich kurz vor Frühlingsbeginn total bronchial.

Und das, obwohl ich bereits roten Hochglanzlack gekauft habe, weil ich den neuen Kühlschrank blau lackieren wollte und in dem Laden noch eine einsame Tapetenrolle gefunden habe, mit der man ganz fantastische Dinge machen kann! Das wollte ich eigentlich im Laufe der Woche und an diesem Wochenende erledigen.

Diese Tapetenrolle wird es mir nun allerdings ermöglichen, einen Tisch und einen Kleiderschrank zu entfernen,  eine Truhe von dem einen Zimmer in das andere zu schleppen, um darauf dann den Fernseher zu stellen. Den dadurch frei werdenden Platz habe ich auch schon verplant – da kommt dann einfach gar nichts hin! Gleichzeitig kann die eine Kommode, die so nutzlos mit Mal- und Bastelsachen vollgestopft ist dann in ein ganz anderes Zimmer und dort sinnvoll für Klamotten genutzt werden, die Bastelmalsachen werden dann in den Einbauschrank im Flur verfrachtet, der nach Entlastung,  Lila und Schuhschrankentfernung schreit.  Ich habe alles ganz genau geplant und mir alles schon exakt ausgemalt während ich auf meinem orangen Sofa herumlag und -liege und seltsame Fieberträume in Farbe und laut hatte und habe. Und mir die Lunge aus dem Leib huste. Übrigens sieht lila mit orange nicht wirklich schrecklich aus, wenn man nicht genau darüber nachdenkt.

Natürlich habe ich mich mit der Tapetenrolle eingehend beraten, die mir netterweise Gesellschaft leistet. Sie wird ja schliesslich ebenfalls langfristig hier wohnen. Sie findet meinen Geschmack grandios und ist schwer beeindruckt!

Ein schöner,  wenn auch geringer, Trost. Jetzt muss ich nur noch die neue rote Dose Hochglanzlack an ihre Adoptivgeschwister im anderen Schrank gewöhnen (ist ja immer etwas schwierig, wenn eine neue Dose dazukommt) und dann kann es bestimmt ganz bald losgehen!

Ich bin jedenfalls total motiviert. Und  zwar total!

Ich muss aber erst noch mal eine Runde schlafen und davon träumen, wie ich am besten den Dachboden …

[Bildquelle]

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