Archive for März, 2009

Liebe in den Zeiten der Faxgeräte

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Tut mir leid, ich bin weg vom Markt. Ich habe mich nämlich total verliebt! Und das nicht, weil der Holger berühmt ist und pro Schau mindestens € 400,– verdient. Nein, weil er auch mein Sklave sein möchte und das sogar sehr gerne!

Aber nicht ärgern. Es hätte sowieso niemand ernsthaft mit ihm konkurrieren können:

holger

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Städtische Öffnungszeiten

Vorhin beim Einkaufen. Während ich gerade das Obst begutachte, seufzt es neben mir:

“Also echt, sobald Tschikago geöffnet hat, muss ich da sofort hin!”
“Wie bitte? Wo musst du hin?”
“Na, nach Tschikago! Das macht ja bald auf!”
“Was ist, bitteschön, denn ein ‘Tschikago’?”
“Mann, Mama!”, sie macht den Augenverdreher, “sagt dir vielleicht N-O-R-D-A-M-E-R-I-K-A etwas?”
“Ja klar, ich bin doch nicht blöd!”
“Und wo liegt dann T-S-C-H-I-K-A-G-O? Häh? Genau! In Nordamerika!”
“Ach so, du meinst Chicago.” Ich bin beruhigt. Das wenigstens habe ich jetzt verstanden. Ich bin aber trotzdem verwirrt: “Und wenn das geöffnet hat, musst du da hin? Wieso hat das denn überhaupt zu? Wie kann denn eine Stadt zu haben?”
Sie guckt mich ungläubig an. “Das ist jetzt aber nicht dein Ernst oder?”
“Ja. Nein. Keine Ahnung. Habe ich irgend etwas verpasst? Wieso hat denn Chicago zu?”
“Oh Mann. Chicago hat doch gar nicht zu. Aber wenn das Harry-Potter-Land in Chicago aufmacht, dann muss ich da hin!”

Ach so. Wieso bin ich nicht sofort darauf gekommen? Ich habe keine Ahnung. Echt nicht. Ich gehe ja nie in ihr Zimmer.

tschikago

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Servus, ich bin die Patricia,

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also nur die Patricia, das mit dem Nachnamen, also Blanco wie hinterm Roberto, vergesst mal wieder ganz schnell. Ich will ja nicht über meinen Vater dezimiert werden, weil mit dem will ich ja nichts mehr zu tun haben. Ist schon klar, dass ich bekannt bin, aber das ist nicht wegen meines Vaters, sondern weil ich eben bekannt aus dem Fernsehen bin. Immerhin habe ich schon dort schon ein paar echt wichtige Auftritte gehabt. Ich war z.B. mal beim “Perfekten Dinner” und habe dort als Berühmtheit mal in der Küchentür gestanden, um der Sendung mal ein bisschen Glamour zu geben. Das war auch völlig ohne dass mein Vater oft erwähnt wurde, weil ich ja nicht als seine Tochter Karriere gemacht habe, sondern ganz total allein. Er ist ja auch zum Beispiel nicht mit mir beim Abnehmen gewesen. Und auch nicht bei den Aufnahmen zu meinen eroterischen Fotos. Meine Sangeskarriere hat er auch nicht unterstützt. Wahrscheinlich weil er Angst hatte, ich könnte berühmter werden als er. Was echt total wahrscheinlich gewesen wäre, weil ich ja den gleichen Namen habe wie er, aber jünger und talentierter bin und den Namen sowieso nicht benutzt hätte, weil ich mit meinem Vater ja nichts zu tun haben möchte.

Dieser Name ist echt ein Kreuz, ich sag’s Euch! Ständig werde ich darauf angesprochen, obwohl ich das gar nicht möchte, weil ich ja erwachsen und eigenständig begabt bin! Das habe ich mir nach meiner Ausbildung auch echt ganz alleine und hart erarbeitet, ohne meinen Vater, mit dem ich ja nichts mehr zu tun haben möchte! Deshalb wollte ich auch seinen Nachnamen versteigern. Das Geld wollte ich dann zum Wohl der Allgemeinheit ausgeben und mir davon etwas zum Anziehen kaufen.

Und jetzt, jetzt bin ich eben etwas ausgebrannt von der ganzen Berühmtheit und ziehe zur Beruhigung in das Big-Brother-Haus ein. Dort werde ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen und mich voll einbringen, damit die anderen Mitbewohner auch etwas von mir lernen. Bei meinen Begabungen sollte das ja kein Problem sein. Aber ich habe natürlich auch sofort klar gestellt, dass ich nicht mit dem Nachnamen meines Vaters, mit dem ich ja nichts mehr zu tun haben möchte, in Verführung gebracht werden möchte.

Ich bin einfach die Patricia. Die Tochter vom Roberto. Der keine Uhren mehr hat! Hahahaha! Ein bisschen Spass muss sein!

P.S.: Einer geht noch, weil ich so eine natürliche Frohnatur bin und das meine ich ernst: Naddel könnte sich eine Scheibe von mir abschneiden! Hahahaha!

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Kinderbonus

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Ganz abgesehen davon, dass ich den Begriff “Kinderbonus” für mehr als fragwürdig halte (er klingt so hermannesk) bin ich immer noch nicht dahintergekommen, was das genau soll. Ich habe es so verstanden, dass jedes Kind € 100,– erhält. Dieser Betrag wird mit dem Kindergeld ausgezahlt. So weit, so gut. Ich habe auch ungefähr verstanden, warum dieses Geld ausbezahlt wird. Soweit ich es ungefähr weiss, soll es einfach nur ausgegeben werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das heisst, wir (Elternteile in diesem Fall) bekommen Geld vom Staat, damit wir dieses wieder in diesen einfliessen lassen.
Das ist aber nicht das Problem. Wir können das Geld natürlich gut brauchen und werden es auch ganz bestimmt ausgeben. Bei den bald fusionierenden Supermärkten! Versprochen!

Was ich nicht verstehe ist die Art und Weise, wie es ausbezahlt wird. Alleinerziehende bekommen € 50,– überwiesen, weil der seiner Unterhaltspflicht nachkommende Vater das Recht auf die Hälfte des Betrages hat. Finde ich gerecht. Er darf dann die Hälfte von € 50,– vom regulären Unterhalt einmalig abziehen. Soweit, so gut. Das verstehe sogar ich.

Aber wenn ich anfange zu rechnen, komme ich mir sehr dumm vor. Denn: wenn der Sprottenvater die € 50,– vom Unterhalt abzieht und ich € 50,– mehr bekomme, dann ändert sich nichts. Wenn er die € 50,– nicht vom Unterhalt abzieht, dann hat Sam exakt € 50,– mehr. Aber in keinem Fall wird sie € 100,– erhalten. Wo sind dann die anderen € 50,–?

Ich möchte ja nicht ausschliessen, dass ich es einfach nicht kapiere. Dieser Artikel hat mir auch nicht viel weitergeholfen.

Ich würde trotzdem gerne wissen, wo ich mich verdacht und verrechnet habe und wo die € 50,– abgeblieben sind.

Ich möchte ja die Dankeskarte entsprechend formulieren.

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Wenn ich groß bin,

möchte ich auch mal so berühmt sein, dass mich ein total echter Kaiser empfängt. Das ist so schrecklich seriös. Und Mama wäre auch ganz stolz auf mich!


[via]

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Das kann ich auch!

wobinich

Jetzt mache ich einfach auch ein Rätsel. Und zwar eins, das total einfach ist. Und bei dem es auch eine Lösung gibt. Nicht wie hier, wo man sich einen halben Monat mit seltsamen Fragen herumschlägt und einem schlussendlich doch nichts verraten wird. Selbstverständlich gibt es auch einen ganz, ganz duften Preis!

Also: wo bin ich? Auf dem Bild da oben, meine ich.

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Alles Verbrecher!

alice

hallo, ich möchte die leute warnen mit denn anzeigenanname von die MoPo! Es heisst mann zahlt für 8 zeilen und am ende bekommt mann eine rechnung von über 10 zeilen! liebe hamburger ich gebe ein tipp geht nicht zu anzeigenanname auf die MoPo das ist des größte betrug

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Lieber Heiner,

thymian

dies ist nun der fünfte Brief, den ich Dir seit unserer Trennung vor drei Tagen schreibe und ich hoffe, dass Du diesen hier endlich beantworten wirst.

Ich habe viel über unsere einwöchige Beziehung nachgedacht und ich glaube, ich verstehe Dein Handeln immer besser.

Dass Du mich z.B. aus Deiner Wohnung geworfen hast, als ich Dir meine Temperaturkurve geben wollte, das kann ich jetzt nachvollziehen. Ich hätte vorher mit Dir einen Termin diesbezüglich vereinbaren sollen. Es war einfach ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, um Dich mit meiner Empfängnislyrik zu überraschen. Ausserdem hätte ich ja auch bis nach meinem Lyriktermin warten können, da wollte ich sowieso Deine Grundeinstellung zur Verhütung diskutieren. Es tut mir sehr leid, Heiner, dass ich Dich damit überrumpelt habe. Ich hätte wissen müssen, dass Du mit so einer Situation total überfordert sein musst.

Ich habe das schon gemerkt, als ich Dich gebeten habe mich zu einem Chortermin, der mir total wichtig ist, weil ich auch in einer Beziehung eigene Interessen pflegen möchte und auch muss, zu begleiten. Du hast so getan, als hättest Du etwas anderes vor, aber mir war schon klar, dass Du Angst hattest, als mein Anhängsel zu gelten. Mensch, Heiner! Wieso hast Du denn nichts gesagt? Dann hätten wir darüber diskutieren können, wie wir uns in Zukunft gegenseitig bei so sozialen Terminen vorstellen sollen.

Auch dass Du Dich nach einer Woche von mir getrennt hast, weil ich Dir zu „stressig“ bin, kann ich jetzt verstehen. Du bist es eben nicht gewohnt, mit einer starken und selbstbewussten Frau zu kommunizieren. Das liegt sicherlich an Deiner Mutterbeziehung, von der Du mir noch nichts erzählt hast, aber das liegt natürlich auf der Hand. Der Schlüssel zu allen Missverständnissen ist immer embryonaler Natur! Und es ist natürlich sehr schwer Dinge, die einen schmerzen, auch zu verbalisieren. Vor allem der Person gegenüber, die man doch so liebt. Das macht einen eben verletzlich und ängstlich. Aber, Heiner, darüber kann man doch diskutieren!

Ich verstehe, Heiner, dass Du Angst hast. Grosse Angst! Das mit uns ist so schnell passiert und wurde sofort ganz, ganz nah und vertraulich und zärtlich und so selbstverständlich, dass es schon ganz klar ist, dass man da nicht so mithalten kann, wenn man das noch nie erlebt hat. Vor allem wenn man, wie Du, lieber Heiner, Grundängste gegenüber starken und selbstbewussten Frauen hat.

Aber Heiner, ich weiss, dass Du mich auch liebst! Deine Augen sind der Spiegel Deiner Seele und den kannst Du nicht zuhängen. Nicht vor mir, der Frau, die Dich ebenfalls liebt. Ich sehe doch, wie sich die Farbe Deiner Iris verdunkelt, wenn Du mich ansiehst, Heiner.
Du, gib’ Dir einfach einen Ruck! Man kann Berge nur bezwingen, indem man sie besteigt. Heiner, ich bin jederzeit für Dich da, das weißt Du doch! Komm’ lass uns zusammen zu meinem wöchentlichen Folkloretermin gehen und Deine Ängste wegtanzen! Du wirst sehen, danach bist Du wieder ganz leicht und wir können einander wieder vertrauen und lieben.

Also, Heiner, ich werde nachher mal kurz und ganz spontan bei Dir vorbeigehen und Dir diesen Brief persönlich übergeben, damit Du auch weißt, wie ernst und vorbehaltlos ich es mit unserer Liebe meine. Vielleicht können wir dann auch einen Tee miteinander trinken, Du liest den Brief und wir diskutieren dann ganz entspannt darüber. Ist wirklich kein Problem für mich. Ich verlege einfach meinen Dozentenjob an der Volkshochschule “Wahrnehmungsstörungen – wie erkennen?”. Meine Schüler verstehen das.

Ich würde mir wirklich sehr wünschen, dass Du Dich mir, der Frau die Du liebst, gegenüber endlich öffnen kannst. Aber mach Dir auf keinen Fall Sorgen, Heiner, wenn das nicht sofort funktioniert. Ich liebe Dich und ich kann warten, bis Du soweit bist. Und bis dahin bleibe ich an Deiner Seite, damit Du auch weißt, dass ich immer da bin, wenn Du Dein Verhalten diskutieren möchtest. Natürlich auch jederzeit ohne Termin.

Keine Sorge, mich wirst Du nicht los!

Bis gleich, mein lieber Heiner!

Deine Aggi

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Ich bin sogar zu alt, um peinlich zu sein.

arschgesicht

Ich schüttele gerade das Abendessen in der Küche herum, höre Musik aus meinem Laptop und dann kommt sie schon, die Tochter: “Du weisst schon, dass du zu alt bist, um das Lied cool zu finden? Das ist echt total peinlich!” Sprach’s und schlug die Kinderzimmertür hinter sich zu.

Was soll ich dazu sagen? Eben. Gar nichts. Ich schüttele es einfach nur weiter vor mich hin.

Und fühle mich alt. Denn in diesem Clip sehe ich die Hosen von Mick Jagger, die Schuluniform von Britney Spears, die Kirche von a-ha, das Outro des ersten Clips der Spice Girls, ein paar Moves von MC Hammer, viel Chemical Brothers, noch mehr Run D.M.C. und noch so einiges mehr. Wie z.B. Pete Doherty und seinen Hut.

Ich bin wirklich alt. Ich fange an zu glauben, dass Ideen geklaut werden können.

P.S.: Und ich bin peinlich. Ich weiss immerhin, wer Pete Wentz ist.

P.P.S.: Jetzt sehe ich es erst – sogar der Scheitenscheitel von Tokio Hotel ist dabei!

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Der kleine weisse Hase Keinezeit

eintritt-frei

Samstag, 19.30 h: “Spiegel Eier”

Sonntag, 19.30 h: “Warzenhaarentfernung”

Montag, 19.30 h: “Wahrnehmungsstörung”

Dienstag, 19.30 h: “Hammerzehlackierung”

Mittwoch, 19.30 h: “Naturwellenlobotomie”

Ich bin total im Stress. Aber es kann jeder jederzeit vorbeikommen. Und nicht vergessen: der Eintritt ist frei!

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