Kinderbonus
Posted by zoee on 18 Mrz 2009 | Tagged as: Aktuelles & News

Ganz abgesehen davon, dass ich den Begriff “Kinderbonus” für mehr als fragwürdig halte (er klingt so hermannesk) bin ich immer noch nicht dahintergekommen, was das genau soll. Ich habe es so verstanden, dass jedes Kind € 100,– erhält. Dieser Betrag wird mit dem Kindergeld ausgezahlt. So weit, so gut. Ich habe auch ungefähr verstanden, warum dieses Geld ausbezahlt wird. Soweit ich es ungefähr weiss, soll es einfach nur ausgegeben werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das heisst, wir (Elternteile in diesem Fall) bekommen Geld vom Staat, damit wir dieses wieder in diesen einfliessen lassen.
Das ist aber nicht das Problem. Wir können das Geld natürlich gut brauchen und werden es auch ganz bestimmt ausgeben. Bei den bald fusionierenden Supermärkten! Versprochen!
Was ich nicht verstehe ist die Art und Weise, wie es ausbezahlt wird. Alleinerziehende bekommen € 50,– überwiesen, weil der seiner Unterhaltspflicht nachkommende Vater das Recht auf die Hälfte des Betrages hat. Finde ich gerecht. Er darf dann die Hälfte von € 50,– vom regulären Unterhalt einmalig abziehen. Soweit, so gut. Das verstehe sogar ich.
Aber wenn ich anfange zu rechnen, komme ich mir sehr dumm vor. Denn: wenn der Sprottenvater die € 50,– vom Unterhalt abzieht und ich € 50,– mehr bekomme, dann ändert sich nichts. Wenn er die € 50,– nicht vom Unterhalt abzieht, dann hat Sam exakt € 50,– mehr. Aber in keinem Fall wird sie € 100,– erhalten. Wo sind dann die anderen € 50,–?
Ich möchte ja nicht ausschliessen, dass ich es einfach nicht kapiere. Dieser Artikel hat mir auch nicht viel weitergeholfen.
Ich würde trotzdem gerne wissen, wo ich mich verdacht und verrechnet habe und wo die € 50,– abgeblieben sind.
Ich möchte ja die Dankeskarte entsprechend formulieren.
der sprottenvater erhält doch 50 euro, die er dann an dich weiterleiten muss. oder nicht? und du bekommst auch 50 euro. das gäbe doch dann 100. oder ist das nur meine logische überlegung und funktioniert so gar nicht? ich bin ja nicht aus deutschland.
ach so. jetzt habe ich auch den artikel dazu gelesen… lesen bildet ja bekanntlich. also, ich versteh das so: du bekommst 100 euro. der kindsvater dürfte die in diesem monat vom unterhalt abziehen. dann hätte dein kind tatsächlich nur 50 euro. die anderen 50 hätte der vater…
logisch scheint mir das nicht, aber ich bin ja kein politiker…
So habe ich es auch verstanden. Man rechnet einfach mit der Unwissenheit bzw. Trägheit des Sprottenvaters.
Seltsame Sache, das.
Du bekommst in jedem Fall die 100 EUR. Und da der Sprottenvater Anrecht auf die Hälfte, also 50 EUR, hat, kann er dies mit dem Unterhalt verrechnen. Pro Unterhaltspflichtigem Elternteil 50 EUR. (du bist in dem Falle nicht materiell unterhaltsverpflichtet [oder so ähnlich]). War so verständlich?
so kann ich das nachvollziehen. ich war etwas irritiert, wegen der mitwirkung der getrennt lebenden elternteile. und dann eben noch der wald und die bäume. danke schön!
das ganze wird zumindest die kommunikation fördern, könnte ich mir vorstellen.
Booah, watt kompliziert. Lohnt sich zusammenbleiben doch.
für 100 €?
ich glaube, es gibt keinen betrag auf der ganzen welt, der mich zu meinem letzten ex zurücktreiben könnte.
@zoee: *PRUUUST* …verständnis!
Eben. Es sind nur 50, weil getrennt. So hab ich das jetzt verstanden.
Also, wenn man mal die Düsseldorfer Tabelle, irgendwelche gerichtsentscheide und alte Eifersüchte- und Frotzeleien außen vorlässt, sich kurz wie zwei Erwachsene benimmt, was nach einer Trennung schwer genug ist, dann zieht der Sprottenvater die 50,- nicht ab, sondern überweist sie an die Sprotte oder wahlweise die Sprottenmutti. Weil: Das Geld ist ja für das Kind bzw. für etwas, was das Kind vielleicht schon lange braucht, also auf jeden Fall zweckgebunden. Der Sprottenvater, bei dem das Kind ja nicht lebet, hatt dann in dem Monat genau so viel wie immer und die Sprotte bzw. der Haushalt, in dem die Sprotte lebet, hat Hundert Euronen mehr. So einfach KÖNNTE es sein.
Bzw. erhält der die 50,- e ja gar nicht, also überweist er sie nicht, sondern pfeift eben geschmeidig drauf.
@puschel: bei uns jedenfalls ist es, gottseidank, genauso einfach. mit dem geld wird auf jeden fall etwas für die sprotte gekauft, das ist keine frage. es ist dann auch im grunde egal, ob das geld bei ihm oder bei mir landet.
mir ging es hauptsächlich darum herauszufinden, warum ich immer nur auf € 50,– gekommen bin. aber das weiss ich ja jetzt: weil ich anscheinend nicht lesen und nicht rechnen kann.
aber mit sicherheit werden diese € 50,–/€ 100,– in einigen (getrennt lebenden) familien für viel diskussionsstoff sorgen.
Aber keine Süßigkeiten! Liest Du? Keine Süßigkeiten!
natürlich keine süssigkeiten. nur drogen und alkohol. ganz altersgerecht.
Ob die Schrottauto-Prämie oder jetzt der “Kinderbonus”, irgendwie schafft es der Staat, das Geld, welches er ja eigentlich gar nicht hätt, extremst bürokratisch und möglichst idiotisch zu verbrennen und am Ende das ganze auch noch als Leistung zu verkaufen.
Wieso nicht einfach den Kids das Geld in die Händ drücken und fertig? So wie es sich hier liest versteh ich es auch beim 3. Mal net – irgendwie kriegt da der Vater (naja, der Allein-Nicht-Erziehende) die Hälfte des Bonus, weil jeder Mann im Inneren auch noch ein Kind ist?
Mein Beileid!
ich schätze diese “Prämie” ist einfach nur falsch benannt worden und weckt damit ungebührliche Begierlichkeiten.
Es ist ein Bonus (pro Elternteil 50,- Euro) dafür dass man ein Kind vom Band hat laufen lassen.
Also sollte es Anti-Abortions-Bonus heissen oder so.
Aber mit Kindern hat das nix zu tun…
Ich als Vater der um jede Minute Umgang tapfer kämpft werde die 50 Euro einbehalten und meinem Sohn direkt zukommen lassen. Wie weiss ich jetzt nocht nicht aber vielleicht für Klamotten oder ein schönes Erlebniss was wir uns gönnen. Lasst den Kinderbonus die Chance zu einem echten Kinder bonus zu werden. Und das kann auch ein Vater gut bewerkstelligen.
Ich jedenfalls freue mich dass ich auch mal etwas direkt für mein Kind tun kann.
In dem Sinne
Holger
hurra, kinderbonus. endlich können wir was für unsere kinder tun.
@tigger: das ist wahrscheinlich die ursprungsidee – aber kinder sind -gesetzlich gestaffelt- nicht geschäftsfähig. deshalb kann man ihnen nicht einfach geld in die hand drücken. was man auch nicht sollte
@rowin: ich glaube, ich weiss was du meinst.
@holger: schade, dass es bei dir so schlecht läuft. du zahlst ja unterhalt und deshalb steht dir auch die hälfte des betrages zu. da gibt es ja im grunde nichts zum aufregen. ich hoffe, dass du auch sowieso mal etwas “direkt” für dein kind tun kannst.
@peter: yep. hurra. weil wir sonst so furchtbar scheisse sind.
Ja, definitiv und das blöde ist, dass das immer die Kurzen auszubaden haben, denen ja eigentlich was Gutes getan werden sollte.
@Zoee: Vielleicht sollte man Kindern kein Geld in die Hand geben – aber ob es bei Leuten wie MIR besser aufgehoben wär wag ich ernsthaft zu bezweifeln
@Holger: Es tut gut, auch einmal die Meinung eines Vaters zu lesen, auch wenn ich nach wie vor der Meinung wär: Das Geld gehört den Kids (und damit der Person, in dessen Haushalt das Kind lebt). Es gibt viele ungerecht vom Kind ferngehaltene Väter, aber UM LÄNGEN mehr alleingelassene Mütter.