Archive for Mai, 2009

Der Sommer kommt,

primaklima

[Für das wahre prima Klima einfach auf das Bild klicken]

und damit die alljährlichen Scheusslichkeiten. Aber ich will ja nicht ungerecht sein. Ganz viele, z.B. Männer, können ja nichts dafür. Die müssen in Hemd und Schlips herumlaufen, dürfen ihre Trekkingsandalen nicht zum Anzug tragen und schon gleich gar keine schweissaufsaugenden Tennissocken in den Anzugschuh oder Slipper pressen.

Aber das ist jetzt vorbei! Jetzt gibt es das Hemd für den sehr eleganten Mann von heute! Ein Hemd mit ganz eigener Klimaanlage! Vorbei sind die Zeiten der Schwitzflecken auf bleu unter den Armen, vorbei die Adamsapfelbeklemmungen, vorbei die Knitterfalten in dem Bereich, wo das Hemd in die Hose gesteckt werden muss. Nein, jetzt kann man sich in den Modefarben bordeaux (oder bordeaux/sand) oder schilf (oder schilf/natur) gestreift oder einfarbig total bewusst unter das Volk mischen. Und wenn man merkt, dass es etwas schweisst, dann lockert man den sehr eleganten Kragen ohne Knopf mit dem -natürlich auch- sehr eleganten Schlips, macht ganz leger ein paar Mal den Entenflügelflapflap mit den Armen und der ganze Dunst ist ein gewesener!

Abends ist es dann am allerbesten: der sehr elegante Mann zieht das Primaklimahemd einfach aus, schüttelt es ein paar Mal – und schon ist es wieder faltenfrei und anziehbereit für den nächsten Tag. Momentan kann man zwei Hemden für eines erwerben. Wäre ich ein sehr eleganter Mann, ich würde keine Minute zögern und mir sofort einen Vorrat davon anlegen. Wer weiss, wann es wieder so billig ist, sehr elegant auszusehen?

Und da die meisten Frauen bekanntlich gerne ihre Zeit mit Männern verbringen, die sie zum Lachen bringen, ist das sehr elegante Hemd auch noch ein Garant für Flirten ohne Ende. Also ich würde sofort sehr lachen, wenn mir ein paar Männer entgegenkommen, die ständig “Flap Flap Flap” machen, wirklich!

Ausserdem lenkt es bestimmt auch sehr elegant vom Gesicht ab.

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Mütter sind peinlich,

das weiss jedes Kind. Meine Mutter war sogar so peinlich, dass sie mit 29 Jahren immer noch in Miniröcken und Jeans herumlief. Ich habe mich so geschämt!

Ich wollte nie eine peinliche Mutter werden, allerdings sieht das Frau Sprotte etwas bis ganz anders. Ich darf auf der Strasse weder singen, noch tanzen, keine Tauben erschrecken und in keine Schaufenster mit peinlichen Schuhen, Klamotten oder Obst sehen. Am liebsten wäre es ihr, ich würde auf der anderen Strassenseite laufen, wenn wir schon partout zur gleichen Zeit die Wohnung verlassen und sogar noch den gleichen Weg haben. Aber sie ist grosszügig: ich darf drei Schritte hinter ihr laufen für den Fall, dass sie irgend etwas total unpeinliches wie eine Teenie-Zeitschrift, ein Kleidungsstück oder Schulzubehör benötigt. Ich habe nämlich das Portemonnaie!

Ich wollte dieser Schmach ein Ende setzen und endlich eine total unpeinliche und voll kühle Mutter sein. Also habe ich etwas getan, das ich schon längst hätte tun sollen: ich habe mir den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens und ein total unpeinliches Herz auf den linken Unterarm tätowieren lassen. Das sieht richtig klasse aus!

Und damit hole ich sie heute von der Schule ab, krempel den Ärmel meines T-Shirts hoch und winke ihr mit einem lauten “Juchhu!” zu, wenn sie zusammen mit ihren Freundinnen aus der Tür kommt.

Die wird sich bestimmt ganz, ganz, ganz mächtig freuen!

sammytattoo

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Welcher Begriff wird gesucht?

brezel03

Natürlich gibt es wieder einen ganz tollen Preis zu gewinnen und zwar eine Eintrittskarte für eine Bloglesung freier Wahl!

Na? Ist das nicht total klasse?

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Also, das ist so:

die Rubi ist eine wunderhübsche junge Frau, die total durchtrieben ist, was man schon daran sieht, dass sie wunderhübsch ist und eher erotisch immer mit ihrem Hintern wackelt. Die Rubi wohnt mit ihrer Mutter, einer Wäscherin und ihrer harmlosen Schwester, einer Büromaus, in einem heruntergekommenen, schäbigen Haus irgendwo in Mexiko.

Die Rubi geht auf eine Elite-Universtität, die ihre Schwester bezahlt, damit aus der Rubi mal etwas wird. Die Rubi ist auch die beste Freundin von der Maribel, die ein Hinkebein, einen stinkreichen Vater, eine Oma, aber keine Mutter hat. Und die Maribel mag die Rubi auch voll gerne und schenkt ihr immer Klamotten. Die Maribel mag die Rubi sogar so voll gerne, dass ihr Papa Rubi die Studiengebühren bezahlt, als die unscheinbare Schwester ihren Job verloren hat. Dafür lächelt die Rubi den Vater von der Maribel immer verführerisch an, so mit dem Blick von unten nach oben. Die Rubi lächelt sowieso die ganze Zeit verführerisch herum, wenn sie nicht gerade ihrer Mutter und Schwester dramatisch vorschreit, dass sie Besseres in ihrem Leben verdient hat und stinkereich werden will und wird. Koste es was es wolle! Dass das komisch klingt, fällt der Rubi aber nicht weiter auf, obwohl sie auf eine Elite-Universtität geht.

Die Maribel hat aber nicht nur Reichtum und ein Hinkebein und die Rubi, sondern sie hat auch einen Internetverliebten, den Hector. Der Hector lebt in New York, sieht gut aus und ist ebenfalls stinkereich. Der Hector ist auch total in die Maribel verliebt und alle beide sind total romantisch und erzählen sich immer, wie voll sie sich lieben. Die Maribel hat dem Hector aber nichts von ihrem Hinkebein erzählt und macht sich ganz grosse Sorgen, dass er sie dann nicht mehr liebt, wenn er das erfährt. Der Vater von der Maribel macht sich auch grosse Sorgen und sagt, dass der Hector ein Tunichtgut ist, auch wenn er stinkreich ist und der Sohn des Schwippschwagers der Cousine seiner Tante achten Grades ist.

Die Maribel erzählt der Rubi auch ganz lang, dass sie sich grosse Sorgen macht wegen Hector und des Beines und die Rubi sagt der Maribel, dass sie sich keine Sorgen machen muss, weil der Hector sie bestimmt auch mit ohne Bein lieben wird.

Dann ruft der Hector an und eröffnet der Maribel, dass er schon am nächsten Tag nach Mexiko kommt, um sie zu besuchen. Die Maribel erleidet einen Herzensschock und bittet die Rubi, mit ihr zum Flughafen zu kommen, damit sie dem Hector das mit dem Bein erzählen kann, bevor der Hector die Maribel am Flughafen ohne Vorwarnung sieht und sie dann nicht mehr liebt.

Die Rubi geht, natürlich voll und ganz ohne böse Hintergedanken, mit zum Flughafen, stellt sich an der Rolltreppe auf, schiebt ihren Hintern verführerisch auf die Seite und sagt zu dem stinkreichen Hector mit ihrer rauchigen Stimme: “Du bist also Hector!” Dann war die Folge zu Ende.

Ich muss ja nicht lange raten: die Rubi spannt der Maribel bestimmt den Hector aus, erzählt aber der Maribel, dass der Hector sie nicht liebt, weil sie das eine Bein verhinkt hat und die Maribel ist total traurig und die Rubi tröstet sie und bekommt dann noch mehr Klamotten geschenkt und kann den Vater verführerisch anlächeln. Das geht dann ungefähr 298 Folgen so. Was die ganzen anderen Leute aus dem Vorspann da noch zu suchen haben, weiss ich auch nicht. Das sind wahrscheinlich alles Statisten, die immer mal wieder dramatisch herumschreiten und -schreien und hispanistische Liebe machen.

Ist das nicht voll spannend?

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