Archive for Oktober, 2009

WWSDGKS

spinnilein

Casting-Shows haben ja eine lange Tradition. Herr Bohlen wird uns z.B. ab morgen wieder mit seinem “Supertalent” belästigen -er hat sogar einen Kunstfurzer im Angebot, wie appetitlich-, der schwangere Detlef-Ausrufezeichen schreit bei den “Popstars” kleine Mädchen wegen der fehlenden “Ättitjuht” an und die Schwiegertöchter sind auch noch nicht gefunden. Das sind zu wenige Schauen auf einmal, dachte sich VOX wohl und ruft zum ultimativen Wettbewerb auf: Wildes Wohnzimmer sucht Deutschlands grösste Kellerspinne”.

Hierfür muss man noch nicht einmal gut aussehen, singen, tanzen oder auf Händen laufen können, nein, man muss die Kellerspinne einfach suchen (ist auch egal ob auf dem Dachboden oder in der Küche oder unterm Bett, Hauptsache Kellerspinne), sie fotografieren, das Foto einschicken und auf das Kamerateam mit dem Spinnenexperten warten. Dann wird die Spinne gefilmt und vermessen und gewinnt dann einen Preis. Man muss der Spinne allerdings irgendwie begreiflich machen, dass sie auch genau da, wo man sie gefunden hat, zu bleiben hat. Wenn nämlich das Kamerateam und der Spinnenexperte sich entschieden haben, genau diese Kellerspinne zu filmen, muss sie natürlich auch anwesend sein. Das ist aber sehr schwierig, weil Spinnen sehr eigensinnig sind.

Meine z.B. wollte überhaupt nicht auf mich hören und lief ständig davon. Also habe ich sie zwischen zwei dicken Büchern gepresst und auf ein Blatt Papier geklebt. Und ein bisschen aufgehübscht. Ich bin sicher, Spinnilein hat die besten Chancen auf den Sieg. Sie wird nämlich die einzige original Kellerspinne sein, die am gleichen Ort ist, wenn das Kamerateam und der Spinnenexperte vorbeikommen, um sie zu vermessen, zu filmen und zu prämieren!

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Schäume

seltsamer traum

Gestern nacht habe ich geträumt, dass ich einen Sohn geboren habe. Die Geburt war recht schmerzlos und ich legte ihn dann in ein Bett, das hinter einem Vorhang verborgen war. Niedlich war er! Als ich ihn dann ein bisschen später zum Stillen holen wollte, war er schon mächtig gewachsen, hatte rote Haare und trug so Strassenkinderklamotten wie aus den Charlie Chaplin-Filmen. Ich nahm Bruno (dafür kann ich nichts, das habe ich ja geträumt) hoch und setzte ihn mir auf den Schoss. Dabei merkte ich, dass er schon laufen konnte. Als ich ihm dann die Brust geben wollte, verlangte er nach einer Speisekarte.

Gleich danach habe ich an einer Wäscheklammer vier Wakeboarder in der Alster hinter mir her gezogen. Dann fing es an zu regnen und Wind kam auf und wie immer auf offenen (haha) Gewässern kamen schlimme Wellen und ich konnte die Klammer nicht mehr halten. Also musste ich sie loslassen und die Wakeboarder flogen alle auf die Kennedybrücke. Und dann kam ein Zug.

Ach ja, es stellte sich heraus, dass ich lediglich die Leihmutter von Bruno war. Die “echten” Eltern habe ich anschliessend mit Bruno in einem Ruderboot unter einer Trauerweide gesehen.
Das sah hübsch aus. Und so harmonisch!

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Lalalalala!

drogenkissen

Hach, ich weiss gar nicht, was mit mir los ist! Seitdem ich diese total dufte und sinnvolle Skulptur habe, ist mir so anders. Die ganze Zeit muss ich singen und tanzen und bin ganz unglaublich fröhlich und gut gelaunt! Lalalalala – da, es geht schon wieder los! Keine Ahnung, ob es an der feurigen roten Farbe, dem polygamen Stein, dem Holzfuß oder dem Loch liegt -Lalalalala- ich bin total auf 119! Hach und verliebt habe ich mich auch endlich mal wieder -Lalalalala- in mein braunes Kissen! Ich trage es den ganzen Tag auf Händen und lalalalalache es an und bin so unsagbar glücklich! Aber das allerbeste daran ist: ich bin blond geworden! Lalalalalala!

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Die Ware Frauensuche

queen-of-hearts02

Es gibt ja sicherlich hehre Gründe, sich bei „Schwiegertochter gesucht“ zu bewerben in der Hoffnung, ein paritätisches Gegenstück zu finden. Die gegenseitigen Ansprüche sind nicht besonders hoch, Geld gibt es und „in Fernsehen“ kommt man dann auch noch, was die Chance auf Glück, falls es mit Holgi-Jensi-Wolfi nicht geklappt hat, doch noch etwas erhöht. Schliesslich ist man dann ja quasi prominent.
Natürlich gibt es darunter auch immer den einen oder anderen Kameraden, der nichts weiter als seinen Ruhm im Kopf hat und an der Ware Frauensuche so gar nicht wirklich interessiert ist, sondern diese Sendung lediglich zur Steigerung seines eigenen Bekanntheitsgrades nutzen möchte. Wieso die bei den Redaktionen immer so durchschlüpfen, verstehe ich nicht. Das kann ja so gar nicht im Sinne so einer seriösen Partnersuchgeschichte in aller Öffentlichkeit sein! Da muss man nachbessern!

Einer gehört aber in keinem Fall dazu: Christian, der Bürgermeister. Dem selbsternannten Bürgermeister Christian kann man zumindest eine Sache nämlich nicht nachsagen: Eitelkeit. Gut, der blondierte Bürzel auf dem Kopf lässt vielleicht etwas ungewöhnlich auf seinem sonst relativ übersichtlichem Kopf anmuten, der Dreistundenbart (solange braucht er nämlich jeden Tag, um ihn entsprechend zu stutzen) sieht auch nur ein bisschen albern aus und dass man ihm die Flatrate in einem Sonnenstudio ansieht ist nicht prollig sondern gepflegt; selbst Ketten von der Rolle trägt man heute so, dass sie eben rollig aussehen. Und als Justizvollzugsbeamter darf man ja auch ruhig etwas greller gekleidet sein, die piefigen Zeiten in den staubigen Stuben sind doch nicht mehr zeitgemäss. Der Amtsschimmel darf gerne wiehern.

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Hey Sprottchen,

samersterschultag

herzlichen Dank, dass Du mich heute zu einer 14jährigen Mutter gemacht hast. Aber wir wollen ja nicht übertreiben, ok? 14 klingt noch recht jung, aber ab jetzt wird es kritisch. Ich bin dafür, dass Du ab sofort wieder in die 1. Klasse gehst, da kam ich in der Schule wenigstens noch mit. Und Du warst weniger frech, aufsässig und patzig.

Hm. Auf der anderen Seite habe ich Dich schrecklich lieb und zwar genau so, wie Du bist: frech, aufsässig und patzig. Und humorvoll, intelligent, liebenswürdig und sehr putzig.

Alles Liebe zum Geburtstag, meine Kleine!!! Es ist so schön, dass es Dich gibt, ich würde mich nämlich sonst wahrscheinlich zu Tode langweilen.

P.S.: Nein, das heisst nicht, dass Du die Spülmaschine in Zukunft nicht mehr ausräumen musst!

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“..so einen guten Musikgeschmack hast..”

Aber natürlich. Ich bin doch vom Fach!

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Liebe Brigitte,

brigitte

mann, da habt Ihr ja eine richtige Kuh gelandet! Als erstes Modemagazin der Welt werdet Ihr also ab 2010 keine dürren Models mehr ablichten sondern “ganz normale” Frauen. Also die ganz normalen Frauen, die seit Jahrzehnten Eure Diät-Bücher und -Beutel kaufen, damit sie irgendwann mal so aussehen, wie die dürren Models, die Ihr seit Jahrzehnten abbildet und dafür teuer bezahlt. Diese ganz normalen Frauen, die sich trotz Bücher und Diäten trotzdem nicht die Tweed-Hot-Pants über die blickdicht bestrumpfhosten Hüften spannen können, denen keine Häkelbikinis stehen und die in einem Lederbolero aussehen wie eine Litfaßsäule ohne Säule.

Mit Photoshop habt Ihr auch schon Models runder gemacht, habe ich gelesen, weil sie zu dünn waren. Respekt. Man hätte zwar auch gleich mit einem Model für Übergrössen arbeiten können (also Grösse 38), aber wenn man schon einen Computer hat, kann man ihn ja auch benutzen, stimmt schon.
Und damit alles ganz normal bleibt, muss man ja auch im Gesicht nichts mehr retuschieren, kein Doppelkinn, keine Pickel, keine Falten. Und mit Sicherheit werden die abfotografierten ganz normalen Frauen auch deutlich über dem Durchschnittsalter der momentanen Dürren liegen. Wer braucht schon 18jährige schlanke Models, wenn man dafür auch 40jähriges Moppels haben kann? Sogar für einen Bruchteil des Preises?

Ich finde das ganz, ganz dufte von Euch, liebe Brigitte und freue mich schon auf die neue Serien, die mit Sicherheit zeitnah geschaltet werden, weil das ja auch ganz normal ist: “Sahnetörtchen für alle Tage – bereuen war gestern!” – “Kernseife tut es auch” – “Wer braucht schon einen Spiegel?” – “Total normal – jeder kann ein Model sein!”

Hach, wenn Ihr es nicht heute bereits getan hättet, würde ich mir jetzt glatt selbst die Augen auswischen. Herzlichen Dank dafür!

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Ich übersetze dann mal:

nuttenpapa

“Geizhals, Beamter, 55 Jahre/1,77 cm/120 kg, wünscht sich regelmässigen Schnellsex mit einer jungen Gelegenheitsprostituierten, ohne Zuhälter oder Bordellzugehörigkeit, damit es schön billig bleibt. Das mit der festen Beziehung schreibe ich hier nur hin, damit es nicht zu eklig aussieht.”

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Der letzte Beitrag

ist hier zu lesen.
Ja, ich gehe manchmal fremd.

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Aha. Soso.

mitschelle

Wäre ich ein Schwein, würde ich mich auch eher für eine anständige Sau interessieren. Und haarfarbenunabhängig würde sowieso kein zweibeiniges Schwein auch nur in die Nähe meines Ringfingers kommen. Auch kein blöder Hund, kein dummer Ochse, kein toller Hecht, kein strammer Max und auch keine doofe Eule. Ich habe es lieber traditionell und schlicht und bevorzuge einfach einen Mann.

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