Archive for September, 2010

Klischees sind einfach nur Kaka

mosi

Klischees finde ich einfach blöd. Männer stehen nur auf Autos und Fussball und Frauen nur auf Schuhe und Handtaschen? Das ist doch so albern!

Heute habe ich diesem Klischee entgegengewirkt und meine Sommerhandtaschen ausgeräumt:

- zwei gefühlte Packungen Tampons in lose
- 35 Feuerzeuge
- 9 geöffnete Packungen Taschentücher
- ein Chanel-Nagellack, den ich schon ewig gesucht habe
- gefühlte 1000 Stück 0,01/-2/-5- Cent-Münzen
- 3 x 1-Euro-Münzen
- 12 angefangene Fishermens-Friends-Kirsche-Packungen
- 2 Airwaves Blue Fresh-Packungen in mittlerweile ungeniessbar
- drei Lippenstifte, die ich schon ewig gesucht habe
- 2 x Sonnencreme LSF 50
- 44 Visitenkarten von Leuten, von denen ich nicht einmal weiss, wer sie sind
- 3 Telefonnummern auf Zetteln von Leuten, von denen ich nicht einmal weiss, wer sie sind
- Zettel ohne Ende
- 76 Kugelschreiber
- 28 Batterien

Wow.

Ich muss das Klischee mit den Autos noch einmal überdenken.

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Schauen wir uns das mal genauer an oder: fragt doch einfach mal die Mutti!

maedchendummfug22

Das Teenietum treibt manchmal sehr seltsame Blüten, ich weiss das ganz genau. Erstens, weil ich auch mal einer gewesen bin und zweitens, weil einer momentan bei mir wohnt. Allerdings -natürlich- nur übergangsweise, weil “zuhause sowieso blöd und nicht stylish und überhaupt nicht cool und verstehst schon, näch?” ist. Die Hilfsbereitschaft lässt momentan im blöden Zuhause sowieso zu wünschen übrig, weil Frau Teenie ja momentan sehr schwer arbeiten muss und sich deshalb unmöglich und auf keinen Fall an gemeinsamen Haushaltsaktivitäten beteiligen kann, weil “wie ungerecht ist das denn?”. Ich sag’ mal: willkommen im Leben!

Auf einem beliebten sozialen Netzwerk sind die Teenies allerdings sehr viel hilfsbereiter und stehen sich mit Rat und Tat bei den wirklich wichtigen Problemen des Lebens zur Seite. Wie z.B. bei diesem überlebensnotwendigen Ratgeber für die Kommunikation zwischen den Geschlechtern.

Ich finde das richtig knorke, schnafte, dufte und oberhammeraffengeil, wie das heutzutage so offen abgeht und dass man so total kühl alles so bekakeln kann, aber -wie schon erwähnt- war ich auch schon mal ein Teenie und habe damals ebenfalls meine Jungs-Erfahrungen gemacht und aus diesen natürlich nicht gelernt. Sonst wäre Bruce nicht seit mittlerweile 8 Jahren beim Zigarettenholen.

Deshalb möchte ich jetzt ein gutes Werk tun und diesen Anlinie-Ratgeber etwas, hmmm sagen wir mal: professionell befruchten. Selbstverständlich nur bei den wirklich wichtigen Punkten. Im Grossen und Ganzen ist der Ratgeber soweit echt okeh und ich will ja niemanden seine Erfahrungen nehmen. Oder den Bruce.
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Für Ole

nur für ihn

oder so

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Vorher- Nachher

spookie

Das Kind absolviert in den nächsten drei Wochen ein Betriebspraktikum. Ich finde das sehr gut, denn sie müssen sich den Praktikumsplatz selbst suchen, Vorstellungstermine vereinbaren und wahrnehmen, selbständig einen Lebenslauf erstellen und somit einen Einblick in das harte Berufsleben bekommen Und der Abnabelungsprozess wird noch weiter vorangetrieben. Das wiederum finde ich Kacke.

Das Schulpraktikum (keine Ahnung, was der genaue Unterschied ist, ausser dass dieses Praktikum zwei anstatt drei Wochen geht) verlief im letzten Schuljahr etwas chaotisch, weil sie nach einer Woche Praktikum
in der Filmproduktionsfirma abgebrochen hat, weil sie absolut nichts zu tun hatte (”wir tun dem Vater mal den Gefallen, auch wenn wir momentan nichts zu tun haben”) und der Wechsel zu einem Musikverlag bescherte ihr auch keine wirkliche Abwechslung, weil sie auch dort absolut nichts zu tun hatte (”wir tun der Mutter mal den Gefallen, auch wenn wir momentan nichts zu tun haben”).

Also musste es jetzt ein Kindergarten sein, weil man da zumindest etwas zu tun hat. Und ohne, dass sich die wohlmeinenden Eltern einmischen. Alles gut und alles klar. Sie hat das auch prima ganz alleine gemacht (”Neiheiin! Ich will nicht nach Hollywood!” und heute war also ihr erster Tag.

Vorher/6 am:
Kind schlurft halbschlafend ins Bad “Ich habe Praktikum und muss trotzdem so früh aufstehen!”
Mutter, hellwach: “Was soll ich dir denn in deine Brotdose packen die Kinder müssen sich ja ein Vorbild an Dir nehmen und da kann ich doch das herrichten was ich sonst so mache und überhaupt du brauchst ja noch Wechselwäsche wenn ihr draussen spielt und Gummistiefel falls es regnet weil es doch jetzt Herbst ist und soll ich dir den Apfel kleinschneiden oder kannst du ihn auch so essen und hier ist noch eine Packung Taschentücher und …”
Kind kommt aus dem Bad und hat die Zahnbürste noch im Mund: “Hmpft, Mma, du weifft fonn, daff iff im Kindergarten die Kinder dort betreuen foll und nicht felbft betreut werden muff? Kannft du bitte mal mit dem Plappern aufhören?”

Mma ift beleidigt.

Nachher/4 pm:
Kind: “Ist das nervig die hören ja überhaupt nicht zu und ich habe heute dreimal hintereinander Willi vorgelesen und die fanden meine Zeichnungen doof und haben mich ‘Frau Pupsi’ genannt und ich musste pipi aufwischen und gleichzeitig eine frische Hose heraussuchen und beruhigen, weil das doch nicht schlimm ist und die Spülmaschine ausräumen und das Essen ist so fürchterlich Tofu aber die Kinder sind so knuffig!”

Mama findet das gut.

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