Archive for the 'Sprotte' Category

Ein Fehler im System

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Und weil Weihnachten wirklich schön war, dachte ich mir, ich mache dem Kind eine Freude und wir gehen heute nachmittag hübsch gemütlich ins Kino, bevor uns der Alltag wieder hat. Auch wenn ich jetzt ein paar Tage frei habe, muss doch so die eine oder andere Sache ganz dringend erledigt werden. Z.B. morgen früh pünktlich um 8 h im Supermarkt sein, bevor die ganzen anderen Feiertagsgeschädigten kommen, um den Kühlschrank aufzufüllen, die Pfandflaschen zurückbringen und dann noch kurz in der Stadt -möglichst vor 10 h- etwas umtauschen.

Also im Internet einen niedlichen Film ausgesucht, reserviert, das Kind mit der frohen Botschaft überrascht und beglückt und schon ging es los. Im Kino haben wir uns dann Kinoeis geholt und eine Cola. Die Plätze waren überraschend gut, das Kino nicht ganz so knallvoll, die Mäntel und Taschen verstaut. Jetzt mussten wir uns nur noch anlächeln und uns auf den Film freuen.

Dann kommen plötzlich zwei junge Mädchen, balancieren lebensgefährlich kleidungsnah Nachos mit Ekelkäsesosse und Getränken und wollen scheinbar an uns vorbei. Aber nur scheinbar. Sie bleiben vor, bzw. zwischen, uns stehen. “Ihr sitzt auf unseren Plätzen!” – Ich gucke auf die Karten: “Nö, tun wir nicht, guckt mal, Sitze 10 und 11!” – Sie gucken auch auf ihre Karten. “Hm. Komisch. Wir haben 11 und 12. Aber egal, nebenan sind ja noch genug Plätze frei!”. Ich mag es, wenn Menschen unaufgeregt sind und nicht auf irgendwelche Nummern auf irgendwelchen Zetteln bestehen.
Die Frau, die es sich mit ihrer Bionade und ihrer Popcorntüte zwei Sitze von mir entfernt gemütlich gemacht hat meint nur trocken: “Hauptsache die Uhrzeit und das Datum stimmen, dann ist alles ok!” Ich gucke vorsichtshalber noch einmal heimlich auf die Tickets: Uhrzeit und Datum stimmen, kann ja gar nicht anders sein, weil ich das ja im Internet reserviert habe.

Die Werbung läuft, die Werbung ist vorbei, die Lichter gehen wieder an, da kommen fünf weitere Menschen mit Nachos und Getränken und drängen ebenfalls in die Reihe. Ich denke für mich “Naja, die sind wahrscheinlich so blöd und haben die Loge mit dem Parkett verwechselt!” und bleibe ganz ruhig. Aber die fünf Menschen nicht. Sie drängen sich alle aufgeregt in der Reihe herum, ein Mann hat seltsamerweise eine blinkende Weihnachtsmütze auf und sogar eine Taschenlampe dabei und kontrolliert laut kommentierend unsere Karten, “Ne, halt mal, hier ist die 16 und die 11 sitzt auf der 8 und die 10 auf …” weil irgendwo der Fehler ja sein muss. Ich glaube, er hat die blinkende Mütze echt auf, weil er das total lustig findet, nach Heiligabend. Was für ein Rebell! Die fünf Menschen beschliessen unter ihrem Zipfelanführer unisono und lautstark, dass das eine totale Unverschämtheit des Kinos ist, Plätze doppelt und dreifach zu vergeben, wir wären ja nicht bei der Bahn und holen einen Ordner. Ich bin immer noch ganz ruhig, denn wir sitzen ja richtig. Und ich denke, das könnte man alles auch noch ein bisschen ruhiger regeln. Die Bionade-Frau: “Hauptsache, Datum und Uhrzeit stimmen!”. Der herbeizitierte Ordner kommt, kontrolliert die Karten der fünf aufgeregten Menschen, der Vorspann hat angefangen und aus den hinteren Sitzen werden schon die ersten Buhrufe laut “Nimm’ die blöde Blinkemütze ab!” “Mach die Taschenlampe aus!”. Die Karten von Sprottchen und mir werden ganz zum Schluss kontrolliert. Klar, wir sitzen ja auch völlig richtig. Plötzlich winkt uns der Ordner raus. Wir drängen uns an den vier aufgeregten Menschen und der blinkenden Wichtigmütze vorbei und gehen natürlich sofort an den Rand. Der Ordner ist sehr kompetent und leise: “Ihre Karten sind für morgen! Soll ich gucken, ob ich die jetzt noch für den Film umtauschen kann?” Ich bin mehr als verwirrt, im hinteren Bereich werden die Aufforderungen an die blöde Blinkemütze mit Taschenlampe beides endlich auszumachen schon höflich mit “du Depp!” und der Drohung “ich komm’ gleich ‘runter!” untermalt. Ich beschliesse, die Diskussion doch lieber im Foyer weiterzuführen, bevor jemand auf die Idee kommt, es hätte irgend etwas mit Sam und mir zu tun.
Der Ordner ist sehr freundlich und wiederholt noch einmal, dass die Karten erst für morgen sind. “Das kann aber doch gar nicht sein,” erwidere ich ebenfalls sehr freundlich, “ich habe auf der Reservierungs-Site doch extra ‘Sonntag’ angeklickt! Ist das vielleicht ein Fehler im System?” Der freundliche Ordner und die (noch) sympathische Sprotte gucken sich verblüfft an. “Ehrm, Mama, heute ist Samstag, morgen ist erst Sonntag!” – “Ja, das stimmt, das kann man schon verwechseln!”, konspirativiert sich dieser Unverschämtling mit ihr. Ich schweige und rechne nach. Also am Mittwoch habe ich noch gearbeitet, am Donnerstag haben wir Weihnachten bei und mit Freunden gefeiert, waren aber recht früh zuhause, also dass es quasi ein gefühlter Arbeitstag war, gestern haben wir mit unseren Weihnachtsgeschenken gespielt und ich musste nicht einkaufen gehen, weil ich das immer am Freitag für das Wochenende mache, dann ist doch heute eindeutig Sonntag, weil ich doch morgen früh um 8 h im Supermarkt sein muss, wegen der gesamten Planungslogik!

Ich beschliesse, das Grinsen und Feixen der beiden minderjährigen Klugscheisser so würdevoll wie nur möglich zu ignorieren und erkundige mich stattdessen, ob es denn eine Möglichkeit gibt, mit den beiden -immerhin abgerissenen- Tickets morgen den Film ausserplanmässig sehen zu können. “Ja klar, kein Problem, morgen können Sie einfach so durchgehen” sagt der unverschämte Platzanweiser und lächelt mich aus.

Auf das, was ich mir von Sprotte anhören musste, muss und auch noch für die nächsten paar Leben anhören werde, möchte ich jetzt aus verständlichen Gründen nicht eingehen.

Aber ich habe ja immer noch die Chance, dass es sich hier um einen ganz, ganz, ganz schlechten hanseatischen Gemeinschaftswitz, versteckte Kamera, globalisierte Verarsche, internationale Ü-40-Frauenverachtung, Sprottenklassenverschwörung oder so etwas in der Art handelt und ich doch nicht ganz verblödet bin: ich werde morgen nämlich um 8 h vor dem Supermarkt stehen. Mit Pfandflaschen. Und Einkaufszettel. So sieht das nämlich aus!

Und dann werden wir ja sehen, wer zuletzt lacht! Ha!

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Fantasie (in GUT !!!)

nikolaus

Der Weihnachtswunschzettel der Sprotte ist auch in diesem Jahr recht übersichtlich und wurde bereits zwischen ihrem Vater und mir gerecht aufgeteilt. Dass ich die Exotenabteilung wie z.B. “die DVD gibt es aber nur in Japan” oder “der Film kommt aber erst im Januar raus, kannst du dir das merken?” abbekommen habe ist nicht weiter schlimm. Ich bin ja kreativ und nicht blöd.

Allerdings bereitet mir “Ein (GUTES!!!!) Fantasybuch” doch Kopfzerbrechen. Ich habe zwar Fantasie von Hamburg bis Milbertshofen, kann aber mit dem Begriff “Fantasy” nicht wirklich etwas anfangen. Ob das irgend etwas mit Harry Potter oder Elfen oder Eulen oder Einhörnern zu tun hat, möchte ich wissen. Nein, Harry Potter ist nicht Fantasy, weil Harry Potter gibt es ja quasi in echt, Elfen sind in Ordnung, wenn sie nicht kitschig sind, ausser sie gehören zu “Tinkerbell”, Eulen gehen nur in Zusammenhang mit Harry Potter (”Du weisst ja auch gar nichts!”) und Einhörner sowieso nicht. Ausser vielleicht. Und auf keinen Fall darf es so ein doofes Buch wie im letzten Jahr sein. Da habe ich mich etwas vertan und “Avatar” mit “Avatar” verwechselt. Woher sollte ich auch wissen, dass es davon mehrere gibt? Ich kannte eben nur den mit dem fliegenden Bison.

Ich werde jetzt also erst einmal feststellen müssen, was ein (GUTES!!!) Fantasybuch ist, überhaupt einfach erst einmal nachforschen, was alles unter den Begriff Fantasy zu verstehen ist und dann losgehen und ihr so ein Buch besorgen. Und zwar natürlich in GUT!!!

Prinzessin Lillifee gehört wohl nicht dazu, die gibt es doch sicher auch in echt, oder?

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Eine Frage der Einstellung

alter stein

“Sag’ mal”, fragt die Sprotte, “sag’ mal, würde dich das stören, wenn meine Freunde dich siezen würden?”
Was für eine blöde Frage. Keiner ihrer Freunde siezt mich, wir sind alle total dufte Kumpels auf Augenhöhe und ich bin voll die lustige und kühle Mutter. Ausserdem würde das ja heissen, dass ich in deren Augen total alt bin.
“Wieso fragst du?”
“Naja, ich denke mal, das heisst doch dann, dass du in ihren Augen total alt bist und das würde dich doch bestimmt sehr stören, oder?”
“Erstens mal bin ich nicht alt und zweitens mal würde mich das auch nicht stören. Ausserdem duzen mich all deine Freunde und ich bin erst letztens auf *hüstel*zig geschätzt worden. Alles ist gut.”

Jetzt ist es aber so, dass Sprotte nach den Sommerferien in eine total neue Klasse gekommen ist und ich ihre neuen Freunde noch nicht wirklich gut kenne. Wenn sie Besuch hat, begrüssen wir uns mit “Hallo”, dann verschwinden sie in der Sprottengruft und anschliessend gibt es noch ein “Tschüss” zum Abschied. Ich finde, das ist im Grunde total geduzt. Kein Grund zur Alterssorge.

Heute war Sprotte mit einer ihrer neuen Freundinnen auf dem Hamburger DOM und rief mich auf dem Rückweg an, ob ich sie nicht von der U-Bahn abholen könnte. Klar, warum nicht? Ich musste sowieso noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Ich stehe also zur verabredeten Zeit am Bahnsteig, die beiden steigen aus dem Zug, ich sage “Hallo” zu ihrer pink-schwarz gekleideten Freundin und diese antwortet ebenfalls mit “Hallo”. Alles ist gut. Wir bringen die Freundin noch kurz zum Bus, weil es schon dunkel ist und mir einfach wohler ist, wenn niemand im Dunkeln herumsteht, die beiden albern und kichern herum -Teenies eben- ich blättere in meiner Zeitung herum. Alles ist gut.

Der Bus kommt. “Tschüss!” sage ich, “Tschüss!” sagt die Freundin. “Ein schönes Wochenende noch!”, rufe ich hier hinterher. “Ja, danke Ihnen auch!”, ruft sie mir fröhlich lachend zu.

Ich bin wirklich einen Moment sprachlos und muss auch sehr blöd aus der Wäsche geguckt haben, denn das Kind, das ich unter Schmerzen geboren habe und das mir die Haare vom Kopf frisst, fängt laut an zu lachen. “Hahahahahaha und gerade heute nachmittag haben wir darüber gesprochen! Hahahhahaha, du solltest dich jetzt mal sehen! Hahahahhahaha, blödes Gefühl oder? Hahahhahahahaha, ich hab’s ja gewusst!”

Ich setze die für diese Situation angemessene würdevolle Miene auf und sage: “Deine Freundin ist eben gut erzogen!”. “Hahahaha!” gröhlt es mir entgegen “Etwas Besseres fällt dir jetzt echt nicht ein? Dann habe ich ja doch Recht gehabt! Hahahaha!” Sie ist wirklich besonders entzückend und goldig in diesem Moment. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich sie sehr, sehr, sehr, sehr lieb habe?

Lieber Weihnachtsmann, Sehr geehrter Herr Weihnachtsmann, ich wünsche mir eine Duzfreundin. Alter zwischen 13 und 15. Finanzielle Interessen sind mir völlig egal! Und der Brief von einer gewissen Frau Sprotte ist in Wirklichkeit ein Kettenbrief. Sie wissen sicherlich damit umzugehen?

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Manche Leute sind echt so doof!

doof

“Hahaha!” lacht die Sprotte, “hahaha, die F. ist so doof, die glaubt doch echt, dass Pikachu ein Maler ist, der eine blaue Periode hat! Ist die doof! Hahahaha! Kennst du auch so doofe Leute?”

Nö. Ich kenne auf keinen Fall auch so doofe Leute. Auch nicht mich. Ich habe mich z.B. nie darüber gewundert, warum alle LKW’s aus Tirol kommen, weil hinten ganz gross TIR steht. Ich habe auch nie darüber nachgedacht, wo die in Tirol dann alle parken und mir ist auch nie die Lösung in den Kopf gekommen, dass die Berge dann wohl alle ausgehöhlt sind und dass dann auch sinnvoll ist. Bei uns würden die ja nur Platz auf der Oberfläche wegnehmen. Und wenn die Österreicher sich das antun wollen, bitteschön.
Und ich war auch nie empört darüber, dass eine so grosse internationale Kette wie das “Hotel garni” nur so Hutzelzimmer ohne Fernseher anbietet und man dort lediglich ein Frühstück bekommt und sonst nichts. Nicht einmal eine popelige Hotelbar gibt es dort oder einen Zimmerservice! Unmöglich!
Wie gesagt, solche doofen Leute kenne ich nicht.

Manche Menschen reimen sich aber auch einen interpräkativen Müll zusammen.

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Tuschnelda

tuschi

Erster Schultag nach den Herbstferien. Was habe ich den morgendlichen Stress nicht vermisst! Ich stehe im Bad und restauriere. Plötzlich bemerke ich, dass die Wimperntusche nicht da ist, wo sie sein sollte. Auch nicht da, wo sie nicht sein sollte, aber sein könnte.
“Sag’ mal”, rufe ich “hast du meine Wimperntusche gesehen?”
“Neihein? Wiehiso frahagst du?”
Aha. Die Stimmlage kenne ich, aber ich habe jetzt keine Zeit, mich darum zu kümmern.
“Weil sie nicht da ist! Aber egal, ich habe irgendwo noch eine andere!”
“Ja, klar” ruft es zurück “aber immer erst mich verdächtigen! Du hast mir doch selbst erst eine braune Tusche gekauft! Ich brauche deine überhaupt nicht!”
Aha. Die Stimmlage kenne ich ebenfalls. Irgend etwas stimmt da nicht. Aber ich habe trotzdem jetzt keine Zeit, mich darum zu kümmern.
Wir spulen das übliche Morgenprogramm ab und ich bemerke, dass sie mir ständig ganz seltsam den Rücken zukehrt oder ihre Haare wie einen Vorhang über ihr Gesicht schüttelt. Ich habe immer noch keine Zeit, mich darum zu kümmern.

Endlich stehen wir auf der Strasse, um zum Bus zu gehen und der Moment der Wahrheit ist gekommen. Mich starren zwei grüngraue Teenieaugen mit fliegenbeinverklebten schwarzen Wimpern trotzig-verlegen an. Ich kann auf ihrer Stirn die Wörter “vielleichtvielleicht merkt sie es ja gar nicht” lesen.
“Willst du mich verscheissern? Wieso sagst du denn nichts? Oder glaubst du, ich bin so blöd und sehe das nicht?”
“Och, ich dachte mir einfach, du regst dich nicht so auf, wenn ein bisschen Zeit vergangen ist und wir auf der Strasse sind. Und ich habe ja jetzt auch gar keine Zeit mehr, mich abzuschminken oder willst du etwa, dass ich zu spät in die Schule komme?”

Keine Sorge, Sprottchen, ich rege mich nicht über Dinge auf, die gerade mal zehn Minuten, also Ewigkeiten, her sind. Und schon gleich gar nicht auf der Strasse. Wir sehen uns ja heute noch zuhause. Und morgen. Und übermorgen. Und überübermorgen. Und …

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Hey Sprottchen,

samersterschultag

herzlichen Dank, dass Du mich heute zu einer 14jährigen Mutter gemacht hast. Aber wir wollen ja nicht übertreiben, ok? 14 klingt noch recht jung, aber ab jetzt wird es kritisch. Ich bin dafür, dass Du ab sofort wieder in die 1. Klasse gehst, da kam ich in der Schule wenigstens noch mit. Und Du warst weniger frech, aufsässig und patzig.

Hm. Auf der anderen Seite habe ich Dich schrecklich lieb und zwar genau so, wie Du bist: frech, aufsässig und patzig. Und humorvoll, intelligent, liebenswürdig und sehr putzig.

Alles Liebe zum Geburtstag, meine Kleine!!! Es ist so schön, dass es Dich gibt, ich würde mich nämlich sonst wahrscheinlich zu Tode langweilen.

P.S.: Nein, das heisst nicht, dass Du die Spülmaschine in Zukunft nicht mehr ausräumen musst!

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Weibliche Logik. Sehr weiblich.

tasse kaffee

“Sag’ mal, Mama, gehst du heute einkaufen?”
“Ja, ich denke schon. Wieso?”
“Kannst du dann bitte nochmal von dem leckeren Joghurt ein paar Becher mitbringen?”
Ich gucke auf den Plastikbecher, in dem sie gerade herumkratzt.
“Du meinst den Quark?”
“Nein, den Joghurt.”
Ich gucke noch einmal genauer auf den Becher.
“Sam, da steht ganz dick und fett ‘Quark’ auf dem Becher, kannst du nicht lesen?”
“Das steht da vielleicht drauf, aber innen drin ist es Joghurt!”
Ich gucke wohl wieder sehr blöd und verstehe, wie so oft in letzter Zeit, genau gar nichts.
“Sag’ mal, willst du mich verarschen?”
Sie rollt mit den Augen, seufzt tief und erklärt: “Es ist doch egal, was auf dem Becher steht. Wenn da Quark drin wäre und kein Joghurt, würde ich es gar nicht essen, weil ich Quark doch überhaupt nicht mag! Deshalb ist es Joghurt und kein Quark! Verstehst du es jetzt?”

Ach so. Ja klar, dann sag’ das doch gleich. Sargnagel.

P.S.: Das da oben auf dem Bild ist im übrigen eine Tasse Kaffee.


[Foto: G. Dzeich, Celle]

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Schapoh, Sprottchen!

brot

Heute morgen war es wieder etwas eng. Wir rennen hektisch herum und versuchen, rechtzeitig fertig zu werden.
“Sam, kannst du dir bitte dein Pausenbrot heute ausnahmsweise selbst machen?”
“Nein, wenn ich das selbst mache, schmeckt es mir nicht!”
“Wieso das denn nicht? Ist doch egal, wer das macht! Brot mit wasdrauf schmeckt doch immer gleich gut!”
“Nein, Mama, bei deinen Broten schmeckt man einfach die Liebe!”

Das nötigt mir doch einen gewissen Respekt ab. Und niedlich ist es obendrein.

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Mama, hast Du mir etwas mitgebracht?

Aber klar doch, Sprottchen:

maddin

Ich weiss gar nicht, warum sie mich schon wieder so böse anguckt!

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Kleines Fräulein Sonnenschein

littlemisssam

Endlich ist sie wieder da! Mein Babylein ist endlich aus ihrem Jahresurlaub wieder zurück!

Und um es kurz zu machen, es ist alles so wie immer, nur viel schöner. Ein kleines Beispiel, nach einem kleinem Disput:

“Ach, Mama, wenn du mal nichts zu meckern hast, was?”
“Ich meckere doch gar nicht!”
“Natürlich tust du das!”
“Ja und? Dann hat mir das Meckern eben gefehlt!”
“Lustig, Mama, genau das habe ich auch vermisst!”

Dann gehe ich sie gleich mal weiter vollmeckern .. sie hat ihre Schuhe wieder mitten im Flur ausgezogen.

Das wird ein schöner Abend – wir haben viel nachzuholen!

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