Archive for the 'zoee' Category

Wir waren dann mal wieder weg …

nycblog

Weitgereist, metro- und kosmopolitäng wie wir nun mal sind, haben wir heute beschlossen, mal wieder in sSe Äbbl shopping zu gehen. Ja, war schon stressig das Gefliege mit der Concorde und wegen der Zeitschiebung und so, aber das kennen wir ja nun schon zur Genugtuung. Und das Service an Bohrd – hey, *augenverdreh*!
Blöd ist auch, dass man in se Zittie immer so aussieht, als wäre man total fett oder hätte dicke Backen und Nasen. Ich denke mal, das liegt an der Globalwärme, dass sich dann alles so aufplustert. Ich möchte betonen, dass wir ganz scharf da sind und das nicht akzeptieren und nur hinnehmen! Das ist eine ganz wichtige Aussage, die sehr poliktisch ist.

Aber es war sehr schön heute und wir haben uns toll amüerst. (Entschuldigung, immer wenn ich mal ein paar Stunden im Ausland bin, geht meine Fremdsprachenaderung mit mir durch, das ist echt stressig!) und wir wollten auch niemanden neidisch machen oder so!

Freitag sind wir wieder in se Zittie – wer etwas braucht, sagt einfach Bescheid!

Läfjaohl!

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Ein Fehler im System

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Und weil Weihnachten wirklich schön war, dachte ich mir, ich mache dem Kind eine Freude und wir gehen heute nachmittag hübsch gemütlich ins Kino, bevor uns der Alltag wieder hat. Auch wenn ich jetzt ein paar Tage frei habe, muss doch so die eine oder andere Sache ganz dringend erledigt werden. Z.B. morgen früh pünktlich um 8 h im Supermarkt sein, bevor die ganzen anderen Feiertagsgeschädigten kommen, um den Kühlschrank aufzufüllen, die Pfandflaschen zurückbringen und dann noch kurz in der Stadt -möglichst vor 10 h- etwas umtauschen.

Also im Internet einen niedlichen Film ausgesucht, reserviert, das Kind mit der frohen Botschaft überrascht und beglückt und schon ging es los. Im Kino haben wir uns dann Kinoeis geholt und eine Cola. Die Plätze waren überraschend gut, das Kino nicht ganz so knallvoll, die Mäntel und Taschen verstaut. Jetzt mussten wir uns nur noch anlächeln und uns auf den Film freuen.

Dann kommen plötzlich zwei junge Mädchen, balancieren lebensgefährlich kleidungsnah Nachos mit Ekelkäsesosse und Getränken und wollen scheinbar an uns vorbei. Aber nur scheinbar. Sie bleiben vor, bzw. zwischen, uns stehen. “Ihr sitzt auf unseren Plätzen!” – Ich gucke auf die Karten: “Nö, tun wir nicht, guckt mal, Sitze 10 und 11!” – Sie gucken auch auf ihre Karten. “Hm. Komisch. Wir haben 11 und 12. Aber egal, nebenan sind ja noch genug Plätze frei!”. Ich mag es, wenn Menschen unaufgeregt sind und nicht auf irgendwelche Nummern auf irgendwelchen Zetteln bestehen.
Die Frau, die es sich mit ihrer Bionade und ihrer Popcorntüte zwei Sitze von mir entfernt gemütlich gemacht hat meint nur trocken: “Hauptsache die Uhrzeit und das Datum stimmen, dann ist alles ok!” Ich gucke vorsichtshalber noch einmal heimlich auf die Tickets: Uhrzeit und Datum stimmen, kann ja gar nicht anders sein, weil ich das ja im Internet reserviert habe.

Die Werbung läuft, die Werbung ist vorbei, die Lichter gehen wieder an, da kommen fünf weitere Menschen mit Nachos und Getränken und drängen ebenfalls in die Reihe. Ich denke für mich “Naja, die sind wahrscheinlich so blöd und haben die Loge mit dem Parkett verwechselt!” und bleibe ganz ruhig. Aber die fünf Menschen nicht. Sie drängen sich alle aufgeregt in der Reihe herum, ein Mann hat seltsamerweise eine blinkende Weihnachtsmütze auf und sogar eine Taschenlampe dabei und kontrolliert laut kommentierend unsere Karten, “Ne, halt mal, hier ist die 16 und die 11 sitzt auf der 8 und die 10 auf …” weil irgendwo der Fehler ja sein muss. Ich glaube, er hat die blinkende Mütze echt auf, weil er das total lustig findet, nach Heiligabend. Was für ein Rebell! Die fünf Menschen beschliessen unter ihrem Zipfelanführer unisono und lautstark, dass das eine totale Unverschämtheit des Kinos ist, Plätze doppelt und dreifach zu vergeben, wir wären ja nicht bei der Bahn und holen einen Ordner. Ich bin immer noch ganz ruhig, denn wir sitzen ja richtig. Und ich denke, das könnte man alles auch noch ein bisschen ruhiger regeln. Die Bionade-Frau: “Hauptsache, Datum und Uhrzeit stimmen!”. Der herbeizitierte Ordner kommt, kontrolliert die Karten der fünf aufgeregten Menschen, der Vorspann hat angefangen und aus den hinteren Sitzen werden schon die ersten Buhrufe laut “Nimm’ die blöde Blinkemütze ab!” “Mach die Taschenlampe aus!”. Die Karten von Sprottchen und mir werden ganz zum Schluss kontrolliert. Klar, wir sitzen ja auch völlig richtig. Plötzlich winkt uns der Ordner raus. Wir drängen uns an den vier aufgeregten Menschen und der blinkenden Wichtigmütze vorbei und gehen natürlich sofort an den Rand. Der Ordner ist sehr kompetent und leise: “Ihre Karten sind für morgen! Soll ich gucken, ob ich die jetzt noch für den Film umtauschen kann?” Ich bin mehr als verwirrt, im hinteren Bereich werden die Aufforderungen an die blöde Blinkemütze mit Taschenlampe beides endlich auszumachen schon höflich mit “du Depp!” und der Drohung “ich komm’ gleich ‘runter!” untermalt. Ich beschliesse, die Diskussion doch lieber im Foyer weiterzuführen, bevor jemand auf die Idee kommt, es hätte irgend etwas mit Sam und mir zu tun.
Der Ordner ist sehr freundlich und wiederholt noch einmal, dass die Karten erst für morgen sind. “Das kann aber doch gar nicht sein,” erwidere ich ebenfalls sehr freundlich, “ich habe auf der Reservierungs-Site doch extra ‘Sonntag’ angeklickt! Ist das vielleicht ein Fehler im System?” Der freundliche Ordner und die (noch) sympathische Sprotte gucken sich verblüfft an. “Ehrm, Mama, heute ist Samstag, morgen ist erst Sonntag!” – “Ja, das stimmt, das kann man schon verwechseln!”, konspirativiert sich dieser Unverschämtling mit ihr. Ich schweige und rechne nach. Also am Mittwoch habe ich noch gearbeitet, am Donnerstag haben wir Weihnachten bei und mit Freunden gefeiert, waren aber recht früh zuhause, also dass es quasi ein gefühlter Arbeitstag war, gestern haben wir mit unseren Weihnachtsgeschenken gespielt und ich musste nicht einkaufen gehen, weil ich das immer am Freitag für das Wochenende mache, dann ist doch heute eindeutig Sonntag, weil ich doch morgen früh um 8 h im Supermarkt sein muss, wegen der gesamten Planungslogik!

Ich beschliesse, das Grinsen und Feixen der beiden minderjährigen Klugscheisser so würdevoll wie nur möglich zu ignorieren und erkundige mich stattdessen, ob es denn eine Möglichkeit gibt, mit den beiden -immerhin abgerissenen- Tickets morgen den Film ausserplanmässig sehen zu können. “Ja klar, kein Problem, morgen können Sie einfach so durchgehen” sagt der unverschämte Platzanweiser und lächelt mich aus.

Auf das, was ich mir von Sprotte anhören musste, muss und auch noch für die nächsten paar Leben anhören werde, möchte ich jetzt aus verständlichen Gründen nicht eingehen.

Aber ich habe ja immer noch die Chance, dass es sich hier um einen ganz, ganz, ganz schlechten hanseatischen Gemeinschaftswitz, versteckte Kamera, globalisierte Verarsche, internationale Ü-40-Frauenverachtung, Sprottenklassenverschwörung oder so etwas in der Art handelt und ich doch nicht ganz verblödet bin: ich werde morgen nämlich um 8 h vor dem Supermarkt stehen. Mit Pfandflaschen. Und Einkaufszettel. So sieht das nämlich aus!

Und dann werden wir ja sehen, wer zuletzt lacht! Ha!

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Es ist ja nicht so, dass ich weg bin.

lillykugel

Es ist nur so, dass in letzter Zeit -abgesehen von viel Arbeit- ständig so komische Dinge passieren.

Gerade vergangenen Samstag wurde ich plötzlich wild von einem Akku angetanzt, der sich nach kurzer Zeit in eine leuchtende Weihnachtskugel mit komischer schwarzer Mütze mit grünen Augen verwandelte. Ich fühlte mich plötzlich irgendwie bananenrockig-weihnachtlich, konnte dem Impuls aber nicht spontan nachgeben, weil ich immer noch ein schlechtes Gewissen wegen des Motorradfahrers ohne Penis hatte, der mir ein paar Minuten vorher direkt durch den Kopf gefahren ist. Parkhausromantik geht einfach anders.

Es wird bessere Zeiten geben, ich bin ganz sicher. Jetzt muss ich erst einmal auf den Dachboden gehen und gucken, ob ich für die grüne Bananenlinse irgend etwas Schreckliches finde, das ich ihr zu Weihnachten schenken kann. Eine tanzende Spinnenkeule oder einen leuchtenden Kokon. Undefinierbaren Inhaltes. Ich bin sicher, ich werde fündig.

Und dann tanze ich auch!

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Flaschenpost und Chaositäten

flaschenpost

Normalerweise ist ja die Post immer an allem schuld. Sie ist zu spät, sie ist zu lahm, sie klaut Pakete, sie wirft Briefe in den Müll usw. usw. Ich muss sagen, dass ich ganz andere Erfahrungen damit gemacht habe. Kaum war die Flaschenpost angekündigt, war sie auch in gefühlten 2 Stunden da. Mit noch mehr Inhalt! Ich habe mich sehr gefreut, Flasche, Paket und Inhalt schön dekorativ auf den Tisch gestellt – und den Akku der Sprottenkamera nicht gefunden. Egal, ich habe ja noch den einen oder anderen Tag Zeit. Nicht ganz so egal, denn dann überschlugen sich die Ereignisse und plötzlich waren noch mehr Tage Zeit vorbei. Und noch ein paar Tage mehr. Und noch ein paar Tage mehr. Ich sag’ mal: Projekt verkackt, zoee. Aber sowas von.

Fotografiert habe ich die Flasche im übrigen dann mit meinem neuen Handy, das allen möglichen Schnickschnack hat, bloss keine Wählscheibe. Alles kein Problem, dachte ich, wollte die Software installieren, bekam eine Fehlermeldung, die mich völlig aus dem Konzept gebracht hat und wie das mit dem Blauzahn geht, habe ich ebenfalls noch nicht herausgefunden. Ich bin momentan einfach zu blöd für diese Welt. Aber ich habe alles detailgetreu aufgemalt , wie man sehen kann und liefere das Foto nach!

Ach ja, getrunken habe ich die Flasche auch noch nicht, weil sich keine Gelegenheit dafür ergeben hat. Ich mache mal das “L-Zeichen” vor meiner zerfurchten Stirn und entschuldige mich nochmal. Aber auch das hole ich mit kompetentem Begleitgaumen nach.

Als Wiedergutmachung für alle Wartenden biete ich Glühweingutscheine (kann auch etwas anderes sein) für den Hamburger Weihnachtsmarkt an. Ich übergebe diese auch gerne persönlich, damit man mich entsprechend böse ausschauen kann.

Ach ja, darf ich jetzt den Gang nach Canossa mit dem Fahrrad antreten? Ich hab’s echt eilig.

P.S.: Dringend Handykamera-Nachhilfe gesucht.

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Eine Frage der Einstellung

alter stein

“Sag’ mal”, fragt die Sprotte, “sag’ mal, würde dich das stören, wenn meine Freunde dich siezen würden?”
Was für eine blöde Frage. Keiner ihrer Freunde siezt mich, wir sind alle total dufte Kumpels auf Augenhöhe und ich bin voll die lustige und kühle Mutter. Ausserdem würde das ja heissen, dass ich in deren Augen total alt bin.
“Wieso fragst du?”
“Naja, ich denke mal, das heisst doch dann, dass du in ihren Augen total alt bist und das würde dich doch bestimmt sehr stören, oder?”
“Erstens mal bin ich nicht alt und zweitens mal würde mich das auch nicht stören. Ausserdem duzen mich all deine Freunde und ich bin erst letztens auf *hüstel*zig geschätzt worden. Alles ist gut.”

Jetzt ist es aber so, dass Sprotte nach den Sommerferien in eine total neue Klasse gekommen ist und ich ihre neuen Freunde noch nicht wirklich gut kenne. Wenn sie Besuch hat, begrüssen wir uns mit “Hallo”, dann verschwinden sie in der Sprottengruft und anschliessend gibt es noch ein “Tschüss” zum Abschied. Ich finde, das ist im Grunde total geduzt. Kein Grund zur Alterssorge.

Heute war Sprotte mit einer ihrer neuen Freundinnen auf dem Hamburger DOM und rief mich auf dem Rückweg an, ob ich sie nicht von der U-Bahn abholen könnte. Klar, warum nicht? Ich musste sowieso noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Ich stehe also zur verabredeten Zeit am Bahnsteig, die beiden steigen aus dem Zug, ich sage “Hallo” zu ihrer pink-schwarz gekleideten Freundin und diese antwortet ebenfalls mit “Hallo”. Alles ist gut. Wir bringen die Freundin noch kurz zum Bus, weil es schon dunkel ist und mir einfach wohler ist, wenn niemand im Dunkeln herumsteht, die beiden albern und kichern herum -Teenies eben- ich blättere in meiner Zeitung herum. Alles ist gut.

Der Bus kommt. “Tschüss!” sage ich, “Tschüss!” sagt die Freundin. “Ein schönes Wochenende noch!”, rufe ich hier hinterher. “Ja, danke Ihnen auch!”, ruft sie mir fröhlich lachend zu.

Ich bin wirklich einen Moment sprachlos und muss auch sehr blöd aus der Wäsche geguckt haben, denn das Kind, das ich unter Schmerzen geboren habe und das mir die Haare vom Kopf frisst, fängt laut an zu lachen. “Hahahahahaha und gerade heute nachmittag haben wir darüber gesprochen! Hahahhahaha, du solltest dich jetzt mal sehen! Hahahahhahaha, blödes Gefühl oder? Hahahhahahahaha, ich hab’s ja gewusst!”

Ich setze die für diese Situation angemessene würdevolle Miene auf und sage: “Deine Freundin ist eben gut erzogen!”. “Hahahaha!” gröhlt es mir entgegen “Etwas Besseres fällt dir jetzt echt nicht ein? Dann habe ich ja doch Recht gehabt! Hahahaha!” Sie ist wirklich besonders entzückend und goldig in diesem Moment. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich sie sehr, sehr, sehr, sehr lieb habe?

Lieber Weihnachtsmann, Sehr geehrter Herr Weihnachtsmann, ich wünsche mir eine Duzfreundin. Alter zwischen 13 und 15. Finanzielle Interessen sind mir völlig egal! Und der Brief von einer gewissen Frau Sprotte ist in Wirklichkeit ein Kettenbrief. Sie wissen sicherlich damit umzugehen?

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Manche Leute sind echt so doof!

doof

“Hahaha!” lacht die Sprotte, “hahaha, die F. ist so doof, die glaubt doch echt, dass Pikachu ein Maler ist, der eine blaue Periode hat! Ist die doof! Hahahaha! Kennst du auch so doofe Leute?”

Nö. Ich kenne auf keinen Fall auch so doofe Leute. Auch nicht mich. Ich habe mich z.B. nie darüber gewundert, warum alle LKW’s aus Tirol kommen, weil hinten ganz gross TIR steht. Ich habe auch nie darüber nachgedacht, wo die in Tirol dann alle parken und mir ist auch nie die Lösung in den Kopf gekommen, dass die Berge dann wohl alle ausgehöhlt sind und dass dann auch sinnvoll ist. Bei uns würden die ja nur Platz auf der Oberfläche wegnehmen. Und wenn die Österreicher sich das antun wollen, bitteschön.
Und ich war auch nie empört darüber, dass eine so grosse internationale Kette wie das “Hotel garni” nur so Hutzelzimmer ohne Fernseher anbietet und man dort lediglich ein Frühstück bekommt und sonst nichts. Nicht einmal eine popelige Hotelbar gibt es dort oder einen Zimmerservice! Unmöglich!
Wie gesagt, solche doofen Leute kenne ich nicht.

Manche Menschen reimen sich aber auch einen interpräkativen Müll zusammen.

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Tuschnelda

tuschi

Erster Schultag nach den Herbstferien. Was habe ich den morgendlichen Stress nicht vermisst! Ich stehe im Bad und restauriere. Plötzlich bemerke ich, dass die Wimperntusche nicht da ist, wo sie sein sollte. Auch nicht da, wo sie nicht sein sollte, aber sein könnte.
“Sag’ mal”, rufe ich “hast du meine Wimperntusche gesehen?”
“Neihein? Wiehiso frahagst du?”
Aha. Die Stimmlage kenne ich, aber ich habe jetzt keine Zeit, mich darum zu kümmern.
“Weil sie nicht da ist! Aber egal, ich habe irgendwo noch eine andere!”
“Ja, klar” ruft es zurück “aber immer erst mich verdächtigen! Du hast mir doch selbst erst eine braune Tusche gekauft! Ich brauche deine überhaupt nicht!”
Aha. Die Stimmlage kenne ich ebenfalls. Irgend etwas stimmt da nicht. Aber ich habe trotzdem jetzt keine Zeit, mich darum zu kümmern.
Wir spulen das übliche Morgenprogramm ab und ich bemerke, dass sie mir ständig ganz seltsam den Rücken zukehrt oder ihre Haare wie einen Vorhang über ihr Gesicht schüttelt. Ich habe immer noch keine Zeit, mich darum zu kümmern.

Endlich stehen wir auf der Strasse, um zum Bus zu gehen und der Moment der Wahrheit ist gekommen. Mich starren zwei grüngraue Teenieaugen mit fliegenbeinverklebten schwarzen Wimpern trotzig-verlegen an. Ich kann auf ihrer Stirn die Wörter “vielleichtvielleicht merkt sie es ja gar nicht” lesen.
“Willst du mich verscheissern? Wieso sagst du denn nichts? Oder glaubst du, ich bin so blöd und sehe das nicht?”
“Och, ich dachte mir einfach, du regst dich nicht so auf, wenn ein bisschen Zeit vergangen ist und wir auf der Strasse sind. Und ich habe ja jetzt auch gar keine Zeit mehr, mich abzuschminken oder willst du etwa, dass ich zu spät in die Schule komme?”

Keine Sorge, Sprottchen, ich rege mich nicht über Dinge auf, die gerade mal zehn Minuten, also Ewigkeiten, her sind. Und schon gleich gar nicht auf der Strasse. Wir sehen uns ja heute noch zuhause. Und morgen. Und übermorgen. Und überübermorgen. Und …

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Absolut einfaches und total logisches Bilderrätsel

hahaha

Der da ist total doof und ärgert mich mit einem total unlogischen Bilderrätstel und dann will er es noch nicht einmal zugeben!
Hier ist also eines, das absolut einfach und total logisch ist. Und zu gewinnen gibt es keine Leberwurst. Weder auf einer Stulle (was ist das überhaupt für ein schlimmes Wort?), noch auf einem Brot oder einer Semmel.

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Schäume

seltsamer traum

Gestern nacht habe ich geträumt, dass ich einen Sohn geboren habe. Die Geburt war recht schmerzlos und ich legte ihn dann in ein Bett, das hinter einem Vorhang verborgen war. Niedlich war er! Als ich ihn dann ein bisschen später zum Stillen holen wollte, war er schon mächtig gewachsen, hatte rote Haare und trug so Strassenkinderklamotten wie aus den Charlie Chaplin-Filmen. Ich nahm Bruno (dafür kann ich nichts, das habe ich ja geträumt) hoch und setzte ihn mir auf den Schoss. Dabei merkte ich, dass er schon laufen konnte. Als ich ihm dann die Brust geben wollte, verlangte er nach einer Speisekarte.

Gleich danach habe ich an einer Wäscheklammer vier Wakeboarder in der Alster hinter mir her gezogen. Dann fing es an zu regnen und Wind kam auf und wie immer auf offenen (haha) Gewässern kamen schlimme Wellen und ich konnte die Klammer nicht mehr halten. Also musste ich sie loslassen und die Wakeboarder flogen alle auf die Kennedybrücke. Und dann kam ein Zug.

Ach ja, es stellte sich heraus, dass ich lediglich die Leihmutter von Bruno war. Die “echten” Eltern habe ich anschliessend mit Bruno in einem Ruderboot unter einer Trauerweide gesehen.
Das sah hübsch aus. Und so harmonisch!

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Der letzte Beitrag

ist hier zu lesen.
Ja, ich gehe manchmal fremd.

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