Happy Birthday, Elvis!

Glad you’re not hanging around in erfundenem Bielefeld with Jimmy, Marylin, Audrey and Curt and Jopie and Monti und so. I’m glad, du bist so dead, dass ich dich echt leiden kann.

11 Comments »

Alles Neider oder: es ist wie ein Unfall

Ich bin ja nun bekanntweise kein Liebhaber der seichten Fernsehkost, deshalb habe ich auch erst nach reiflicher Überlegung nach der Lindenstrasse zum „Wendler-Clan“ auf SAT 1 geschaltet.

Wer der „Wendler-Clan“ ist? Das weiss ich nicht so ganz genau, aber beim Friseur und beim Arzt lese ich gezwungenermassen die dort ausliegenden Zeitschriften und deshalb weiss ich, dass der Wenlder auf Malle ganz gross, der totale Schlagerkönig geworden und ganz natürlich ist. Ach ja, und dass sein Vater ihn mal in die Pleite geritten hat und er das gar nicht lustig fand, sondern ganz, ganz fies.

(weiterlesen…)

11 Comments »

“Wo man singt, da lasse dich ruhig nieder,

denn böse Menschen haben keine Lieder.”

Genau so ist es. Und weil ich so unglaublich lieb bin, übersende ich meine besten Wünsche zum neuen Jahr selbstverständlich ebenfalls in musikalischer Form:

Alles Liebe für das neue Jahr und immer eine Handbreit Pferdeäpfel unterm Kiel!

12 Comments »

Ein Fehler im System

Foto0076-02

Und weil Weihnachten wirklich schön war, dachte ich mir, ich mache dem Kind eine Freude und wir gehen heute nachmittag hübsch gemütlich ins Kino, bevor uns der Alltag wieder hat. Auch wenn ich jetzt ein paar Tage frei habe, muss doch so die eine oder andere Sache ganz dringend erledigt werden. Z.B. morgen früh pünktlich um 8 h im Supermarkt sein, bevor die ganzen anderen Feiertagsgeschädigten kommen, um den Kühlschrank aufzufüllen, die Pfandflaschen zurückbringen und dann noch kurz in der Stadt -möglichst vor 10 h- etwas umtauschen.

Also im Internet einen niedlichen Film ausgesucht, reserviert, das Kind mit der frohen Botschaft überrascht und beglückt und schon ging es los. Im Kino haben wir uns dann Kinoeis geholt und eine Cola. Die Plätze waren überraschend gut, das Kino nicht ganz so knallvoll, die Mäntel und Taschen verstaut. Jetzt mussten wir uns nur noch anlächeln und uns auf den Film freuen.

Dann kommen plötzlich zwei junge Mädchen, balancieren lebensgefährlich kleidungsnah Nachos mit Ekelkäsesosse und Getränken und wollen scheinbar an uns vorbei. Aber nur scheinbar. Sie bleiben vor, bzw. zwischen, uns stehen. “Ihr sitzt auf unseren Plätzen!” – Ich gucke auf die Karten: “Nö, tun wir nicht, guckt mal, Sitze 10 und 11!” – Sie gucken auch auf ihre Karten. “Hm. Komisch. Wir haben 11 und 12. Aber egal, nebenan sind ja noch genug Plätze frei!”. Ich mag es, wenn Menschen unaufgeregt sind und nicht auf irgendwelche Nummern auf irgendwelchen Zetteln bestehen.
Die Frau, die es sich mit ihrer Bionade und ihrer Popcorntüte zwei Sitze von mir entfernt gemütlich gemacht hat meint nur trocken: “Hauptsache die Uhrzeit und das Datum stimmen, dann ist alles ok!” Ich gucke vorsichtshalber noch einmal heimlich auf die Tickets: Uhrzeit und Datum stimmen, kann ja gar nicht anders sein, weil ich das ja im Internet reserviert habe.

Die Werbung läuft, die Werbung ist vorbei, die Lichter gehen wieder an, da kommen fünf weitere Menschen mit Nachos und Getränken und drängen ebenfalls in die Reihe. Ich denke für mich “Naja, die sind wahrscheinlich so blöd und haben die Loge mit dem Parkett verwechselt!” und bleibe ganz ruhig. Aber die fünf Menschen nicht. Sie drängen sich alle aufgeregt in der Reihe herum, ein Mann hat seltsamerweise eine blinkende Weihnachtsmütze auf und sogar eine Taschenlampe dabei und kontrolliert laut kommentierend unsere Karten, “Ne, halt mal, hier ist die 16 und die 11 sitzt auf der 8 und die 10 auf …” weil irgendwo der Fehler ja sein muss. Ich glaube, er hat die blinkende Mütze echt auf, weil er das total lustig findet, nach Heiligabend. Was für ein Rebell! Die fünf Menschen beschliessen unter ihrem Zipfelanführer unisono und lautstark, dass das eine totale Unverschämtheit des Kinos ist, Plätze doppelt und dreifach zu vergeben, wir wären ja nicht bei der Bahn und holen einen Ordner. Ich bin immer noch ganz ruhig, denn wir sitzen ja richtig. Und ich denke, das könnte man alles auch noch ein bisschen ruhiger regeln. Die Bionade-Frau: “Hauptsache, Datum und Uhrzeit stimmen!”. Der herbeizitierte Ordner kommt, kontrolliert die Karten der fünf aufgeregten Menschen, der Vorspann hat angefangen und aus den hinteren Sitzen werden schon die ersten Buhrufe laut “Nimm’ die blöde Blinkemütze ab!” “Mach die Taschenlampe aus!”. Die Karten von Sprottchen und mir werden ganz zum Schluss kontrolliert. Klar, wir sitzen ja auch völlig richtig. Plötzlich winkt uns der Ordner raus. Wir drängen uns an den vier aufgeregten Menschen und der blinkenden Wichtigmütze vorbei und gehen natürlich sofort an den Rand. Der Ordner ist sehr kompetent und leise: “Ihre Karten sind für morgen! Soll ich gucken, ob ich die jetzt noch für den Film umtauschen kann?” Ich bin mehr als verwirrt, im hinteren Bereich werden die Aufforderungen an die blöde Blinkemütze mit Taschenlampe beides endlich auszumachen schon höflich mit “du Depp!” und der Drohung “ich komm’ gleich ‘runter!” untermalt. Ich beschliesse, die Diskussion doch lieber im Foyer weiterzuführen, bevor jemand auf die Idee kommt, es hätte irgend etwas mit Sam und mir zu tun.
Der Ordner ist sehr freundlich und wiederholt noch einmal, dass die Karten erst für morgen sind. “Das kann aber doch gar nicht sein,” erwidere ich ebenfalls sehr freundlich, “ich habe auf der Reservierungs-Site doch extra ‘Sonntag’ angeklickt! Ist das vielleicht ein Fehler im System?” Der freundliche Ordner und die (noch) sympathische Sprotte gucken sich verblüfft an. “Ehrm, Mama, heute ist Samstag, morgen ist erst Sonntag!” – “Ja, das stimmt, das kann man schon verwechseln!”, konspirativiert sich dieser Unverschämtling mit ihr. Ich schweige und rechne nach. Also am Mittwoch habe ich noch gearbeitet, am Donnerstag haben wir Weihnachten bei und mit Freunden gefeiert, waren aber recht früh zuhause, also dass es quasi ein gefühlter Arbeitstag war, gestern haben wir mit unseren Weihnachtsgeschenken gespielt und ich musste nicht einkaufen gehen, weil ich das immer am Freitag für das Wochenende mache, dann ist doch heute eindeutig Sonntag, weil ich doch morgen früh um 8 h im Supermarkt sein muss, wegen der gesamten Planungslogik!

Ich beschliesse, das Grinsen und Feixen der beiden minderjährigen Klugscheisser so würdevoll wie nur möglich zu ignorieren und erkundige mich stattdessen, ob es denn eine Möglichkeit gibt, mit den beiden -immerhin abgerissenen- Tickets morgen den Film ausserplanmässig sehen zu können. “Ja klar, kein Problem, morgen können Sie einfach so durchgehen” sagt der unverschämte Platzanweiser und lächelt mich aus.

Auf das, was ich mir von Sprotte anhören musste, muss und auch noch für die nächsten paar Leben anhören werde, möchte ich jetzt aus verständlichen Gründen nicht eingehen.

Aber ich habe ja immer noch die Chance, dass es sich hier um einen ganz, ganz, ganz schlechten hanseatischen Gemeinschaftswitz, versteckte Kamera, globalisierte Verarsche, internationale Ü-40-Frauenverachtung, Sprottenklassenverschwörung oder so etwas in der Art handelt und ich doch nicht ganz verblödet bin: ich werde morgen nämlich um 8 h vor dem Supermarkt stehen. Mit Pfandflaschen. Und Einkaufszettel. So sieht das nämlich aus!

Und dann werden wir ja sehen, wer zuletzt lacht! Ha!

7 Comments »

…!Merke:

schoenermann

ICH!… mache mich nicht nur, für ES schön sonder auc für; MICH!…

Und ich kann schon ganz alleine auf’s Klo gehen und deshalb wird mein Friseurladen auch ohne Ende laufen!

6 Comments »

Fantasie (in GUT !!!)

nikolaus

Der Weihnachtswunschzettel der Sprotte ist auch in diesem Jahr recht übersichtlich und wurde bereits zwischen ihrem Vater und mir gerecht aufgeteilt. Dass ich die Exotenabteilung wie z.B. “die DVD gibt es aber nur in Japan” oder “der Film kommt aber erst im Januar raus, kannst du dir das merken?” abbekommen habe ist nicht weiter schlimm. Ich bin ja kreativ und nicht blöd.

Allerdings bereitet mir “Ein (GUTES!!!!) Fantasybuch” doch Kopfzerbrechen. Ich habe zwar Fantasie von Hamburg bis Milbertshofen, kann aber mit dem Begriff “Fantasy” nicht wirklich etwas anfangen. Ob das irgend etwas mit Harry Potter oder Elfen oder Eulen oder Einhörnern zu tun hat, möchte ich wissen. Nein, Harry Potter ist nicht Fantasy, weil Harry Potter gibt es ja quasi in echt, Elfen sind in Ordnung, wenn sie nicht kitschig sind, ausser sie gehören zu “Tinkerbell”, Eulen gehen nur in Zusammenhang mit Harry Potter (”Du weisst ja auch gar nichts!”) und Einhörner sowieso nicht. Ausser vielleicht. Und auf keinen Fall darf es so ein doofes Buch wie im letzten Jahr sein. Da habe ich mich etwas vertan und “Avatar” mit “Avatar” verwechselt. Woher sollte ich auch wissen, dass es davon mehrere gibt? Ich kannte eben nur den mit dem fliegenden Bison.

Ich werde jetzt also erst einmal feststellen müssen, was ein (GUTES!!!) Fantasybuch ist, überhaupt einfach erst einmal nachforschen, was alles unter den Begriff Fantasy zu verstehen ist und dann losgehen und ihr so ein Buch besorgen. Und zwar natürlich in GUT!!!

Prinzessin Lillifee gehört wohl nicht dazu, die gibt es doch sicher auch in echt, oder?

19 Comments »

Endlich etwas für’s Herz!

Ich habe mich schon gefragt, wann endlich mal ein richtiger Weihnachtsfilm gezeigt wird. Lug, Betrug, Verlust, Wirrungen, Irrungen, Läuterung Erfolg, Happy End. und viel Hallelujah dazwischen. Perfekt! Und Eddie Murphy war damals noch nicht peinlich.

Jetzt muss nur noch “It’s a wonderful life” am Sonntag laufen und ich bin völlig herzzufrieden.

Ich mag die Zeiten.

2 Comments »

Es ist ja nicht so, dass ich weg bin.

lillykugel

Es ist nur so, dass in letzter Zeit -abgesehen von viel Arbeit- ständig so komische Dinge passieren.

Gerade vergangenen Samstag wurde ich plötzlich wild von einem Akku angetanzt, der sich nach kurzer Zeit in eine leuchtende Weihnachtskugel mit komischer schwarzer Mütze mit grünen Augen verwandelte. Ich fühlte mich plötzlich irgendwie bananenrockig-weihnachtlich, konnte dem Impuls aber nicht spontan nachgeben, weil ich immer noch ein schlechtes Gewissen wegen des Motorradfahrers ohne Penis hatte, der mir ein paar Minuten vorher direkt durch den Kopf gefahren ist. Parkhausromantik geht einfach anders.

Es wird bessere Zeiten geben, ich bin ganz sicher. Jetzt muss ich erst einmal auf den Dachboden gehen und gucken, ob ich für die grüne Bananenlinse irgend etwas Schreckliches finde, das ich ihr zu Weihnachten schenken kann. Eine tanzende Spinnenkeule oder einen leuchtenden Kokon. Undefinierbaren Inhaltes. Ich bin sicher, ich werde fündig.

Und dann tanze ich auch!

6 Comments »

Der Zipfel-Gipfel

MOPO

Ich will ja niemanden etwas Böses unterstellen, aber ich habe so ein kleines bisschen die Befürchtung, dass es mit dem Weltretten männlicherseits in Kopenhagen eventuell nicht ganz so klappen könnte.
Aber die Idee finde ich prima und kein bisschen kontraproduktiv. Um der Stadtverwaltung und den Hotels so mal richtig eines reinzuwürgen, vögelt man ab sofort zurück und zwar umsonst. Das wird vor allem die Stadtverwaltung natürlich sehr wurmen, den immensen Steuerverlust nicht zu vergessen! Und die Hotels werden sicherlich ebenfalls darunter leiden, denn die Nachtportiers bekommen keine Augenzukniep-Gebühr mehr und mit der Einzel-für-Doppelbelegung stundenweise war es das dann auch. Dieser Gipfel wird ganz Skandinavien in den Ruin treiben. Ich sehe das schon kommen!

Ich finde das Konzept sehr schlau. Wenn man gegen etwas ist, macht man genau das und zwar umsonst. Ich bin gegen das verhärtete Nichtraucherschutzgesetz, das hier in Hamburg im neuen Jahr verabschiedet werden soll und rauche ab sofort Kette. Kostenlos. Davon werde ich meinen Kioskmann schon noch überzeugen. Gegen Schweinereien bin ich ebenfalls, also her mit den Schnitzeln, Herr Metzger! Und Männer kann ich sowieso nicht ausstehen, also wird ab sofort geheiratet. Das mit den ekligen Diamanten und den hässlichen Schuhen kann ja noch bis morgen warten. Ich will mich ja nicht überfordern in meinem Aktivismus.

4 Comments »

Halbzeit der Weihnacht

3 Comments »